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01.07.2005 – 12:41

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Psychiatrische Krankenpflege kann ab 1. Juli von Ärzten verordnet werden

    Berlin (ots)

    Verordnungsmuster für Ärzte noch unklar

    Seit Freitag, 1. Juli 2005 haben die Versicherten Anspruch auf Leistungen der psychiatrischen Krankenpflege. Diese Leistungen sollen z. B. demente oder schizophrene Patienten bei der Einsicht in die Behandlungsnotwendigkeit und in Krisensituationen unterstützen. Sie werden vom Arzt verordnet und von Pflegediensten erbracht. Bisher war allerdings unklar, auf welchem Formular der Arzt die Verordnung ausstellen kann. Eigentlich sollte es ein neues Muster 12 P geben. Allerdings konnte dazu nicht rechtzeitig eine Einigung zwischen den Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hergestellt werden.

    "Die KBV und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben aufgrund unserer Anfrage erklärt, dass die Verordnung der psychiatrischen Krankenpflege durch die Ärzte vorläufig auf dem bisherigen Muster 12 erfolgt. Durch diese Klarstellung können die Versicherten die neue Leistung ohne Verzögerung ab 1. Juli in Anspruch nehmen. Das begrüßen wir ausdrücklich" so Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). "Entscheidend ist nicht der Vordruck, auf dem der Arzt die Verordnung ausstellt. Entscheidend ist, dass die Patienten jetzt endlich die Leistungen der psychiatrischen Krankenpflege erhalten, auf die sie lange genug warten mussten."  

    Hintergrund der Verzögerung bei der Einführung des neuen Musters 12 P ist eine Prüfung durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz. Solange dessen Prüfung nicht abgeschlossen ist, soll Muster 12 P nicht eingeführt werden. Es erscheint unwahrscheinlich, dass dieses vor Beginn des folgenden Quartals (1. Oktober) passieren wird.

    "Wenn die Prüfung des Musters 12 P durch den Bundesdatenschutzbeauftragten dazu beiträgt, unnötige und rechtlich nicht zulässige Angaben auf dem Verordnungsblatt zu vermeiden, wäre dieses ein Gewinn für Patienten, Ärzte und Pflegedienste. Denn damit wäre dem Datenschutz gedient und unnötige Bürokratie würde verhindert" so Bernd Tews abschließend.

Pressekontakt:
Bernd Tews, 030 - 308 788 60

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