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11.10.2018 – 08:33

Korn Ferry

Prognose 2019: Löhne werden real um 1 Prozent in Deutschland steigen

Prognose 2019: Löhne werden real um 1 Prozent in Deutschland steigen
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Prognose 2019: Löhne werden real um 1 Prozent in Deutschland steigen

Die Löhne in Deutschland werden im Jahr 2019 nominal um 2,9 Prozent durchschnittlich steigen. Im laufenden Jahr 2018 haben Angestellte im Durchschnitt nominal 2,6 Prozent mehr Gehalt bezogen. Die Reallohnsteigerungen sehen aufgrund einer konstanten Inflation dagegen anders aus. Zum dritten Mal in Folge können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im kommenden Jahr mit einer realen Lohnerhöhung von nicht mehr als ein Prozent rechnen. Das ist das Ergebnis der jährlichen Untersuchung der deutschen Gehaltszahlen durch die Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry.

- Chemie und Pharma planen die stärksten Gehaltserhöhungen 2019
- Bis zum Jahr 2030 könnten auf deutsche Unternehmen mehr als 176 Mrd. US-Dollar
  Mehrkosten für Löhne und Gehälter zukommen
- Beschäftigte in Transportbranche verdienen real weniger als im Vorjahr

Seit 1970 untersucht Korn Ferry jährlich branchenübergreifend Löhne und Gehälter in Deutschland. Basis der Untersuchung ist die Gehaltsdatenbank PayNet, die Gehaltsdaten von mehr als 20 Millionen Arbeitnehmern in 25.000 Unternehmen weltweit enthält. PayNet ist die weltweit größte Datenbank für Löhne und Gehälter.

Im laufenden Jahr werden die Lohnerhöhungen real bei 0,9 Prozent (prognostizierte Inflation 2018: 1,7 Prozent) liegen, nachdem im Jahr 2017 sogar nur 0,6 Prozent reale Gehaltssteigerungen verzeichnet worden sind (Nominalsteigerung: 2,4 Prozent; Inflation: 1,8 Prozent). 2019 sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Inflation von 1,9 Prozent heraus. Es bleibt ein Prozent realer Lohnzuwachs übrig.

Größere Unterschiede zwischen den Hierarchieebenen im Unternehmen lassen sich nicht feststellen. So prognostizieren die an der Studie teilnehmenden Unternehmen für das kommende Jahr 2,9 Prozent durchschnittliche Nominallohnerhöhungen für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter, 2,8 Prozent für leitende Angestellte und obere Führungskräfte.

Gesamtlohnkosten können bis 2030 um 176 Mrd. US-Dollar steigen

"Diese Untersuchung bildet die geplanten durchschnittlichen Erhöhungen auf Unternehmensebene ab", sagt Annette Goldhausen, Vergütungsexpertin bei Korn Ferry. "Gleichzeitig beobachten wir bei bestimmten Jobfamilien wie in der IT oder bei Ingenieursberufen seit längerem deutlich höhere Steigerungen der Gehälter. Das gilt ebenso für Arbeitnehmer, die ihre hierarchische Stellung verbessern oder extern rekrutiert werden. Diese Erhöhungen sind oft Teil individueller Verhandlungen und nicht Teil der allgemeinen Lohnsteigerungen, die hier abgebildet werden. Sie wirken sich auf die Gesamtkosten für Löhne und Gehälter aus, nicht jedoch auf die prognostizierten Gehaltsanstiege für das gesamte Unternehmen."

Das Korn Ferry Institute geht davon aus, dass diese Gesamtkosten aufgrund des Fachkräftemangels bis zum Jahr 2030 um 176 Mrd. US-Dollar steigen können, da der deutschen Wirtschaft 4,9 Millionen Arbeitskräfte bis dahin fehlen (vgl. Studien 'The Talent Crunch', 'The Salary Surge'). Annette Goldhausen sagt: "Unternehmen merken das bereits heute konkret in den Gehaltsverhandlungen von potenziell neu einzustellenden Kandidaten - sowohl bei Einsteigern als auch bei der Rekrutierung erfahrener Fach- und Führungskräfte."

Chemie, Pharma und Industrie planen stärkste Erhöhungen

Die stärksten Steigerungen plant 2019 die Chemieindustrie mit durchschnittlich 3,3 Prozent Nominallohnerhöhungen (+0,4 Prozen im Vergleich zur Erhöhung 2018), gefolgt von Health & Life Sciences mit 3,1 Prozent (+0,2) und Industriellen Gütern mit 2,9 Prozent (+0,3). Auch die Automobilindustrie will 2019 um 0,3 Prozent stärker erhöhen als im laufenden Jahr. Die Beschäftigten dort sollen auf ein nominales Gehaltsplus von 2,8 Prozent kommen. Die High-Tech-Unternehmen planen in 2019ähnliche Budgets wie in 2018. Die geringsten Gehaltszuwächse im nächsten Jahr, die bereits prognostiziert werden können, werden voraussichtlich die Beschäftigen in der Öl- und Gastindustrie (2,2 Prozent durchschnittlicher Nominalzuwachs) und im Bereich der Konsumgüter (2,4 Prozent) erhalten.

"Chemie und Pharma planen am optimistischsten mit Gehaltszuwächsen jenseits der drei Prozent", sagt Annette Goldhausen. "Bleibt es bei der prognostizierten Inflation werden die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer real mehr Geld im Portemonnaie haben."

Transport, Energie sowie Öl und Gas sind Schlusslichter

Real weniger Geld zur Verfügung haben in diesem Jahr bei 1,7 Prozent Inflationsprognose nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Transportsektor, die nicht tariflich gebunden sind. Dort sind die Löhne nominal nur um 1,5 Prozent durchschnittlich gestiegen. Daraus ergibt sich ein Minus von 0,2 Prozent.

Relativ betrachtet sieht es auch für die Beschäftigten bei Energieversorgern sowie in der Öl- und Gasindustrie nicht rosig aus: Die ermittelten durchschnittlichen Nominallohnsteigerungen 2018 liegen bei 1,9 Prozent. "Allerdings kommt die Öl- und Gas-Industrie von einem verhältnismäßig hohem Gehaltsniveau, was auch die geringen Gehaltsentwicklungen erklärt", sagt Annette Goldhausen. Transport, Energie sowie Öl und Gas Branchen bilden die Schlusslichter bei den Lohnerhöhungen. Dienstleistungen erzielen mit einer nominalen Steigerung von 2,1 Prozent ein Plus von 0,4 Prozent realem Lohnzuwachs.

'The Talent Crunch' & 'The Salary Surge':

https://futureofwork.kornferry.com

Über Korn Ferry

Korn Ferry ist ein globales Beratungsunternehmen für Organisation und Executive Search. Wir helfen Unternehmen ihre Geschäfts- und Talentstrategie zu synchronisieren, um Top-Performance zu erzielen. Dazu entwickeln wir neue Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten in den Organisationen unserer Klienten und helfen ihnen, mit den richtigen Menschen ihre Strategie mit Leben zu füllen. Wir beraten sie darin, wie sie diese Menschen ansprechend vergüten, persönlich entwickeln und langfristig motivieren können.

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