PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Korn Ferry mehr verpassen.

03.12.2020 – 10:38

Korn Ferry

Aktuelle Korn-Ferry-Untersuchung: DAX-Aufsichtsratschefs haben eher selten Digital- oder eigene Erfahrung als Unternehmer
14 von 30 waren zuvor selbst DAX-CEOs

Aktuelle Korn-Ferry-Untersuchung: DAX-Aufsichtsratschefs haben eher selten Digital- oder eigene Erfahrung als Unternehmer / 14 von 30 waren zuvor selbst DAX-CEOs
  • Bild-Infos
  • Download

Aktuelle Korn-Ferry-Untersuchung: DAX-Aufsichtsratschefs haben eher selten Digital- oder eigene Erfahrung als Unternehmer / 14 von 30 waren zuvor selbst DAX-CEOs

Fünf von 30 DAX-Aufsichtsratsvorsitzenden waren aktiv in einem eigenen Unternehmen als Gesellschafter und Manager tätig. Die gleiche Anzahl verfügt über explizite Erfahrung im Digital-Umfeld. Zwei haben nie selbst die Rolle eines Top-Managers bekleidet. Und nur ein DAX-Aufsichtsratschef ist weiblich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry.

  • 14 von 30 DAX-Aufsichtsratschefs waren zuvor DAX-CEOs - davon kontrollieren 7 das gleiche Unternehmen, in dem sie selbst CEO waren
  • Neun von 30 waren zuvor Konzern-CEOs eines Nicht-DAX-Unternehmens - davon sind zwei aktuell aktiv
  • Zwei von 30 waren selbst bisher in keiner Top-Executive-Rolle

So hat Michael Diekmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz, vor seinem Eintritt dort zunächst den Buchverlag Diekmann/Thieme gegründet und geführt. Gerd Krick (Fresenius) war Kommanditist von C. Stiefenhofer, einer Fabrik für medizinische Apparate. Simone Bagel-Trah ist nicht nur Aufsichtsratsvorsitzende, sondern führt auch den Gesellschafterausschuss von Henkel und hat eine eigene Firma gegründet und aufgebaut. Hasso Plattner ist Gründer von SAP. Und Martin Enderle, Aufsichtsratschef von DAX-Neuling Delivery Hero, kommt selbst aus der neuen digitalen Welt und ist dort serieller Gründer und Firmenchef.

"Um ein erfolgreicher Aufsichtsratschef zu sein, ist eine eigene unternehmerische Erfahrung nicht Voraussetzung", sagt Alexander Wink, Senior Client Partner und Leiter der Digital Practice EMEA. "Aber sie kann helfen, einen anderen Blickwinkel auf die Entwicklung des Unternehmens und seine Führung zu richten. Das kann insbesondere in einer Zeit, in der viele Unternehmen mit sehr fundamentalen Fragen befasst sind, ein wichtiger Vorteil sein. Denn immer wieder geht es darum, das Geschäftsmodell grundsätzlicher in Frage zu stellen und zu verändern. Wer selbst schon einmal diese Verantwortung übernommen hat, verfügt über eine relevante Zusatz-Erfahrung. Das gilt ebenfalls für Kompetenzen, die im Bereich Digitalisierung aufgebaut werden konnten."

Diese DAX-Aufsichtsratsvorsitzenden haben Digital-Erfahrung

Fünf Aufsichtsratschef haben Erfahrung in einem überwiegend digitalen Umfeld vorzuweisen: das trifft auf die beiden Ex-SAP-Chefs Hasso Plattner und Jim Hagemann Snabe (Siemens) zu, ebenfalls auf Ex-IBM-Deutschland-Chef Martin Jetter, der den Aufsichtsrat der Deutschen Börse führt. Martin Enderle von Delivery Hero und Bertelsmann-Chef Thomas Rabe, der zugleich als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Adidas fungiert, arbeiten in ihren Rollen abseits der Aufsichtsratstätigkeit aktiv an der Digitalisierung der Wirtschaft mit.

Alexander Wink sagt: "Natürlich haben die meisten der Aufsichtsratschefs in ihren vorherigen, aktiven Rollen auch das Thema Digitalisierung mit auf der Liste ihrer Herausforderungen gehabt. Einige haben noch in dieser Zeit Digitalisierungs-Initiativen in ihren damaligen Unternehmen angestoßen. Es ist aber zu konstatieren, dass nur ein sehr geringer Anteil von gerade einmal 17 Prozent selbst im unmittelbaren Digital-Umfeld tätig war oder ist. Und dies auch in teils sehr tradierter Form. Kaum jemand hat eigene Management-Erfahrung zum Beispiel im Silicon Valley oder bei einem 'Digital Pure Player' machen können. Diese Erfahrungen würden heute aber sehr nützlich sein, um die Vorstände der Unternehmen besser zu kontrollieren und die angestoßenen Digitalisierungsprojekte besser bewerten zu können. Wenn der Vorsitzende diese Kompetenz nicht selbst mitbringt, sollte er sie unbedingt in seinem Team verankern."

