SOS-Kinderdörfer weltweit

Die SOS-Kinderdörfer in Pakistan nehmen Kinder aus dem Erdbebengebiet auf
SOS-Rettungsteams suchen nach Kindern, die durch das Beben ihre Eltern verloren haben

    Islamabad/München - Die ersten Kinder aus der pakistanischen Erdbebenregion sind im Notaufnahmezentrum der SOS-Kinderdörfer in Rawalpindi bei Islamabad angekommen. Derzeit befinden sich dort 40 Kinder, von denen die meisten beide Eltern durch das Beben verloren haben, sowie vier verwitwete Mütter mit ihren Kindern. Die SOS-Einrichtungen in Pakistan sind bereit, in den nächsten Wochen mehrere hundert verlassene Kinder aus dem Katastrophengebiet aufzunehmen. Um hilfsbedürftige Kinder ausfindig zu machen und in Sicherheit zu bringen, haben die SOS-Kinderdörfer Such- und Rettungsteams im Einsatz.

    Die Such- und Rettungsteams bestehen jeweils aus einem Arzt, zwei Schwestern und einem Labortechniker. In und um die Stadt Muzzafarabad, die sich im Zentrum des Bebens befand und weitgehend zerstört wurde, suchen sie in Feldspitälern und Camps nach unbegleiteten Kindern sowie nach allein stehenden Müttern.

    Verletzte Kinder werden aus Muzzafarabad ausgeflogen, unverletzte werden in Begleitung der Krankenschwestern über den Landweg nach Rawalpindi gebracht. Am nächsten Tag machen sich die Krankenschwestern wieder auf den Weg nach Muzzafarabad, um weitere Kinder, die dringend Hilfe benötigen, ausfindig zu machen.

    In dem SOS-Notaufnahmezentrum in Rawalpindi betreuen SOS-Mitarbeiter die Kinder medizinisch und psychologisch. Therapeutische Programme, basierend auf Spielen, Malen und Zeichnen, sollen den traumatisierten Jungen und Mädchen helfen, das Erlebte aufzuarbeiten. "Im Moment geht es vor allem darum, dass die Kinder sich sicher und geborgen fühlen", sagt Safia Awan, Vizepräsidentin der SOS-Kinderdörfer in Pakistan und Projektleiterin der SOS-Nothilfe für die Erdbebenopfer.

    Das SOS-Notaufnahmezentrum kann bis zu 100 Kinder beherbergen. Die sieben bestehenden SOS-Kinderdörfer in Pakistan sind außerdem bereit, jeweils 50 weitere Kinder aufzunehmen. Nach der Provinz-Regierung von Kaschmir hat inzwischen auch Shaukat Aziz, der Premierminister von Pakistan, die SOS-Kinderdörfer ermächtigt, unbegleitete Kinder aus der Erdbebenregion aufzunehmen.

    Unterdessen gehen die SOS-Hilfslieferungen für die Erdbebenopfer in der Region von Muzzafarabad weiter. So haben die SOS-Kinderdörfer Impfstoffe und schmerzstillende Lokal-Anästhetika ins Katastrophengebiet gebracht.

    Derzeit gibt es in Pakistan sieben SOS-Kinderdörfer, die Kindern in Not ein Zuhause bieten. Das erste SOS-Kinderdorf besteht seit 1977 in Lahore, die anderen befinden sich in Dhodial, Karachi, Multan, Faisalabad, Sargodha und Rawalpindi. Außerdem gibt es sechs SOS-Jugendeinrichtungen, sieben SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, vier SOS-Berufsbildungszentren, vier SOS-Sozialzentren, zwei SOS-medizinische Zentren und ein SOS-Nothilfeprogramm für afghanische Flüchtlinge.

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