bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Berufsbildungsbericht: And the winner is ... die Altenpflege
Altenpflegeausbildung hat höchste Steigerungsrate - und soll abgeschafft werden

Berlin (ots) - Im gerade veröffentlichten Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) steht es schwarz auf weiß: "Die Steigerung bei der Altenpflegeausbildung ist im Vergleich zu den Schülerzahlen in den anderen Berufen des Gesundheitswesens am höchsten ausgefallen." Die Ausbildungszahlen in fast allen anderen Bereichen sind eindeutig rückläufig. Damit ist bewiesen, dass die Altenpflege bei der Berufswahl junger Menschen ein echter Renner ist, besonders auch im Verhältnis zur Krankenpflege. Der Bericht straft das Gerede über fehlende Attraktivität und wenig reizvolle Rahmenbedingungen in der Altenpflege Lügen. Trotzdem soll das Berufsbild der Altenpflege, geht es nach dem Willen des Bundesfamilienministeriums, schon in naher Zukunft nicht mehr existieren. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), kann über die Pläne der Großen Koalition nur sein Unverständnis äußern: "Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflegeausbildung hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich um fünf Prozent erhöht. Dahinter liegen die anderen Pflegeberufe weit zurück. Die Zahlen des Ministeriums widerlegen die Argumente der Befürworter der Abschaffung der Altenpflege. Die Auszubildenden entscheiden sich sehr bewusst für einen konkreten Ausbildungsweg mit seinen spezifischen Inhalten - im Fall der Altenpflege für die Langzeitversorgung und -betreuung älterer Menschen", erläutert Meurer.

Der bpa ist überzeugt davon, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels ohne den spezialisierten Beruf des Altenpflegers/der Altenpflegerin nicht zu bestehen sind. Unmittelbare Folgen der Einführung einer "generalistischen Ausbildung" werden unter anderem ein verschärfter Fachkräftemangel und fachliche Qualitätsverluste aufgrund mangelnder Differenziertheit sein.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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