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08.12.2020 – 15:05

Landesmuseum Württemberg

Attraktiver Begegnungsort ab Juni 2021 mitten in Stuttgart: Die neue Dürnitz im Alten Schloss

Attraktiver Begegnungsort ab Juni 2021 mitten in Stuttgart: Die neue Dürnitz im Alten Schloss
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Stuttgart: Neuer Treffpunkt im Alten Schloss

Ab Juni 2021 steht der Bevölkerung in der Stuttgarter Innenstadt ein öffentlicher Aufenthaltsort zur Verfügung, der zahlreiche Funktionen in sich vereinigt: Die neu gestaltete "Dürnitz" im Alten Schloss dient dem Landesmuseum Württemberg als Foyer mit Shop und Café. Darüber hinaus ist die 1000 m² große Halle großzügiger Veranstaltungsort und -- sofern die Einschränkungen wegen Corona bis zum Frühsommer aufgehoben sind -- attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt mit freiem WLAN und einladenden Bereichen zum Entspannen und Kaffeetrinken.

Die durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart, geplante und durchgeführte Sanierung zeichnet sich durch einen Zuwachs an Licht und eine klare Raumgliederung aus und verbindet das historische Ambiente auf ideale Weise mit den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts.

In Burgen und Schlössern bezeichnet "Dürnitz" einen repräsentativen beheizbaren Raum, in dem sich Herrschaft und Gäste aufhalten und speisen konnten. Dürnitz lautet traditionell auch die Bezeichnung der großen zweischiffigen Halle im ehemaligen Herzogsschloss in Stuttgart, heute Sitz des Landesmuseums Württemberg mit seinen kulturgeschichtlichen Sammlungen. Nach einer aufwändigen Umgestaltung mit enormen baulichen Veränderungen präsentiert sich die weitläufige Halle in einem neuen Erscheinungsbild.

Die Sanierung stellt einen neuen Höhepunkt in der bewegten Baugeschichte dieses zentralen Stuttgarter Denkmals dar. Die Räume, im 20. Jahrhundert durch Brand und Krieg zerstört, waren stets wiederaufgebaut worden. Die dabei vollzogene ästhetische Veränderung, die sehr düster wirkte, wurde nun aufgebrochen. Es entstand eine lichte und repräsentative Halle, die unter anderem auch den Ansprüchen eines modernen Museumsbetriebs gerecht wird. Neben den notwendigen Funktionen bietet sie einen großzügigen Empfangsbereich, ein Café, einen offenen Shop-Bereich und eine komfortable Lounge. Diese kann durch wenige Veränderungen und dank modernster Technik in einen Veranstaltungssaal für bis zu 500 Personen umgewandelt werden. Somit ist die Dürnitz einer der größten Veranstaltungsorte im Zentrum Stuttgarts.

Das gestalterische Konzept von Vermögen und Bau sah für die 1000 m² große und 7 m hohe Halle überwiegend helle Materialien vor, wie gelben Jura-Kalkstein als Bodenbelag und gebleichtes Ahornfurnier für die Einbauten. Letztere sind teils durch bronzene Elemente akzentuiert, wie überhaupt auf Handwerkskunst besonderer Wert gelegt wird. Die Spitzbogenfenster wurden von den Verschattungselementen befreit, so dass in die Halle mehr Licht einfällt und großzügige Blickverbindungen zu Karlsplatz, Markthalle und Schlossinnenhof möglich sind. Die neue Anordnung der Funktionsbereiche wie Garderoben, Kasse und Infocounter erleichtert den Museumsbesucher*innen die Wegeführung. Über eine großzügige Sitzstufenanlage wurde eine zweite Ebene in den Raum eingebracht, die eine Anbindung an die Räume der Arkadenflügel erlaubt. Das neu eingebaute Café fügt sich elegant geschwungen in den Raum ein. Einen besonderen Akzent setzt das wieder freigelegte Spitzbogenfenster aus dem 13. Jahrhundert. Das einzige architektonische Zeugnis des Dürnitzbaus aus der Zeit vor seiner Zerstörung im 20. Jahrhundert rahmt nun ein "mediales Fenster" in die Vergangenheit.

Der Zuwachs an Licht, die Wertigkeit besonderer Materialien, eine klar gegliederte Raumaufteilung und die selbstverständliche Wegeführung machen die neue Dürnitzhalle zu einem offenen und einladenden Ort, welcher der Öffentlichkeit in vielfältiger Weise zur Verfügung steht: als Willkommensbereich, als Raum für Veranstaltungen und Gedankenaustausch, als Aufenthaltsort.

Neben der Halle wurden auch die benachbarten Bereiche - Sicherheitspforte, Sanitäranlagen und der sogenannte Ständesaal - saniert.

Fakten und Zahlen:

Baubeginn: Mai 2019

Baufertigstellung: Mai 2021

Anzahl der an der Ausführung beteiligten Firmen: 43

Fläche: 1.255 m²

Volumen: 11.790 m³

Planungszeitraum: 2017 bis 2019

Bausumme: 7 Mio. Euro, finanziert durch das Land Baden-Württemberg

Kosten für Ausstattung: 2,2 Mio. Euro,

davon 1 Mio. Euro aus Sondermitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die verbleibenden 1,2 Mio. Euro wurden über Drittmittel finanziert.

Die Adolf Würth GmbH hat das Projekt als Premium Sponsor gefördert.

Dr. Heike Scholz und Ulrike Reimann M.A.
Landesmuseum Württemberg
Schillerplatz 6
70173 Stuttgart 
Tel.: +49 (0)711 89 535-150
Fax: +49 (0)711 89 535-152
 E-Mail: presse@Landesmuseum-Stuttgart.de 
 Internet: landesmuseum-stuttgart.de 

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