PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Nord mehr verpassen.

03.04.2020 – 13:19

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Nord

Erste Hilfe rettet Leben - auch in Corona-Zeiten

Ein Dokument

Die Hamburger Johanniter geben Tipps zum Verhalten im Notfall und zum Eigenschutz bei Erster Hilfe.

Medienmitteilung der Johanniter

Erste Hilfe rettet Leben – auch in Corona-Zeiten

Hamburg, 3. April 2020

In Corona-Zeiten sind viele Menschen sehr besorgt um ihre eigene Gesundheit und wollen sich selbst schützen. Wie können sie in einem Notfall helfen, ohne sich selbst unnötig zu gefährden und eine Ansteckung mit Covid-19 zu riskieren?

„Grundsätzlich sollte jeder Mensch immer Erste Hilfe leisten, allein schon aus Solidarität“, sagt Norbert Maaß, Bereichsleiter Einsatzdienste bei den Johannitern in Hamburg. „Der Ersthelfer sollte dabei immer auf seinen Eigenschutz achten und sich selbst nicht in Gefahr begeben.“ In Corona-Zeiten bedeutet das: Einen Notruf absetzen ist das Minimum im Notfall, unterlassene Hilfeleistung bleibt auch jetzt strafbar.

„Bei einem Unfall sollten Sie zudem die Unfallstelle absichern und die Gummihandschuhe anziehen. Diese gehören zur Standardausstattung in jedem Erste-Hilfe-Kasten“, erklärt Maaß. „In der aktuellen Situation können Sie zusätzlich abwägen: Welches Risiko ist größer? Sind die Verletzungen so schwer, dass der Verletzte in kürzester Zeit versterben könnte? Bei dieser Abwägung würden die meisten unverzüglich handeln. Sollte die Person wirklich Corona gehabt haben, drohen hoffentlich nur 14 Tage Quarantäne. Dafür haben Sie aber ein Menschenleben gerettet.“ Nach der Hilfeleistung und dem Ausziehen der Handschuhe gründlich waschen oder desinfizieren. „Der Rettungsdienst gibt Ihnen sicher etwas Desinfektionsmittel. Ist auch die Kleidung betroffen, zeitnah wechseln und duschen.“

Viele Unfälle und Notfälle passieren im häuslichen Umfeld. In den meisten Fällen ist der Ersthelfer ein Bekannter oder Verwandter und kann das Risiko einer Corona-Erkrankung daher einschätzen. „Kennen Sie den Verletzten nicht oder ist er an Corona erkrankt, können Sie auf die Beatmung verzichten. Sie setzen den Notruf ab und führen anschließend ununterbrochen die Herzdruckmassage durch“, so Maaß. „Zur weiteren Eigensicherung können Sie sich und dem Verletzten einen Mundschutz, auch aus Stoff, anlegen, sofern vorhanden.“ Sobald der Rettungsdienst eintrifft, übernimmt dieser mit Maske und Beatmungsbeutel.

Falls Sie als Ersthelfer zur Risikogruppe der älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen gehören: „Setzen Sie den Notruf unter 112 ab und ermuntern Sie andere Personen aktiv zu helfen. Ist niemand außer Ihnen in der Nähe: Versuchen Sie so gut es geht mit einem angemessenen Sicherheitsabstand zu helfen.“

Mit freundlichen Grüßen

Berenike Matern
Bereichsleitung PR/Kommunikation

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Nord
Friesenstraße 1
20097 Hamburg
Telefon: +49 40 7344176-710
Mobil: +49 163 62009 28
Fax: +49 40 7344176-999
berenike.matern@johanniter.de
www.johanniter.de/nord

Bundesvorstand (Vorstand gemäß Paragraph 26 BGB): Jörg Lüssem, Thomas Mähnert, Hubertus von Puttkamer
Vereinsregister- Nr. 17661B, Amtsgericht Charlottenburg 

Weitere Storys: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Nord
Weitere Storys: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Nord