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SPD-Europabüro Maria Noichl

Zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März 2022: Unsere Reaktion auf Krieg und Krisen – mehr Gleichstellung

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Unsere Reaktion auf Krieg und Krisen – mehr Gleichstellung

(Maria Noichl, MdEP)

Maria Noichl, SPD-Europaabgeordnete und gleichstellungspolitische Sprecherin der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März 2022:

"In Zeiten von Krieg und Krisen, die auch vor dem sonst eher ruhigen europäischen Kontinent keinen Halt machen, werden wir oft gefragt, ob Frauenrechte und Gleichstellung eine Priorität sein sollten. Und ich kann nur sagen: Ja, sie müssen. Denn gerade in Krisen und Kriegssituationen sind es Frauen, die besonders verletzlich sind. Frauen sind Ziel von geschlechtsspezifischen Angriffen - man denke nur an Vergewaltigungen, die wir nicht ohne Grund als Kriegswaffe anerkannt haben. Man denke auch an Grundrechte, die in diesen Momenten oft nicht eingehalten werden. Und man denke an die Retraditionalisierung, die durch eine Krise wie die Corona-Pandemie vorangetrieben wurde. Auch in einer Kriegssituation, ist diese Retraditionalisierung direkt, wenn auch auf andere Weise, sichtbar: Männer sollen zu den Waffen greifen. Frauen mit Kindern und älteren Angehörigen fliehen. Jeder Mensch bekommt so seinen stereotypen Platz zugewiesen, diesen zu umgehen wird fast unmöglich.

Wir müssen daher in der EU weiter an einer Union der Gleichheit arbeiten. Zwar hat uns die Pandemie in diesem Bereich sicherlich Rückschritte eingetragen: Die Gewalt gegen Frauen stieg an, Frauen wurden wieder häufiger ins Private zurückgedrängt und ihre Karrierechancen beschnitten. Aber unser Wille bleibt ungebrochen. Was in Kriegszeiten unwichtig erscheint, ist dennoch Teil eines großen Paketes, das Frauen auch in Krisen- und Kriegszeiten Schutz und ihren gerechten Platz einräumen wird: Mehr Frauen in Entscheidungspositionen, Frauen, die ihren gerechten Lohn einfordern können, weil Transparenzmaßnahmen dies möglich machen sowie verbesserte Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen durch harmonisierte und umfassende europäische Maßnahmen gehören unbedingt dazu.

Daher dürfen wir auch in dieser besonderen Zeit nicht aufhören dafür zu kämpfen und müssen deutlich machen, dass es sich um Prioritäten handelt. Denn ohne Frieden ist alles Nichts. Und ohne ihre Rechte werden Frauen nie Frieden finden."

Mit freundlichen Grüßen

Gina Horst

Parlamentarische Referentin

_______________________

Maria Noichl

Mitglied des Europäischen Parlaments

Rue Wiertz 60, ASP 12G102
B-1047 Brüssel
Tel. +32-2-28-47157
Fax +32-2-28-49157

www.maria-noichl.eu

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