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18.05.2004 – 13:38

SOS-Kinderdörfer weltweit

SOS-Klinik in Somalia schließt vorübergehend

    Mogadischu/München (ots)

Die SOS-Nothilfeklinik in Mogadischu muss vorübergehend schließen, nachdem gegen Ärzte und Schwestern Morddrohungen ausgesprochen wurden. Die SOS-Klinik war das einzige Krankenhaus in Mogadischu, in dem die Patienten kostenlos behandelt wurden.

    Grund für die Schließung sind massive Morddrohungen gegen das Klinikpersonal. Die Drohungen gehen von der Familie einer Frau aus, die vor drei Wochen in der SOS-Nothilfeklinik behandelt wurde. Der Arzt musste bei der lebensrettenden Operation die Gebärmutter der schwangeren Frau entfernen. Das Kind war bereits seit längerem tot. Die Familie erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Arzt, da die Frau aufgrund der Operation keine Kinder mehr bekommen kann. Die Familienmitglieder verlangen 50 Kamele als Entschädigung und setzen das Klinikpersonal unter Druck.

    Der Islamische Gerichtshof in Mogadischu hat unterdessen angeboten, den Fall anzuhören. Die Familie lehnt dies jedoch ab. Auch religiöse Führer und Gemeindevorsteher bemühen sich zu vermitteln. "In den bisherigen Fällen, in denen unsere Mitarbeiter bedroht wurden, hat die örtliche Gemeinde immer dazu beigetragen, eine Lösung zu finden", sagt Willy Huber, Regionalleiter der SOS-Kinderdörfer in Ostafrika. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Problem bald lösen und das Hospital wieder geöffnet werden kann", so Huber weiter. In dem in Somalia vorherrschenden Klima von Instabilität und Gesetzlosigkeit eskalieren solche Auseinandersetzungen regelmäßig zu größeren Krisen, Kidnapping von Mitarbeitern und gewalttätige Übergriffe inbegriffen. Vor wenigen Jahren gab es bereits einen Entführungsfall in der Klinik und erst im vergangenen November wurden zwei SOS-Mitarbeiter an einer Schule im benachbarten Somaliland erschossen.

    Die SOS-Nothilfeklinik in Mogadischu verfügt bis heute über die einzige funktionierende Geburtenstation und gynäkologische Abteilung in Somalia. Schwangere Frauen und Mütter mit ihren Kindern aus ganz Somalia und dem benachbarten Äthiopien nehmen oft tagelange Märsche auf sich, um zur Klinik zu gelangen, an der bis zu 260.000 Behandlungen pro Jahr durchgeführt werden. In der pädiatrischen Abteilung werden jährlich mehr als 111.000 Kinder behandelt und Leben gerettet. Die SOS-Nothilfeklinik in Mogadischu ist die einzige der somalischen Hauptstadt, in der Patienten gebührenfrei behandelt werden.

ots Originaltext: SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen:
SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Kommunikation
Tel.: 089/179 14-261 bis -264,
Fax:  089/179 14-260
e-mail: kommunikation@sos-kinderdoerfer.de
Homepage: http://www.sos-kinderdoerfer.de

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit, übermittelt durch news aktuell

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