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07.08.2012 – 16:29

Industrieverband Agrar e.V. (IVA)

Erntezeit im Sommer
Schädlinge und Pflanzenschutz

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Frankfurt/Main (ots)

Moderierter Beitrag kurz (Länge ca. 1,30 min) Ernte, Schädlinge und Pflanzenschutz

(Musik/Uhrzeit/Station-ID) - Vorschlag zur Anmoderation 
In diesen Wochen fahren die Landwirte ihre Ernte ein. Während es im 
Frühsommer bei Spargel und Erdbeeren unterdurchschnittliche Erträge 
gab, rechnen die Bauern beim Weizen und auch bei Kartoffeln mit guten
Ernten. Obwohl Landwirte wie Wolfgang Bergermann aus Ratingen bei 
Düsseldorf auch mit Problemen fertig werden müssen. 

O-Ton Landwirt Bergermann: Wenn feuchtwarmes Wetter ist gerade beim Weizen, dass wir dann Pilzbefall bekommen. Dann kamen auch, als es wärmer wurde, die ersten Läusekolonien. Vor allem müssen Sie etwas tun, um beim Weizen die Ähren gesund zu halten, damit da keine Fusariumpilze rein kommen, die für uns schädlich sein können, weil sie kein vernünftiges Erntegut erzeugen lassen. (22 sec)

Moderator: Ohne Pflanzenschutz können Ertragsverluste von über 50 Prozent auftreten. Ein extremes Beispiel ist die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln. Ein hartnäckiger Pilz, dem wirksam nur mit Pflanzenschutzmitteln beizukommen ist. Deren Einsatz wird von den Behörden überwacht. Zum Beispiel durch Dr. Carolin von Kröcher. Die Chefin im Pflanzenschutzamt Niedersachsen achtet darauf, dass die Bauern die strengen Vorschriften des deutschen Pflanzenschutzgesetzes einhalten.

O-Ton Frau Dr. von Kröcher: Dort ist auch geregelt, wenn jemand gegen das Gesetz verstößt, zum Beispiel einen Gewässerabstand nicht einhält, mit einer Ordnungswidrigkeit belegt werden kann. Und die kann im schlimmsten Fall 50.000 Euro betragen. (12 sec)

Moderator: Unangemeldet ziehen die Mitarbeiter Stichproben auf Höfen und Feldern. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft ist notwendig und sinnvoll, sagt Harald von Witzke. Er ist Professor für internationalen Agrarhandel an der Humboldt-Uni in Berlin. In einer Studie hat er Weizen, Gerste und Roggen untersucht, dabei berechnet:

O-Ton Herr Prof. von Witzke: Wenn wir in Deutschland auf Fungizide verzichten würden, dann würde das bedeuten, dass der Ertrag pro Hektar um 10 Dezitonnen zurückgeht, das sind etwa 12 Prozent. Wenn wir ganz auf modernen Pflanzenschutz verzichten würden, würde der Ertrag um 37 Dezitonnen je Hektar nach unten gehen. Das wäre fast eine Halbierung der Erträge. (17sec)

Doch weltweit werden künftig mehr Nahrungsmittel benötigt. Wissenschaftler wie Prof. von Witzke warnen jedoch:

O-Ton Herr Prof. von Witzke: Die Ausdehnung der landwirtschaftlichen Nutzflächen trägt mehr zum Klimawandel bei als die weltweite Industrieproduktion. Deshalb ist es so wichtig, eine produktive Landwirtschaft zu haben. Und der moderne Pflanzenschutz ist integraler Teil einer solchen Landwirtschaft. (14 sec)

Moderierter Beitrag lang (Länge ca. 4 min)

Erntezeit in Deutschland

(Musik/Uhrzeit/Station-ID)- Vorschlag zur Anmoderation In diesen Wochen fahren die Landwirte ihre Ernte ein. Während das unbeständige Wetter im Frühsommer Spargel und Erdbeeren zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt hat, rechnen die Bauern beim Weizen und auch bei Kartoffeln mit guten Erträgen.

Obwohl Landwirte wie Wolfgang Bergermann aus Ratingen bei Düsseldorf reichlich mit Problemen zu kämpfen haben:

O-Ton Landwirt Bergermann: Wenn feuchtwarmes Wetter ist gerade beim Weizen, dass wir dann Pilzbefall bekommen. Dann kamen auch, als es wärmer wurde, die ersten Läusekolonien. Vor allem müssen Sie etwas tun, um beim Weizen die Ähren gesund zu halten, damit da keine Fusariumpilze rein kommen, die für uns schädlich sein können, weil sie kein vernünftiges Erntegut erzeugen lassen. (22 sec)

Moderator: Ohne gezielten Pflanzenschutz können Ertragsverluste von bis zu 70 Prozent entstehen. Ein extremes Beispiel ist die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln. Dr. Carolin von Kröcher ist Chefin im Pflanzenschutzamt Niedersachsen in Hannover:

