bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

"Haushaltsassistenz für die Pflege" - unterstützt Pflegealltag und verhindert Schwarzarbeit

    Wiesbaden (ots) - "Wir freuen uns, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung den Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen und damit den 'Jobmotor Pflege' fördern wird. Damit kann die hauswirtschaftliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen fortan durch qualifizierte ambulante Dienste mit dem eigenen Personal kostengünstig erbracht werden." Mit diesen Worten begrüßte Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und Vorsitzender in Rheinland-Pfalz, die Ankündigung der Landessozialministerin Malu Dreyer, "Haushaltsassistenzen für die Pflege" einzusetzen.

    Bernd Meurer: "Ich bin zuversichtlich, dass die verbliebene Lücke im Betreuungsbedarf somit auf legalem Wege geschlossen und der Schwarzarbeit in diesem Bereich ein Riegel vorgeschoben werden kann."

    Ab dem ersten Quartal 2006 soll die Assistenzkraft für die Pflege personen- und haushaltsbezogene Dienstleistungen für hilfebedürftige Menschen sowie deren Familien erbringen und stundenweise bei den ambulanten Diensten angefordert werden können. "Die Maßnahme schafft eine preisgünstige und legale Möglichkeit zur Entlastung, die das bereits vorhandene professionelle Versorgungsangebot der ambulanten Dienste ergänzt", so Malu Dreyer. Gleichzeitig erhielten arbeitslose Menschen eine Perspektive für eine neue Beschäftigung.

    Nach Angaben der Ministerin werden ca. 75% der rund 95.000 pflegebedürftigen Menschen in Rheinland-Pfalz zu Hause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt oder leben allein. Diesen stehe ein dichtes Netz an ambulanten Diensten zur Verfügung. Preisgünstige Angebote im niedrigschwelligen Betreuungsbereich zur Unterstützung pflegender Angehöriger fehlten aber bislang. "Viele betroffene Familien wählten daher den Weg in die Schwarzarbeit und engagierten eine illegale ausländische Hilfskraft", sagte die Ministerin mit Blick auf die boomende Schattenwirtschaft, die der bpa schon seit langem bekämpft. "Die Haushaltsassistenz professioneller Pflegedienste bietet den Menschen eine legale Alternative, die unseren hohen Qualitätsstandards entspricht."

    Die Haushaltsassistenz für die Pflege wird auch einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Arbeitslosigkeit leisten, denn das Angebot verfolgt das Ziel, vorerfahrenen Personen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsperspektive zu geben. Bernd Meurer: "Pflege und Betreuung bilden einen Wachstumsmarkt, dessen Bedeutung bislang viel zu gering geschätzt wurde. Dabei eignet sich die dynamische Entwicklung besonders, Arbeitssuchende bei entsprechender Neigung effektiv in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren."        Mit dem "Ihr-Service-Plus-Paket (ISE)" ermöglicht der bpa seinen Mitgliedsbetrieben bereits seit 2004, die Nachfrage zusätzlicher Dienstleistungen auch außerhalb der Finanzierungszuständigkeit der Sozialversicherungssysteme flexibel abzudecken. Damit werden auch weitere Beschäftigungspotentiale erschlossen. Bernd Meurer: "Bei erfolgreicher Integration in einen qualifizierten Pflegedienst können Langzeitarbeitslose eine berufliche Perspektive erhalten."

    Das bpa-Posititionspapier gegen Schwarzarbeit ist auf www.bpa.de     abrufbar.

Für Rückfragen:

Jutta Schier, Landesbeauftragte, Tel.:  06 11 / 34 10 79-0

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