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NEBENAN AUSCHWITZ: Fotoausstellung ab 26.11.21 im Museum der Alltagskultur, Waldenbuch

NEBENAN AUSCHWITZ: Fotoausstellung ab 26.11.21 im Museum der Alltagskultur, Waldenbuch
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Nebenan

Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III

Fotoausstellung von 26. November 2021 bis 8. Mai 2022

im Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch

Das Museum der Alltagskultur in Waldenbuch zeigt ab 26. November 2021 die Fotoausstellung „Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III“. Wie kann ein alltägliches Leben an einem Ort des Grauens stattfinden? Die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola) haben die Nachbarschaften der ehemaligen Konzentrationslager intensiv bereist. In zahlreichen Bildern hielten sie die aktuelle architektonische Situation der Lager fest und dokumentieren das Leben „nebenan“: Sie zeigen den Alltag von Menschen, die in unmittelbarere Nähe des ehemaligen Vernichtungslagers wohnen. Die Fotografien sind eine Reflexion über den historischen Ort Auschwitz und die Fragen, die dieser Ort aufwirft.

Unterstützt von Texten der Fotografen und von Audiostationen mit Interviews erzählen die rund 60 Aufnahmen Geschichten von Orten, die Jahrhunderte existierten und dann zerstört wurden, um darauf das Vernichtungslager zu bauen. Die Ausstellung gibt Einblicke in das heutige Nebeneinander von Grauen und Alltag. Abgelichtet ist beispielsweise eine Wäscheleine mit Blick auf das Haupttor des ehemaligen Vernichtungslagers Birkenau. Oder das gemütlich eingerichtete Wohnzimmer, hinter dessen Gardine der Wachturm des Stammlagers zu erahnen ist.

Die Erkundungen der Fotografen, die sie mehrfach nach Oświęcim (Auschwitz) und Brzezinka (Birkenau) führten, konzentrieren sich auf das unmittelbare Umfeld der ehemaligen Hauptlager Auschwitz I-III: das Stammlager, das Vernichtungslager Birkenau und das Arbeitslager Monowice/Buna-IG Farben.

Die ausgestellten Fotografien sind eine Reflexion über den historischen Ort Auschwitz und die Fragen, die dieser Ort aufwirft: Wie leben die Menschen im Schatten der einstigen Mordstätte? Wie gestaltet sich das Zusammenleben? Wie funktioniert das individuelle und das institutionelle Erinnern?

Die Beschäftigung mit dem „Nebenan“ der Menschen in Südpolen kann die Besucher*innen motivieren, sich auch mit der eigenen Geschichte und der Erinnerungskultur an ihrem jeweiligen Ort auseinandersetzen. Wo sind in unserer Region Orte der Zwangsarbeit, ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager? Wie wird hier an die NS-Zeit erinnert?

Die Ausstellung „Nebenan“ steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus.

Während der Ausstellung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung ein Begleitprogramm für Schulen statt. Die Schüler*innen werden angeregt, sich mit dem eigenen „Nebenan“ auseinanderzusetzen und sich fotografisch auf Spurensuche zu begeben.

Ausstellungsort: Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch, Kirchgasse 3, 71111 Waldenbuch

Internet: www.museum-der-alltagskultur.de

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 89 535-150
 E-Mail:  presse@Landesmuseum-Stuttgart.de 
 Internet:  landesmuseum-stuttgart.de 

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