O-Ton Frau Dr. von Kröcher: Die Kraut- und Knollenfäule - eine Pilzkrankheit. Die muss bekämpft werden. Ansonsten gibt es Totalausfall, weil die sich so schnell ausbreitet, wenn die Witterung gut ist, dass auch nichts mehr zu retten ist. (13 sec). Wenn der Befall ein bestimmtes Maß überschritten hat, hilft auch der beste Pflanzenschutz nicht mehr. Man kriegt die Blätter nicht mehr grün. Man muss also relativ früh anfangen. (10 sec)

Moderator: Das bedeutet: Fungizide - also Mittel zur Pilzbekämpfung - müssen die Ernte retten. Dabei gibt es biologische wie chemische Wirkstoffe, um den Schädlingspilz abzutöten. Aber wer nun glaubt, ein Landwirt kann auf dem Feld so viel herum sprühen, wie er will, der täuscht sich. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist streng geregelt und wird durch die Landwirtschaftskammern kontrolliert; auch Carolin von Kröcher schickt ihre Mitarbeiter los.

O-Ton Frau Dr. von Kröcher: Jedes Pflanzenschutzmittel, was verwendet wird, muss erst mal eine Zulassung haben. Dann ist vorgeschrieben die Aufwandmenge, also wie hoch darf ich es einsetzen. Es ist vorgeschrieben der Anwendungszeitraum - wann darf ich es einsetzen. Ob ich es in Getreide oder Kartoffeln einsetzen darf. In welcher Menge, an welchen Schaderregern. (19 sec)

Moderator: Die Stichproben auf Höfen und Feldern erfolgen oft unangemeldet. Was Landwirte dürfen und was sie nicht dürfen, ist genau festgelegt im deutschen Pflanzenschutzgesetz.

O-Ton Frau Dr. von Kröcher: Dort ist auch geregelt, dass wenn jemand gegen das Gesetz verstößt, zum Beispiel einen Gewässerabstand nicht einhält, mit einer Ordnungswidrigkeit belegt werden kann. Und die kann im schlimmsten Fall 50.000 Euro betragen. (12 sec)

Moderator: Wenn der Landwirt Pflanzenschutzmittel richtig einsetzt, schützt er seine Ernte vor erheblichen Verlusten. Das ist auch wissenschaftlich belegt. Harald von Witzke ist Professor für internationalen Agrarhandel an der landwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin. Er hat für eine Studie Weizen, Gerste und Roggen untersucht, dabei berechnet:

O-Ton Herr Prof. von Witzke: Wenn wir in Deutschland auf Fungizide verzichten würden, dann würde das bedeuten, dass der Ertrag pro Hektar um 10 Dezitonnen zurückgeht, das sind etwa 12 Prozent. Wenn wir ganz auf modernen Pflanzenschutz verzichten würden, würde der Ertrag um 37 Dezitonnen je Hektar nach unten gehen. Das wäre fast eine Halbierung der Erträge. (17sec)

[Bei den Kartoffeln würden die Erträge um rund 70 Prozent zurückgehen Das entspricht einem Rückgang von gut 110 Tonnen je Hektar. (10 sec)]

Moderator: Die Untersuchung kommt zu dem Schluss: Weniger Ernteertrag bedeutet für uns Verbraucher steigende Preise. Zum Beispiel bei Mehl, Brot und Kartoffeln. Was hinzukommt: die Weltbevölkerung wächst, die Landwirtschaft muss immer mehr Menschen satt machen.

O-Ton Herr Prof. von Witzke: Der Bedarf der Welt an Nahrungsgütern wird sich in der ersten Hälfte des 21.Jahrhunderts verdoppeln. Wir können versuchen, diesen rasch wachsenden Bedarf zu decken, indem wir die Flächen ausdehnen oder indem wir auf den vorhandenen Flächen mehr produzieren. Mit modernem Pflanzenschutz gelingt es, auf vorhandenen Flächen mehr zu produzieren. (20 sec)

Moderator: Das bringt den Landwirten schließlich auch mehr in die Haushaltskasse. Beim Verzicht von Fungiziden würde auf jedem Bauernhof mindestens ein Monatslohn wegfallen; auch das belegt die Studie der Humboldt-Universität. Für Landwirt Bergermann vom Niederrhein steht deshalb fest:

O-Ton Landwirt Bergermann: Ohne den Pflanzenschutz können wir die Qualitäten heute nicht erreichen, die von uns auch gefordert werden. Nämlich nur wenn wir Qualitäten erzeugen, bekommen wir auch das Geld dafür. Dass das alles in einer bestimmten Relation zueinander steht und damit auch zu einem guten Produkt führt, was der Verbraucher ja heute auch haben möchte. (19 sec)

Das Tonmaterial kann honorarfrei verwendet werden. Sendemitschnitt bitte an ralf.maushake@ketchumpleon.com.

Pressekontakt:

Martin May
Industrieverband Agrar e. V. ( IVA )
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mainzer Landstraße 55
60329 Frankfurt am Main

Telefon: +49 69 2556-1249
Fax: +49 69 2556-1298
Mobil: +49 151 54 41 76 92
E-Mail: may.iva@vci.de
Internet: http://www.iva.de

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