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08.06.2004 – 14:32

BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

BPI fordert Anrechnung verschreibungsfreier Arzneimittel auf Belastungsgrenze der Versicherten

    Berlin    Berlin (ots)

Die Anrechnung verschreibungsfreier Arzneimittel
auf die Höchstbelastungsgrenze der gesetzlich Krankenversicherten hat
der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) heute in
Berlin gefordert. Verschreibungsfreie Arzneimittel stellten in vielen
Krankheitsfällen das Mittel der Wahl dar, erklärte BPI-Vorsitzender
Dr. Bernd Wegener. Bis auf wenige Ausnahmen werden solche
Arzneimittel aber nicht mehr von der Gesetzlichen Krankenversicherung
erstattet, so dass viele Versicherte aus Kostengründen auf diese
notwendigen Präparate verzichteten. "Hier muss der Gesetzgeber
dringend Abhilfe schaffen", forderte Wegener. Ebenfalls vorgestellt
wurde eine Ärztebefragung über die Folgen des Erstattungsausschlusses
von verschreibungsfreien Arzneimitteln.
    
    Für die Hersteller verschreibungsfreier Arzneimittel bedeute die
Ausgrenzung ihrer Produkte aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen
Krankenversicherung in vielen Fällen den Marktausschluss, so der
BPI-Vorsitzende. Denn das restriktiv gefasste Heilmittelwerbegesetz
verhindere, dass die Hersteller ihre Produkte bewerben. Der
BPI-Vorsitzende verlangte deshalb die Liberalisierung des
Heilmittelwerbegesetzes: "Wenn von den Versicherten mehr
Eigenverantwortung verlangt wird, müssten sie sich auch umfassend
über die zur Verfügung stehenden Produkte informieren können".
    
      Eine vom Institut für Empirische Gesundheitsökonomie vorgestellte
Ärztebefragung zu den Folgen des Erstattungsausschlusses
verschreibungsfreier Arzneimittel kam unter anderem zu folgenden
Ergebnissen:
    
    - Mehr als die Hälfte der Mediziner erwarten gleich bleibende oder
        steigende Arzneimittelausgaben
    
    - Mehr als zwei Drittel der Ärzte rechnen mit einer
        Verschlechterung der Versorgungsqualität für die Patienten
    
    - Mehr als 80 Prozent der Ärzte gaben an, auf ein
        verschreibungspflichtiges Arzneimittel ausweichen zu wollen,
        falls das geeignete verschreibungsfreie Präparat nicht erstattet
        werde
    
    - Zwei Drittel der Mediziner berichteten, Patienten hätten
        verärgert auf den Erstattungsausschluss reagiert.
    
    In einer Zwischenbilanz der Gesundheitsreform bezeichnete
BPI-Vorsitzender Dr. Wegener das GKV-Modernisierungsgesetz als "bloße
Durchgangsstation zur nächsten Gesundheitsreform mit der
Halbwertszeit von günstigstenfalls einer halben Legislaturperiode".
Für den anstehenden Systemwechsel sprach sich Wegener für das
Prämienmodell aus und forderte von der Politik die längst fällige
Anerkennung des Gesundheitsmarktes als Wirtschaftsfaktor.


ots Originaltext: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Pressekontakt:
Uwe Dolderer
Pressesprecher / Leiter des Geschäftsfeldes Medien
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Robert-Koch-Platz 4
10115 Berlin
Tel.: (0 30) 2 79 09-1 31
Fax.: (0 30) 2 79 09-3 31
Internet: www.bpi.de
E-Mail: udolderer@bpi.de

Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell

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