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28.04.2004 – 15:34

BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

BPI: Gesundheitsreform ist Innovationsbremse
Umfrage zu Perspektiven verschreibungsfreier Arzneimitteln

    Berlin (ots)

Die von der Bundesregierung gestartete Innovationsoffensive ist in Wahrheit eine in einen Gesetzestext gegossene Anti-Innovations-Politik. Dies hat der BPI-Vorsitzende Dr. Bernd Wegener heute anlässlich des dritten Unternehmertages des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie in Berlin deutlich gemacht. Denn die Gesundheitsreform nehme den pharmazeutischen Unternehmen einen Großteil der Mittel für Investitionen in Forschung und Entwicklung. Schuld daran sei der 16-prozentige Zwangsrabatt und die weitgehende Ausgrenzung verschreibungsfreier Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Welche Perspektiven der Markt der verschreibungsfreien Arzneimittel nach dem Eingriff des Gesetzgebers bietet, zeigt eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen Online, die ebenfalls heute präsentiert wurde.

    Wegener forderte Forschungspolitiker aller Fraktionen im Deutschen Bundestag auf, sich für die Beseitigung von Innovations- und damit Investitionshemmnissen zu engagieren. Nach Wegeners Worten stellt die Gesundheitsreform für die Pharmabranche eine Zäsur dar: Es gelte mit neuen Belastungen in Höhe von drei Milliarden Euro fertig zu werden. Besonders der Schaden, den der 16-prozentige Zwangsrabatt bei innovativen patentgeschützten Arzneimitteln für den Standort bedeute, müsse abgewendet werden. Der BPI-Vorsitzende: "Wenn die von der Politik angepeilt Sparsumme von einer Milliarde Euro erreicht ist, muss der Zwangsrabatt ausgesetzt werden."

    Wegener forderte die Politik auf, das Gesundheitswesen endlich als personalintensiven Dienstleistungssektor und zukunftsträchtige Wachstumsbranche anzuerkennen. "Höhere Umsätze, Einnahmen- und Beschäftigungszahlen werden in allen Branchen als Erfolgsmeldung verkündet. Nur im Gesundheitswesen sind solche Zahlen negativ belegt", betonte Wegener.

    Durch den Druck der Gesundheitsreform, so hat die Forschungsgruppe Wahlen Online in einer aktuellen Umfrage ermittelt, kommt es zu einem wachsenden Bedarf an Selbstmedikation. Dieser werde durch die Informationsmöglichkeiten über das Internet verstärkt. Selbstmedikation sei bei vielen Bürgern außerdem zum Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls geworden. Für die Arzneimittelhersteller bedeute diese Entwicklung die Möglichkeit der direkteren Kommunikation mit dem Verbraucher.

ots Originaltext: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Uwe Dolderer
Pressesprecher / Leiter des Geschäftsfeldes Medien
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Robert-Koch-Platz 4
10115 Berlin
Tel.: (0 30) 2 79 09-1 31
Fax.: (0 30) 2 79 09-3 31
Internet: www.bpi.de
E-Mail: udolderer@bpi.de

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