66,1 Jahre alt, von der Ausbildung her Jurist, Betriebswirt oder Ingenieur: das sind die Merkmale der Vorsitzenden der DAX-Aufsichtsräte

14 der 30 DAX-Aufsichtsratschefs waren zuvor auch DAX-CEOs - davon kontrollieren sieben das gleiche Unternehmen, in dem sie einst selbst den Vorstand geführt haben. Neun von 30 waren CEOs von Nicht-DAX-Unternehmen, zwei sind davon heute selbst aktiv als CEO tätig. Fünf von 30 waren ordentliche DAX-Vorstandsmitglieder. Davon kontrollieren zwei das gleiche Unternehmen, in dem sie selbst zuvor Vorstand waren. Zwei Chefkontrolleure waren selbst nie als Top-Manager tätig, sie arbeiten im Hauptberuf als Rechtsanwälte. Thomas Rabe ist als CEO von Bertelsmann der einzige Aufsichtsratsvorsitzende (Adidas), der zugleich ein Familienunternehmen führt. Und Simone Bagel-Trah (Henkel) ist immer noch die einzige weibliche Aufsichtsratsvorsitzende.

Das Durchschnittsalter der DAX-Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt 66,1 Jahre - mit 51 Jahren am unteren und 82 Jahren am oberen Ende des jeweiligen Spektrums. Neun von 30 haben Jura studiert, jeweils sieben Betriebswirtschaftslehre oder Ingenieurswissenschaften, zwei sind Mathematiker. Jeweils einmal liegen Abschlüsse in Biologie, Chemie, Physik, Nachrichtentechnik und Volkswirtschaftslehre vor. Zwei von drei Aufsichtsratschefs haben promoviert.

"Diversität beginnt stets in der Spitze", sagt Alexander Wink. "Wir brauchen in Deutschland mehr Frauen an der Spitze, mehr Lebensperspektiven, mehr Erfahrungen. Wir brauchen Aufsichtsräte, die wie Gründer und Unternehmer ihre Firmen stärker vom Produkt und Kunden als vom Prozess her denken. So wie die Stromlinienförmigkeit im Management in zunehmendem Maße verschwindet, so wird dieser Trend auch in den Aufsichtsräten in den nächsten Jahren spürbar Einzug halten. Unternehmen sollten überprüfen, ob sie alle relevanten Persönlichkeiten und notwendigen Kompetenzen in ihrem Spitzengremium zur Verfügung haben. Und lieber jetzt als morgen handeln: denn der Wettbewerb um die besten Produkte und Services ist kein nationaler. Er wird international entschieden."

Die Auswertung erfolgte im November 2020. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu Frau Xenia von Schröder auf: xenia.vonschroeder@kornferry.com

Über Korn Ferry

Korn Ferry ist ein globales Beratungsunternehmen für Organisation, Talent Management und Development sowie Executive Search. Wir helfen Unternehmen, ihre Geschäfts- und Talentstrategie zu synchronisieren, um Top-Performance zu erzielen. Dazu entwickeln wir neue Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten in den Organisationen unserer Klienten und helfen ihnen, mit den richtigen Menschen ihre Strategie mit Leben zu füllen. Wir beraten sie darin, wie sie diese Menschen ansprechend vergüten, persönlich entwickeln und langfristig motivieren können.

www.kornferry.com

Xenia von Schröder
Marketing and Communications

Korn Ferry (DE) GmbH
Barckhausstrasse 12 - 14
60325 Frankfurt am Main, Germany

Tel: +49 69 71670 139
Fax: +49 69 71670 129
Email: xenia.vonschroeder@kornferry.com
www.kornferry.com

Korn/Ferry (DE) GmbH Sitz: Amtsgericht Frankfurt HRB 76376 USt-IdNr. DE 114178714
Geschäftsführer: Hubertus Graf Douglas, Julian Slater, Peter L. Dunn

Please click the following link for an important electronic communications disclaimer: http://www.kornferry.com/Disclaimer
For information about how we protect and use personal information, please refer to our privacy policy: http://www.kornferry.com/PrivacyPolicy