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30.09.2020 – 07:50

Kearney

Menstruation: eine ungenutzte Chance für Unternehmen

Menstruation: eine ungenutzte Chance für Unternehmen
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Eine fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema Menstruation kostet Unternehmen allein in der EU jährlich über 100 Milliarden Euro. Unternehmen, die sich an das Thema heranwagen, können in den Bereichen Produktivität und Human Resources profitieren.

"Mehr als 25 Prozent der Frauen in Deutschland und den USA haben das Gefühl, dass sie wegen Menstruationsbeschwerden nicht offen nach einer Auszeit fragen können und stattdessen andere Ausreden finden müssen. Fast 40 Prozent der deutschen Frauen fühlen sich in sozialen Situationen unwohl. Und das schwächt die Produktivität am Arbeitsplatz: 32 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass sie während ihrer Menstruation sehr viel unproduktiver sind", so Carsten Gerhardt, Partner bei Kearney und Co-Autor einer neuen Studie, die u.a. untersucht, wie sich die fehlende Auseinandersetzung mit dem Tabu-Thema Menstruation auf Unternehmen auswirkt.

Kearney hat gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation WASH United 600 Frauen und Mädchen und 300 Männer in Deutschland und den USA zum Umgang mit Menstruationshygiene befragt.

Einer holländischen Studie zufolge, sind Frauen aufgrund von Menstruationsbeschwerden im Durschnitt 1,3 Tage pro Jahr krankgeschrieben. Darüber hinaus berichten Frauen, dass sie sich während ihrer Periode sehr viel weniger produktiv fühlen. Im Schnitt trifft das auf 7,6 Tage pro Jahr zu. Für berufstätige Frauen ergeben sich dadurch insgesamt 8,9 Tage Produktivitätsverlust im Jahr. "Nimmt man für diese Tage nun die Durchschnittslöhne für Frauen in der EU, dann gehen jedes Jahr 107 Milliarden Euro an Produktivität verloren", so Gerhardt. "Dieser Produktivitätsverlust ließe sich durch periodenfreundlichere Arbeitsumfelder deutlich reduzieren."

Aufgrund von Tabus und Stigmata, die noch immer mit dem Thema Menstruation verbunden sind, kann darüber in den meisten Betrieben noch immer nicht offen gesprochen werden. Mitarbeiter und Vorgesetzte verstehen möglicherweise nicht, warum ihre Kolleginnen abwesend oder weniger produktiv sind. Das kann dann zu Spannungen führen. "Die Schaffung eines periodenfreundlichen Arbeitsumfeldes kann dazu beitragen, dass sich weibliche Mitarbeiterinnen wohler, wertgeschätzter und sicherer fühlen. Zum Beispiel sagen zwei Drittel der befragten Frauen, dass sie flexiblere Arbeitszeiten und Aufgaben während ihrer Periode schätzen würden", sagt Sarah Bagel, Senior Partnership Manager von WASH United. 26 Prozent würden es außerdem begrüßen, wenn auf den Toiletten Hygieneprodukte angeboten würden.

Männern fehlt es oft noch sehr an Verständnis für das Thema. Fast die Hälfte aller befragten Männer versteht beispielweise nicht, weshalb Frauen unter Umständen eine Pause brauchen, wenn sie unter starken Menstruationsbeschwerden leiden.

Klar ist: Unternehmen können es sich heutzutage eigentlich nicht mehr leisten, das Thema Menstruation weiter zu ignorieren. "Insgesamt kann die Schaffung eines periodenfreundlichen Arbeitsumfelds und ein offenerer Umgang mit dem Thema im Unternehmen dazu beitragen, die Produktivität zu steigern, Wohlbefinden, Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiterinnen zu fördern und dem Unternehmen dabei helfen, sich im Wettbewerb um weibliche Top-Talente von anderen Unternehmen zu unterscheiden. Wer sich dem Thema weiter verschließt, bezahlt es teuer", so Sarah Bagel.

Alle Ergebnisse der aktuellen Studie von Kearney und WASH United finden Sie hier: https://bit.ly/3cAviZ6

Michael Scharfschwerdt
Director Marketing & Communications

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