bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

"Diabetes zu Hause": Perspektiven für ambulante Pflegedienste
Buch-Veröffentlichung
Begleitende Fortbildungen des bpa

    Berlin (ots) -

    Ambulante Pflegedienste können und müssen in der Versorgung von Diabetikern eine größere Rolle spielen. Hierdurch gewinnen auch Disease-Management-Programme (DMP) an Wirkung, wenn Leistungen wie z. B. Anleitung und Feedback-Besuche, die von ambulanten Krankenpflegediensten erbracht werden (können), mit einbezogen werden. Dies sind Kernaussagen einer Buchveröffentlichung von Dr. O. Hamann, T. Peifer und U. Clasen zum Thema "Diabetes zu Hause", die jetzt neu im Mabuse-Verlag erschienen ist. "Am Beispiel von Untersuchungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein legen die Autoren mit eigenen, zum Teil bisher unveröffentlichten Daten dar, dass das Ziel einer medizinisch und sozial optimalen und zugleich kostengerechten Versorgung von Diabetikern bei weitem noch nicht erreicht ist", so Prof. Dr. med. W. Kerner, Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. "Sie weisen auch auf die Wege hin, wie dieses Ziel durch die Unterstützung geschulter Pflegedienste erreicht werden kann."

    Die Autoren belegen, welche Leistungen ein ambulanter Pflegedienst erbringen kann, um die Versorgung von Diabetikern im Hinblick auf die Selbstversorgung, Compliance und das Verhalten zu verbessern. Dr. O. Hamann, Direktorin des Instituts für Innovatives Gesundheitsmanagement (IIGM), das das voraus gegangene Forschungsprojekt begleitet hat: "Das vorliegende Buch vereint Daten und Fakten von Diabetikern, die an DMP teilnehmen, mit Situationsanalysen  von jenen, die im Rahmen der Behandlungspflege von ambulanten Diensten betreut werden. Zudem gibt es einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zu Diabetesbehandlung, Diabetesmanagement, der Situation ambulanter Dienste und zu den durch Diabetes verursachten Kosten."  

    Hintergrund ist ein Projekt des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) in Mecklenburg-Vorpommern: eine umfassende Qualitätsoffensive zum Thema "Insulintherapie als Leistung der ambulanten Krankenpflege". "Erste Ergebnisse zur Verbesserung der Versorgung und dessen ökonomischer Nutzen werden in dem Buch dargelegt", so der AOK-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, F. W. Bluschke. Einbezogen waren von Beginn an Ärzte, Pflegedienste, die AOK sowie das IIGM-Institut.

    "Die Fakten belegen, dass Pflegedienste, unterstützt durch Ärzte, die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige und kostengünstige Versorgung von Diabetikern zu Hause bieten, denn sie sind vor Ort präsent", so bpa-Geschäftsführer Bernd Tews. "Diabetiker sollten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Selbsthilfe, von den niedrigschwelligen Angeboten der Pflegedienste Gebrauch machen. Krankenkassen sollten die Kompetenz unserer Diabetes-Pflegefachkräfte in der Integrationsversorgung nutzen."

    Die Auswertung des Projekts liegt mit "Diabetes zu Hause" (172 S., Mabuse-Verlag, Frankfurt 2006, ISBN 3-938304-41-3) jetzt vor. Passend dazu bietet der bpa seinen Mitgliedern eine begleitende Qualifizierungsoffensive, im Rahmen derer sich Pflegefachkräfte zu Diabetes-Pflegefachkräften fortbilden können.

Für Rückfragen:

Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.

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