bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Private Pflegeunternehmen: Wirtschaftsfaktor und Pflegegarant in Mecklenburg-Vorpommern
Landtag: Informationsaustausch zur Pflege mit dem bpa

Schwerin (ots) - Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends im Schweriner Schloss mit rund 70 Teilnehmern informierten Vertreter des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) gestern über die herausragende wirtschaftliche Bedeutung von Pflegeunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern (MV). Zudem wurde anhand der Zahlen eindrücklich verdeutlicht: Ohne die privaten Anbieter ist die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in MV unmöglich.

Zunächst würdigte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider das Engagement der Mitgliedseinrichtungen und stellte fest: "Als Dachverband ist der bpa unverzichtbar. In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 320 Unternehmen im bpa organisiert. Sie betreuen circa 14.000 Pflegebedürftige und beschäftigen etwa 7.400 Mitarbeiter."

bpa-Präsident Bernd Meurer erläuterte in einem Impulsreferat, dass die meisten der bpa-Mitgliedseinrichtungen von Einzelpersonen geführte mittelständische Familienunternehmen sind, die mit ihrem sozialen und wirtschaftlichen Engagement bei entsprechendem unternehmerischem Risiko das Rückgrat der Versorgung bilden. "Da sie Tausende von Arbeitsplätzen sicherstellen, brauchen unsere Mitglieder Anreize und Unterstützung seitens der Regierung; ansonsten wird es schwer, in Zukunft die Versorgung zu gewährleisten", betonte er.

Die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern altert im Vergleich zu anderen Bundesländern überdurchschnittlich; entsprechend steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen: Während Bremen von 2009 bis 2030 mit einer Zunahme von 28 Prozent rechnen muss, liegt die Steigerungsrate in Mecklenburg-Vorpommern bei 55,9 Prozent. Gleichzeitig wandern aber Fachkräfte aus dem nordöstlichen Bundesland nach Hamburg oder Schleswig-Holstein ab.

Ulrike Kohlhagen, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der bpa-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, sieht es als elementare Aufgabe an, das im Land vorhandene Potenzial zu wecken. "Wir setzen uns nachhaltig für qualifizierte Ausbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten ein. Ziel ist es, Jugendliche in der Berufsfindungsphase sowie Ältere in der Berufsneuorientierung für die Altenpflege zu interessieren und für eine Ausbildung zu gewinnen. Die Vorteile des Pflegeberufes liegen auf der Hand: Er ist krisenfest, bietet Einsatzmöglichkeiten in der Nähe des Wohnorts, langfristige Aufstiegsmöglichkeiten und große persönliche Erfüllung", so Kohlhagen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden auch Handlungsfelder aufgezeigt. So gelte es beispielsweise, die Rahmenbedingungen in der stationären Pflege deutlich zu optimieren. "Wir wollen, dass mehr Personal finanziert wird, damit für die Versorgung der Pflegebedürftigen mehr Zeit bleibt und die Arbeitssituation der Pflegekräfte verbessert wird. Es gibt große Unterschiede in den Bundesländern, die nicht zu tolerieren sind. Bei Betrachtung der durchschnittlichen Pflegestufenverteilung stehen 100 Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern nur 30,83 Pflegekräfte zur Verfügung; in Bayern jedoch 41,27", so Ulrike Kohlhagen abschließend.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 350 in Mecklenburg-Vorpommern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Sven Wolfgram, Landesbeauftragter des bpa e.V. in
Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0172/415 49 35, www.bpa.de

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