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Finger weg vom „jungen und dynamischen Team“: Wenn Stellenanzeigen zur Klage führen

Finger weg vom „jungen und dynamischen Team“: Wenn Stellenanzeigen zur Klage führen
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Medienmitteilung

Finger weg vom „jungen und dynamischen Team“:

Wenn Stellenanzeigen zur Klage führen

Bremen, 22.09.2021. Wer heute auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist, sollte in den Stellenausschreibungen auf inklusive und geschlechtsneutrale Sprache achten. Denn fehlerhafte Formulierungen können juristische Folgen haben. Warum, weiß die Arbeitsrechtskanzlei Wittig Ünalp.

„Kräftiger junger Mann gesucht“ – Formulierungen wie diese in Stellenanzeigen können teuer werden. Denn: Abgelehnte Bewerberinnen und Bewerber könnten sich diskriminiert fühlen und sich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, berufen. Das Gesetz soll gewährleisten, dass Menschen keine „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ erfahren.

Entschädigungszahlungen von bis zu drei Monatsgehältern

Wird aufgrund einer fehlerhaften Formulierung geklagt, muss der Arbeitgebende beweisen, dass die Entscheidung, die Bewerberin oder den Bewerber abzulehnen, nicht aufgrund diskriminierender Kriterien getroffen wurde. „Das ist oft ein schwieriges Unterfangen“, weiß Maximilian Wittig, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Kanzlei Wittig Ünalp. „Deshalb sollten sich Unternehmen bei der Formulierung der Ausschreibungen auch mit inklusiver Sprache auseinandersetzen. Eine erfolgreiche Klage kann zwar keine Einstellung erzwingen, aber zu Entschädigungszahlungen von bis zu drei Monatsgehältern führen.“

Alter und Sprachkenntnisse

Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind stolz auf ihr junges und dynamisches Team. Nicht selten wird damit auch in Stellenausschreibungen geworben. Doch beim Verweis auf das junge Team und die Suche nach dazu passenden Kolleginnen und Kollegen ist Vorsicht geboten. „Stellenausschreibungen sollten sich nie auf das Alter der potenziellen Bewerberinnen und Bewerber beziehen“, rät Maximilian Wittig. Vorsichtig sollten Unternehmen auch bei der Suche nach Personal mit einer bestimmten Muttersprache sein. „In diesem Fall empfiehlt es sich, ausgezeichnete Sprachkenntnisse zu fordern.“

„AGG-Hopper“

Das Antidiskriminierungsgesetz führt auch zum Phänomen der „AGG-Hopper“. Es bezeichnet Bewerberinnen und Bewerber, die ohne ernsthaftes Interesse am Unternehmen, fehlerhafte oder missverständliche Stellenausschreibungen suchen, um nach einer Ablehnung durch das Unternehmen eine Entschädigung zu fordern. „Wer sich bei der Formulierung der Stellenausschreibungen unsicher ist, sollte sich lieber juristisch beraten lassen“, rät Maximilian Wittig.

Weitere Informationen unter www.ra-wittig.de.

Über Wittig Ünalp:

Die Wittig Ünalp Rechtsanwälte PartGmbB gehört zu den größten Kanzleien für Arbeitsrecht in Deutschland. Sie wurde 1998 gegründet und berät vornehmlich Unternehmen und Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsrechts. Für die Kanzlei arbeiten mehr als 35 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, davon 18 Fachanwältinnen und Fachanwälte für Arbeitsrecht. Wittig Ünalp ist deutschlandweit tätig und unterhält Standorte in Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Köln, München und Nürnberg. www.ra-wittig.de

Medienkontakt:

Christoph Kommunikation
Telefon: 040 609 4399-30 wittig-uenalp@christoph-kommunikation.de
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