Dr. Klein & Co. Aktiengesellschaft

Dr. Klein-Trendindikator "Baufinanzierung" (DTB)

Lübeck (ots) - Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG, kommentiert die Ergebnisse des DTB, berichtet über die aktuell wichtigsten Trends in der Baufinanzierung und setzt diese in den richtigen Kontext.

Gesamteinschätzung

Auch im September 2010 stehen die Zeichen gut für den Erwerb einer Immobilie. Die Wirtschaft erholt sich, der Arbeitsmarkt befindet sich nahezu in Vollbeschäftigung. Und die Finanzierungssituation spricht nach wie vor für die eigenen vier Wände. Doch die Baukosten sind leicht gestiegen und auch die Immobilienpreise haben in den vergangenen Monaten zugelegt. Wie lange die Möglichkeiten zur Finanzierung so günstig bleiben, ist ungewiss.

Standardrate

Durch das gesunkene Zinsniveau ist die Standardrate im September unter die Marke von 700 Euro gefallen und folgt damit dem Trend der vergangenen Monate. Aktuell liegt die monatliche Rate für ein durchschnittliches Darlehen bei 694 Euro. Damit bezahlen Kreditnehmer rund 12 Euro weniger für ihr Darlehen, als jene, die ihr Darlehen im Vormonat aufnahmen. Vergleicht man diesen Betrag mit demjenigen von September 2009, so ist das Durchschnittsdarlehen heute für monatlich rund 141 Euro weniger oder 17 Prozent günstiger zu haben.

Tilgungssatz

Auch beim Tilgungssatz setzt sich die Tendenz der Vormonate fort: Kunden nutzen ihre monatlichen Zinsersparnisse, um ihr Darlehen schneller zu tilgen. Betrug der durchschnittliche anfängliche Tilgungssatz im August noch 1,87 Prozent, so ist er im September um 4,3 Prozent auf 1,95 Prozent gestiegen. Gegenüber dem durchschnittlichen Vorjahreswert ist das eine Steigerung von 28,3 Prozent. Damit liegt der durchschnittliche Tilgungssatz nahezu bei den von Experten aktuell empfohlenen mindestens 2 Prozent.

Sollzinsbindung

Lange Sollzinsbindungen sind immer beliebter und das aus gutem Grund. Wer eine Zinsbindung von 20 Jahren und mehr wählt, kann sich das aktuell gute Konditionsniveau langfristig sichern. Aufgrund des sehr günstigen, heutigen Zinsniveaus, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich eine lange Zinsbindung lohnt. Zudem gewinnt der Kreditnehmer damit auch eine langfristige Planungssicherheit über seinen Zahlungsfluss. Ein 30-jähriges Darlehen muss man aber nicht über 30 Jahre zurückführen. Wer seinen Kredit früher ablösen will, hat dazu ab 10 Jahren nach Vollauszahlung ein gesetzlich festgelegtes Kündigungsrecht. Durchschnittlich wurden im September 2010 um 5 Monate längere Sollzinsbindungen vereinbart, als im August 2010. Dies entspricht einer Steigerung von 4,72 Prozent. Verglichen mit den Durchschnittwerten des Vorjahres beträgt die Steigerung sogar ein Jahr und 8 Monate oder 17,7 Prozent.

Darlehenshöhe

Der Trend zu höheren Darlehensbeträgen hält weiterhin an, wenngleich er im Vergleich zum Vormonat etwas abgenommen hat. Gegenüber dem August erhöhte sich das durchschnittliche Darlehen um 1.346 Euro auf rund 149.000 Euro. Dies entspricht einer Zunahme von einem Prozent, was deutlich geringer ist als der Anstieg von 3,04 Prozent im August. Hierin spiegeln sich die gestiegenen Immobilienpreise wieder.

Beleihungsauslauf

Aufgrund der niedrigen Zinskonditionen lohnt es sich für viele Kreditnehmer, ihre Darlehen umzuschulden. Denn mit einem Forward-Darlehen kann man sich bereits heute das günstige Zinsniveau für die Anschlussfinanzierung sichern. Da in diesem Fall schon einen Teil der Gesamtschuld abbezahlt ist, fällt der Kreditanteil am Objektwert ebenfalls geringer aus. Dies führt unter anderem dazu, dass der durchschnittliche Beleihungsauslauf über alle Darlehen im vergangenen Jahr gesunken ist. War er vor einem Jahr noch bei rund 80 Prozent (September 2009), so liegt er heute bei 77 Prozent.

Darlehensarten

Der Anteil von Forwardfinanzierungen ist im September deutlich um 29 Prozent gestiegen und beträgt jetzt insgesamt 17,8 Prozent des Gesamtmarktes. Gleichzeitig ist der Anteil an Finanzierungen mit festen und variablen Darlehen und mit KfW-Darlehen gesunken. Zurückzuführen ist dies auf die steigende Akzeptanz des Produktes Forward-Darlehen und die sehr günstigen Rahmenbedingungen. Der Anteil hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Über den Dr. Klein-Trendindikator "Baufinanzierung" (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnittszinssätze, ermöglicht es die Standardrate dem Privatkunden die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

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