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06.02.2019 – 13:45

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Thüringen: Deutliches Gehaltsplus für Beschäftigte in der Altenpflege
Gehälter steigen im laufenden Jahr weit überdurchschnittlich

Erfurt (ots)

Für bis zu 8.000 Thüringer Beschäftigte in der privaten Pflege steigen die Löhne im laufenden Jahr weit überdurchschnittlich. Der bpa Arbeitgeberverband hat die Gehaltstabelle für Thüringen entsprechend angepasst. Sie ist Teil der tarifähnlichen Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die in den meisten der über 120 ambulanten thüringischen Pflegedienste im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bereits Anwendung finden. Mit der Steigerung liegt der Verdienst der Pflegekräfte weiter deutlich über dem Durchschnitt des Freistaats.

Die Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe des bpa, Margit Benkenstein, begrüßt die neue Gehaltstabelle: "Mit der Lohnsteigerung bleibt der Beruf attraktiv. Beim Einstiegsgehalt für eine Pflegefachkraft in Vollzeit liegen wir oberhalb vieler Tarifgehälter. Auch Pflegehilfskräfte verdienen dann mehr, als selbst der Pflegemindestlohn West vorsieht", so Benkenstein.

Möglich werden diese Lohnsteigerungen nicht zuletzt durch die Bereitschaft der Thüringer Pflege- und Krankenkassen, diese zu refinanzieren. "Gemeinsam haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen, die Landespolitik ebenso wie die Kostenträger und die Pflegeunternehmen. Thüringen ist für Pflegekräfte attraktiver geworden und die zukünftige pflegerische Versorgung unserer alten Menschen ein Stück sicherer", resümiert Benkenstein.

Die Einführung der Arbeitsvertragsrichtlinien im Jahr 2017 war laut Benkenstein ein wichtiges Instrument für die Pflegeeinrichtungen, um eine vernünftige Pflegevergütung mit den Pflege- wie Krankenkassen zu vereinbaren, um die Grundlage für die entsprechend höheren Gehälter zu ermöglichen. Die kommunalen Sozialhilfeträger in Thüringen haben sich auch 2019 dieser Vereinbarung zur Steigerung der Pflegevergütung für ambulante Pflegedienste nicht angeschlossen. "Daher können Pflegedienste, die mehr als 5 % Sozialhilfeempfänger versorgen, leider nicht davon profitieren", bedauert Benkenstein.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 250 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter, Tel.:
0361/653 86 88, www.bpa.de

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