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11.10.2019 – 13:08

Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.

Türkei-Offensive in Syrien - Syrien-Experte für Interview - Statement

Türkei-Offensive in Syrien - Syrien-Experte für Interview - Statement
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"Die bereits angespannte humanitäre Lage im Land verschlechtert sich weiter. Die Grenzregion war bisher relativ stabil, sie bot Menschen aus anderen Regionen Zuflucht und erste geflohene Familien konnten hier bereits zurückkehren. All das ist jetzt stark gefährdet." Kayu Orellana, Teamleiter Region Nahost bei der Hilfsorganisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" sieht die Lage aufgrund der Kampfhandlungen stark gefährdet.

Kayu Orellana, Teamleiter Region MENA bei der Hilfsorganisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" sieht die Lage aufgrund der Kampfhandlungen stark gefährdet:

"Die bereits angespannte humanitäre Lage im Land verschlechtert sich weiter. Die Grenzregion war bisher relativ stabil, sie bot Menschen aus anderen Regionen Zuflucht und erste geflohene Familien konnten hier bereits zurückkehren. All das ist jetzt stark gefährdet. Etwa 65.000 Menschen sind bereits durch die Offensive zusätzlich auf der Flucht im Land. Zwei der fünf Vertriebenencamps, die wir versorgen sind durch die Kampfhandlungen nicht zu erreichen. Überlandreisen in der Region sind aufgrund des Erstarkens des IS nicht mehr sicher. Glücklicherweise haben wir kurz vor dem Start der türkischen Offensive noch mal Hilfsgüter in den beiden betroffenen Camps verteilt. Aber der Winter naht und die Familien in den Camps sind nun umso mehr auf Unterstützung angewiesen. Etwa 400.000 Menschen sind unmittelbar betroffen, sie leben im Grenzgebiet - ein Pulverfass, wenn die Kampfhandlungen nicht schnellstmöglich eingestellt werden."

Help - Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt bereits die ersten nach der Offensive geflohenen Menschen in vier Schulen in der Stadt Hasake.

Herr Orellana, Experte für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz, war während der Krise in Syrien und koordinierte dort die Syrien-Projekte für Help. Anbei finden Sie auch ein Bild von Herrn Orellana.

Sandra Schiller
Pressesprecherin

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