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25.07.2003 – 10:45

SOS-Kinderdörfer weltweit

"Es gibt keine Worte für das, was in Monrovia passiert"
Über 8.000 Menschen suchen Schutz im SOS-Kinderdorf Monrovia in Liberia

    Monrovia/München (ots)

Laut jüngsten Berichten von SOS-Kinderdorf in Liberia, wird die Situation in Monrovia von Tag zu Tag unerträglicher. Hunderte zivile Opfer sind bereits zu beklagen. Auf dem SOS-Kinderdorf-Gelände steigt die Zahl der Flüchtlinge ständig an. Über 8.000 Menschen suchen derzeit Schutz im SOS-Kinderdorf Monrovia.

    Die Lage für die Menschen zwischen den Bürgerkriegsfronten in Monrovia wird immer verzweifelter. George Kordahi, der Leiter von SOS-Kinderdorf Liberia, schildert in seinem letzten Bericht die Situation der Zivilbevölkerung in der Hauptstadt:

    "Es gibt keine Worte für das, was hier in Monrovia passiert. Innerhalb einer Woche forderten die Kämpfe zwischen LURD-Rebellen und Regierungssoldaten eine Vielzahl an Toten und Verletzten. Der wahllose Granatenbeschuss durch die Rebellen, die die Stadt unter ihre völlige Kontrolle bringen wollen, fordert so viele Opfer, dass offizielle Stellen sie nicht mehr zählen können. Die wenigen Hilfsorganisationen, die noch vor Ort sind, sind komplett überfordert, geben aber weiter ihr Bestes. Die Gefechte sind so heftig, dass niemand auf die Straße gehen kann, um Essen aufzutreiben.

    Im SOS-Kinderdorf in Monrovia halten sich derzeit über 8.000 Menschen auf. Dank der acht Brunnen auf unserem Grundstück können die Flüchtlinge mit genügend sauberem Wasser versorgt werden. Ein "SOS-Reinigungsteam" kümmert sich um die Sauberkeit der sanitären Anlagen und beseitigt Abfall, um die Seuchengefahr einzudämmen. Die Klinik ist im Vollbetrieb. Sechs Krankenschwestern, ein Arzt und neun zusätzliche Helfer versuchen, die Situation unter Kontrolle zu halten."

    Das SOS-Kinderdorf, sowie der SOS-Kindergarten und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule sind durch die tausende Flüchtlinge an den Grenzen ihres Fassungsvermögens. Jeder Winkel des Grundstücks wird genutzt. Durch die zehn Jahre Bürgerkrieg haben die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter gelernt mit Extremsituationen umzugehen. Die Solidarität unter den Mitarbeitern und SOS-Jugendlichen gibt den moralischen Zusammenhalt unter diesen immensen psychischen Belastungen.

    George Kordahi appelliert an die internationale Gemeinschaft: "Wir hoffen und beten, dass endlich Friedenstruppen ins Land kommen, um dieses Chaos zu beenden, bevor es zu spät ist."


ots Originaltext: SOS-Kinderdörfer weltweit / Hermann-Gmeiner-Fonds
Deutschland e.V.
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