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Baltic Sea Philharmonic

„Das Baltic Sea Philharmonic hat eine wichtige soziale Dimension“ – Max Richter über die Veröffentlichung seines neuen Albums EXILES bei der Deutschen Grammophon mit dem Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi

„Das Baltic Sea Philharmonic hat eine wichtige soziale Dimension“ – Max Richter über die Veröffentlichung seines neuen Albums EXILES bei der Deutschen Grammophon mit dem Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi
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  • Erste Zusammenarbeit mit Komponist Max Richter, aufgenommen in Kristjan Järvis Heimatstadt Tallinn, Estland, im September 2019
  • Debütaufnahme EXILES des Baltic Sea Philharmonicfür die Deutsche Grammophon erscheint am 6. August 2021
  • Album präsentiert neue Aufnahmen von bereits veröffentlichten Kompositionen Max Richters aus The Blue Notebooks, Waltz with Bashir und Infra
  • Länderverbindende Mission des Orchesters steht im Einklang mit der sozio-politischen Dimension des neuen Albums

Berlin, 22. Juni 2021. Das Baltic Sea Philharmonic gibt mit dem neuen Max-Richter-Album EXILES sein Label-Debüt bei der Deutschen Grammophon. Auf EXILES, das am 6. August 2021 erscheinen wird, spielen das Orchester und sein Musikdirektor und Gründungsdirigent Kristjan Järvi neue Aufnahmen von Stücken aus früheren Max-Richter-Alben sowie von Werken, die ursprünglich als Ballettpartituren komponiert wurden.

Das Album umfasst sieben Werke, doch insbesondere das zweiteilige Hauptwerk „Exiles”, das sich mit der humanitären Katastrophe der Flüchtlingskrise befasst, steht im Einklang mit der länderverbindenden Mission des Baltic Sea Philharmonic: „Es hat diese friedensstiftende Funktion, dass die Menschen auf kreative Weise miteinander reden können. Mir kam der Gedanke, dass es schön wäre, wenn das Orchester Musik spielen würde, die zu diesem Thema passt“, erklärte Max Richter. Neben „Exiles“ gehören zum neuen Album auch „The Haunted Ocean“ aus Waltz with Bashir, „Infra 5“ aus Infra, „Flowers of Herself“ aus Woolf Works, „On the Nature of Daylight“ aus The Blue Notebooks und „Sunlight“ aus Songs from Before.

In Anwesenheit des Komponisten nahm das Baltic Sea Philharmonic EXILES im September 2019 im Studio des Estnischen Rundfunks in Kristjan Järvis Heimatstadt Tallinn in Estland auf. Das Album ist die erste größere Zusammenarbeit des Orchesters mit Max Richter, das seine Kompositionen bereits in mehreren Konzerten aufführte. Max Richter und Kristjan Järvi haben schon in verschiedenen anderen Projekten zusammengearbeitet, unter anderem mit dem MDR-Sinfonieorchester in Leipzig, als Kristjan Järvi Chefdirigent des Orchesters und Max Richter Artist in Residence für die Saison 2016/17 war.

Mission der Offenheit und Einheit

Das Hauptwerk des Albums, das 33-minütige „Exiles“, komponierte Richter für das Nederlands Dans Theater. Seine Uraufführung erlebte das Werk 2017 als Partitur für ein Tanzstück namens Singulière Odyssée. Wie einige andere Werke Richters hat auch „Exiles“ eine gesellschaftspolitische Dimension, denn es kann auch als eine persönliche Antwort auf die humanitäre Katastrophe der Migrationskrise und die Notlage der syrischen Flüchtlinge gehört werden. Vor diesem Hintergrund war die Wahl des Baltic Sea Philharmonic – mit seiner offenen, grenzenlosen und verbindenden Art – als Orchester für das Album eine wichtige Entscheidung für den Komponisten. „Sie engagieren sich für Musik und Gesellschaft und verbinden die Menschen, die rund um die Ostsee leben und das schließt ganz offensichtlich ehemalige west- und osteuropäische Länder mit ein“, so Max Richter. „Das Orchester hat eine explizit soziale Dimension, die mir wirklich wichtig erschien.“

Für Kristjan Järvi sind Offenheit und Furchtlosigkeit – Qualitäten, die er bewusst bei den Musikern des Baltic Sea Philharmonic fördert – wesentlich für das Spielen von Richters emotional eindringlichen Werken, die von offenen musikalischen Verläufen gekennzeichnet sind. „Diese Musik ist so persönlich, dass sie nicht funktioniert, wenn sie nicht mit persönlichem Engagement und Hingabe gespielt wird“, erklärt Järvi. „Das bedeutet, dass es für die Musiker auf einer emotionalen Ebene beängstigend ist, auf die Bühne zu gehen und sich zu verausgaben, denn dann zeigen sie sich dem Publikum genauso wie sie sind. Und genau deshalb liebe ich es, diese Stücke mit dem Baltic Sea Philharmonic zu spielen.“

Baltic Sea Philharmonic – eine Revolution in Musik und Kultur

Seit seiner Gründung 2008, initiiert durch das Usedomer Musikfestival, realisierte das Baltic Sea Philharmonic über 100 Konzerte vor mehr als 110.000 Konzertgängern in 15 Ländern – von Europa bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dabei tritt das Baltic Sea Philharmonic an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi strahlen die Aufführungen ansteckende Leidenschaft und Energie aus und sind Spektakel, die Klang-, Licht- und Projektionskunst, aber auch Choreografien zu einzigartigen Konzerterfahrungen verschmelzen. Mehr als das, ist das Baltic Sea Philharmonic eine Bewegung, die Menschen zusammenbringt und eine Gemeinschaft von Musikern aus zehn Ländern, die ebenso mühelos geografische, wie historische Grenzen überwindet. Indem das Ensemble die ganze innovative und progressive Kraft des Nordens verkörpert, führt es dabei das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor.

Pressekontakt: Alexander Datz, Pressesprecher, Baltic Sea Music Education Foundation e. V., Mobil: +49 176 741 61 157, alexander.datz@bmef.eu