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23.11.2020 – 12:27

Usedomer Musikfestival

3. Internationale Tage Jüdischer Musik mit positiver Bilanz: Internationales Publikum im Videostream

3. Internationale Tage Jüdischer Musik mit positiver Bilanz: Internationales Publikum im Videostream
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- Konzert mit Violoncellist David Geringas und Pianist Jascha Nemtsov beschloss Veranstaltungsreihe 2020 mit Uraufführung und Werken selten gespielter jüdischer Komponisten in Anwesenheit von Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung
- Alle Konzerte, einschließlich eines Schulworkshops wurden wegen des Lockdowns live auf dem neuen YouTube-Kanal der Internationalen Tage Jüdischer Musik gestreamt
- Bislang über 5000 Views von über 2000 Zuschauern aus Deutschland, Israel, Russland, der Schweiz, Aserbaidschan und den USA
- Vierte Ausgabe der Internationalen Tage Jüdischer Musik ist für 2021 geplant 

Seebad Heringsdorf, 23. November 2020. Ein live gestreamtes Konzert des Violoncellisten David Geringas und des Pianisten Jascha Nemtsov beendete gestern Abend erfolgreich die 3. Internationalen Tage Jüdischer Musik. In der Neuen Synagoge Berlin erklangen auch selten gespielte Werke jüdischer Komponisten und eine Uraufführung des Komponisten Grigory Krein (1907-1989), Vertreter der Neuen Jüdischen Schule. Den Abend eröffneten Thomas Hummel, Intendant des Usedomer Musikfestivals und Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus. Felix Klein würdigte die Leistung der Internationalen Tage Jüdischer Musik jüdische Kultur und damit auch jüdisches Leben in Deutschland sichtbar werden zu lassen: „Die Begegnung mit jüdischen Menschen, mit der jüdischen Kultur ermöglicht dieses Festival in hervorragender Weise, denn wenn man aufgeschlossen ist und jüdische Kultur als selbstverständlichen Teil der Vielfalt in Deutschland wahrnimmt, ist das schon eine Maßnahme im Kampf gegen den weiter grassierenden und sichtbar werdenden Antisemitismus.“

Die Internationalen Tage Jüdischer Musik feierten vom 16. bis 22. November 2020 einen Auftakt zum Festjahr 2021 „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Mit Konzerten hochkarätiger Musiker und Ensembles sowie einer Podiumsdiskussion brachte das Festival jüdischer Musik erstmals bundesweit Synagogen und jüdische Gemeindehäuser zum Klingen, und lud ein, lebendige jüdische Kultur an Orten jüdischen Lebens in Deutschland zu feiern, zu genießen und gemeinsam kennenzulernen. Wegen der Corona-Restriktionen, die öffentliche Aufführungen vor Publikum untersagen, wurden alle Konzerte live auf dem neuen YouTube-Kanal der Veranstaltungsreihe gestreamt. Die Videos erzielten über 5000 Views von 2000 Zuschauer aus Deutschland, Israel, Russland, Österreich, der Schweiz und den USA. Festivalintendant Thomas Hummel zieht trotz der schwierigen Situation eine positive Bilanz: „Trotz des Lockdowns freuen wir uns, dass alle Konzerte stattfinden konnten und, dass wir so noch mehr Menschen erreichen konnten. Es waren bewegende Tage, die uns vor allem Eines gezeigt haben: Musik verbindet Menschen und sensibilisiert uns für Vielfalt und Toleranz. Besonders danken möchte ich Herrn Dr. Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, der aus Mitteln des Bundesinnenministeriums unsere Konzerte maßgeblich unterstützt hat, aber auch dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns, das uns Mittel für das Videostreaming zur Verfügung gestellt hat und natürlich unserem Schirmherrn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Ohne diese Unterstützung wäre die vielen erlebnisreichen Konzerte nicht möglich gewesen. Vielen Dank!“

Unter dem Motto „Gemeinsamer Aufbruch“ erlebten Zuschauer aus Synagogen und Gemeindehäusern in Berlin, Köln, Würzburg und dem mecklenburgischen Stavenhagen gefeierte Künstlerpersönlichkeiten, wie die Diseuse Sandra Kreisler, Tochter des Satirikers, Autors und Komponisten Georg Kreisler, den litauischen Meistercellisten David Geringas, das deutsch-israelische Ensemble Else, den Pianisten und Experten für jüdische Musik Jascha Nemtsov, die Sängerin Nitsan Bernstein, den Publizisten Manfred Osten, den Rabbiner Yechiel Brukner und viele mehr. Sie rückten für musikalische Sternstunden jüdische Musik ins Rampenlicht und feierten jüdisches Leben in Deutschland. Die vierte Ausgabe der Internationalen Tage Jüdischer Musik ist für 2021 geplant. Hervorgegangen sind die Internationalen Tage Jüdischer Musik aus den Synagogenrundfahrten des Usedomer Musikfestivals.

Pressekontakt: Alexander Datz, Pressesprecher, Internationale Tage Jüdischer Musik, Mobil: +49 176 741 61 157, a.datz@usedomer-musikfestival.de, www.usedomerliteraturtage.de