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02.12.2019 – 10:10

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Nord

Forsa-Umfrage: Mit Technik gegen Einsamkeit im Alter

Forsa-Umfrage: Mit Technik gegen Einsamkeit im Alter
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Jeder zweite Befragte der Umfrage bevorzugt bei Pflegebedürftigkeit Smart-Home-Systeme in Kombination mit einem Hausnotruf. Besonders Jüngere sind dafür aufgeschlossen. Johanniter sensibilisieren für das Thema Einsamkeit im Alter.

Medienmitteilung der Johanniter

Forsa-Umfrage: Mit Technik gegen Einsamkeit im Alter

Jeder zweite Befragte bevorzugt bei Pflegebedürftigkeit Smart-Home-Systeme in Kombination mit einem Hausnotruf. Besonders Jüngere sind dafür aufgeschlossen. Johanniter sensibilisieren für das Thema Einsamkeit im Alter.

Hamburg, 2. Dezember 2019.

Für mehr Selbstbestimmung im Alter würde jeder Zweite auf technische Assistenzsysteme setzen: 47 Prozent der Teilnehmenden einer forsa-Umfrage würden im Fall von Pflegebedürftigkeit in den eigenen vier Wänden mit Unterstützung durch Smart-Home-Systeme in Kombination mit einem Hausnotrufsystem für Notfälle leben wollen. Im Auftrag der Johanniter hat das Meinungsforschungsinstitut forsa 1.006 Personen über 45 Jahren im Rahmen einer onlinerepräsentativen Studie zum Thema "Einsamkeit im Alter" befragt. Besonders für jüngere Befragte ab 45 Jahren sind technische Lösungen denkbar, um auch später selbstbestimmt zu leben und soziale Kontakte aufrecht zu halten: Mit 55 Prozent Zustimmung zeigen sie sich noch offener als die Gruppe der heute Über-65-Jährigen mit 40 Prozent.

Bei jüngeren Zielgruppen unter 45 ist von einer noch höheren Affinität zu technischen Assistenzsystemen im Alter auszugehen. "Junge Menschen wachsen mit digitalen Hilfsmitteln, Smartphones und Apps auf - auf diese Technik werden sie auch bei Pflegebedürftigkeit und im hohen Alter nicht verzichten wollen", sagt Michael Weber, Bereichsleiter Soziale Dienste. "Wir fordern deshalb für die Zukunft weiterhin hohe Investitionen in die Erforschung von technischen Assistenzsystemen, die ein längeres selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden fördern." Technische Assistenzsysteme sind zurzeit jedoch aufgrund ihrer hohen Forschungs- und Entwicklungskosten noch sehr teuer. Sie müssen für die Zielgruppe der älteren Menschen finanzierbar sein. "Eine Aufnahme geeigneter technischer Assistenzsysteme in den Pflegehilfsmittelkatalog oder eine andere Form der Refinanzierung wäre deshalb zukunftsfähig und wünschenswert", so Weber.

Damit technische Assistenzsysteme reibungslos funktionieren, ist die bundesweit zuverlässige Bereitstellung von Internet-Breitbandanschlüssen Voraussetzung - auch in ländlichen Regionen. "Besonders in Gegenden, in denen die Dichte der ärztlichen Versorgung geringer ist, ist schnelles Internet wichtig, zum Beispiel für die Telemedizin", erläutert Weber.

Doch nicht nur im medizinisch-pflegerischen Bereich, auch um soziale Kontakte zu erhalten, ist schnelles und zuverlässiges Internet unverzichtbar: Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) würden auch im höheren Alter Messenger-Dienste nutzen, um mit der Familie oder Freunden in Kontakt zu bleiben. Bei den jüngeren Befragten sind es sogar 77 Prozent. Auf den Plätzen 1 und 2 stehen zwar das Smartphone (86 Prozent) und das klassische Telefon (85 Prozent) nahezu gleichauf, doch die Tendenz zeigt die Offenheit für die Nutzung anderer Kommunikationsmittel, etwa Videotelefonie (38 Prozent).

Die Johanniter beteiligen sich an diversen Forschungsprojekten zu technischen Assistenzsystemen: "Gemeinsam mit Kooperationspartnern erforschen wir, wie ältere und alleinlebende Menschen dank technischer Unterstützung länger in den eigenen vier Wänden leben können", sagt Michael Weber. "Zum Beispiel können ältere Menschen auf ihrem Tablet-Computer mittels Videokommunikation Kontakt zu ihren Kindern, Verwandten, Ärzten oder ehrenamtlichen Betreuern halten. Sie können sich auch mit anderen Betroffenen vernetzen, obwohl sie vielleicht aufgrund von körperlichen Einschränkungen ihre Wohnung nicht mehr verlassen können. Das Tablet bietet ihnen dann eine Möglichkeit, teilhaben zu können. So wirkt der technische Fortschritt gegen Einsamkeit." Auch haushaltsnahe Dienstleistungen können bestellt und Einkäufe erledigt werden.

Mehr über das Jahresthema "Einsamkeit im Alter" unter www.johanniter.de/nord/einsamkeit

Über die Umfrage:

Der Landesverband Nord der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. hat die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH beauftragt, eine Befragung zum Thema "Einsamkeit im Alter" mithilfe des onlinerepräsentativen Befragungspanels forsa.omninet durchzuführen. Vom 16. bis 23. August 2019 wurden insgesamt 1.006 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Personen ab 45 Jahren in Deutschland befragt.

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Mit mehr als 23.000 Mitarbeitenden, rund 40.000 Ehrenamtlichen und rund 1,25 Millionen Fördermitgliedern zählt die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. zu den großen Hilfsorganisationen in Deutschland. Allein im Landesverband Nord engagieren sich täglich über 7.000 Menschen für Hilfe- und Pflegebedürftige jeden Alters. Zu den Leistungen gehören u. a. Rettungs- und Sanitätsdienst, Bevölkerungsschutz, Erste-Hilfe- Ausbildung, Tagespflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Fahrdienste für Menschen mit Behinderungen, Hausnotrufdienste, Menüservice, Kindertagesstätten, offene und Verbands-Jugendarbeit (Johanniter-Jugend) sowie Integrations- und Flüchtlingshilfe.

Die Grafiken sind mit dem Bildhinweis "Johanniter" honorarfrei zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Berenike Matern
Bereichsleitung PR/Kommunikation

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Nord
Friesenstraße 1
20097 Hamburg
Telefon: +49 40 7344176-710
Mobil: +49 163 62009 28
Fax: +49 40 7344176-999
berenike.matern@johanniter.de
www.johanniter.de/nord

Bundesvorstand (Vorstand gemäß Paragraph 26 BGB): Jörg Lüssem, Thomas Mähnert, 
Hubertus von Puttkamer
Vereinsregister- Nr. 17661B, Amtsgericht Charlottenburg 

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