BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

BPI: Chancen nutzen!
Innovation auf Basis bewährter Wirkstoffe kann großen Zusatznutzen bringen

Berlin (ots) - Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe bieten die Chance, bedeutende Fortschritte in der Pharmakotherapie mit kalkulierbarem Entwicklungsrisiko zu erzielen. Doch durch die aktuellen Rahmenbedingungen und die Regelungen im Entwurf des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) wird diese Forschung immer schwieriger gemacht. "Es darf nicht sein, dass diese innovativen Arzneimittel grundsätzlich immer im Festbetragssystem landen. Warum soll per Gesetz ausgeschlossen werden, dass Hersteller auch in solchen Fällen den Zusatznutzen nachweisen und somit in Verhandlungen über den Erstattungsbetrag mit den Krankenkasse gelangen können?", fragte Dr. Bernd Wegener, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der pharmazeutischen Industrie e.V (BPI).

Insbesondere für die standortgebundene und auch die mittelständische Industrie bietet die Forschung an bewährten Wirkstoffen die Chance, den Patientinnen und Patienten innovative Präparate zur Verfügung zu stellen. Die Kosten für den ganzen Verlauf der Forschung und Entwicklung eines neuen Wirkstoffes sind für ein mittelständisches Unternehmen nur in Ausnahmefällen zu stemmen, so dass eine solche Forschung außerhalb der Möglichkeiten vieler in Deutschland ansässiger und hier arbeitender Unternehmen liegt. "Doch die Forschung an bewährten Wirkstoffen bietet uns Unternehmen und auch dem Gesundheitswesen die Chance, verbesserte Pharmakotherapie zu erreichen und dies zu akzeptablen Kosten für Unternehmen und Kostenträger", erklärte Dr. med. Dagmar Braun, Mitgründerin der Riemser Arzneimittel AG in Greifswald.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland haben Investitionen in die Forschung an bewährten Wirkstoffen jedoch zu wenig Aussicht auf Erfolg. Um diesen Fortschritt, der mit überschaubaren Forschungskosten zu kostengünstigen Innovationen führt, nicht im Keim zu ersticken, fordert der BPI daher Verbesserungen des Unterlagenschutzes für Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe, risikobasierte Arzneimittelzulassungen mit angemessenen Anforderungen, die Schaffung erstattungsrechtlicher Anreize durch die Möglichkeit der Erstattung außerhalb des Festbetragssystems und den Ausschluss einer Aut-idem Substitution bei derartigen Innovationen.

Das vollständige Papier finden Sie im Internet.

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Joachim Odenbach,
Tel. 030/27909-131,
jodenbach@bpi.de

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