Greenpeace Energy eG

"Keine Pro-Atom-Propaganda mit unseren Beiträgen"
Ökostromanbieter Greenpeace Energy wehrt sich gegen energiepolitische Aussagen des Industrie- und Handelskammertages

Hamburg (ots) - Gegen einen Pro-Atom-Kurs des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) will sich der Ökostromanbieter Greenpeace Energy mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren. Hintergrund ist ein Papier des Umweltausschusses in der DIHK, das im "Gesamtinteresse der Wirtschaft" längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert. Das Papier soll voraussichtlich noch im Juni als offizielle DIHK-Position beschlossen werden.

"Eine solche Haltung widerspricht den langfristigen Interessen unserer Volkswirtschaft und schadet insbesondere zahlreichen Unternehmen, die sich für erneuerbare Energien engagieren", betont Greenpeace Energy-Vorstand Robert Werner. Angesichts des "Kammerzwangs", der Unternehmen zur Mitgliedschaft in einer Handelskammer verpflichtet, sei eine einseitige Parteinahme in der Energiepolitik zugunsten einiger weniger Großunternehmen "ein Skandal", so Werner: "Wir werden nicht hinnehmen, dass die DIHK mit unseren Mitgliedsbeiträgen Pro-Atom-Propaganda macht." Der DIHK sei zumindest zur energiepolitischen Neutralität verpflichtet

Greenpeace Energy hat der Handelskammer am Unternehmenssitz Hamburg eine entsprechende Protestnote zukommen lassen. Außerdem schrieb die Energie-Genossenschaft ihre Gewerbekunden an, die ebenfalls Mitglied in einer Industrie- und Handelskammer sind. Der Brief fordert die Unternehmen auf, sich dem Protest gegen einen Pro-Atom-Kurs der DIHK anzuschließen. Als zweitgrößter unabhängiger bundesweiter Ökostromanbieter Deutschlands versorgt Greenpeace Energy rund 95.000 Kunden, darunter 6.000 Gewerbekunden. Weitere Unternehmen, aber auch Privatpersonen, können sich dem Protest über die Online-Unterschriftensammlung auf www.greenpeace-energy.de anschließen. Das DIHK-Papier, auf das sich der Protest bezieht, ist dort ebenfalls dokumentiert.

Neben längeren AKW-Laufzeiten fordert der DIHK-Umweltausschuss weitere energiepolitische Maßnahmen, die einer Energiewende und dem Aufbau einer umweltfreundlichen Stromversorgung massiv entgegenstehen. So solle die Bundesregierung für die Akzeptanz neuer Kohlekraftwerke werben und keine Vorgaben machen, die zur Einsparungen beim Energie- und Stromverbrauch führen würden. Investitionen in erneuerbare Energien sollen begrenzt und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Prüfstand gestellt werden. "Diese Forderungen sind völlig unverantwortlich", sagt Greenpeace Energy-Vorstand Werner, "und die Behauptung, dass solche Forderungen auch noch im Namen der gesamten deutschen Wirtschaft gestellt werden, ist eine unverfrorene Frechheit, die wir nicht hinnehmen werden."

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