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11.12.2019 – 11:43

Baltic Sea Philharmonic

2020 will das Baltic Sea Philharmonic das Jahr 2019 übertreffen

2020 will das Baltic Sea Philharmonic das Jahr 2019 übertreffen
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- Orchester beginnt neues Jahr mit besonderem Benefizkonzert gemeinsam mit der 
  Indie-Pop-Band Bastille in der Elbphilharmonie in Hamburg
- "Midnight Sun"-Tour durch Polen, Deutschland und Russland im Juni und Juli mit
  Aufführungen in der Berliner Philharmonie und dem "Sterne der weißen Nächte" 
  Festival in St. Petersburg
- "Nordic Pulse"-Tour durch Deutschland und Italien im September mit Konzerten 
  in der Elbphilharmonie Hamburg, beim Beethovenfest Bonn und Usedomer 
  Musikfestival
- Baltic Sea Philharmonic führt jedes Konzert komplett aus dem Gedächtnis auf 
  Zusammenarbeit mit der Violinistin Mari Samuelsen für "Midnight Sun" 

Berlin, 11. Dezember 2019. Nach zwölf Konzerten in neun Ländern im Jahr 2019 eröffnen das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi das neue Jahr mit einem Benefizkonzert in der Elbphilharmonie in Hamburg am 4. Januar. Gemeinsam mit der britischen Indie-Pop-Band Bastille bestreitet das Orchester die Show "Channel Aid - Live in Concert" als Headliner und spielt speziell orchestrierte Bastille-Songs. Die erste Zusammenarbeit des Baltic Sea Philharmonic mit einer Popgruppe. Das Konzert wird live auf dem YouTube-Kanal von "Channel Aid" übertragen und eröffnet ein weiteres intensives Jahr für das Orchester. 2020 setzt das Baltic Sea Philharmonic seinen innovativen Weg in der internationalen Musikszene fort, indem es einzigartige, transformative Konzerterlebnisse in ganz Europa und darüber hinaus schafft. Zwei große Tourneen - "Midnight Sun" im Juni und Juli und "Nordic Pulse" im September - bringen die atemberaubenden Aufführungen des Orchesters in einige der renommiertesten Konzertsäle und zu den großen Festivals Europas, darunter die Berliner Philharmonie (23. Juni), das "Sterne der weißen Nächte" Festival in St. Petersburg (28. Juni), die Elbphilharmonie (5. September) und das Beethovenfest Bonn (5. und 6. September).

"Midnight Sun" und "Nordic Pulse" - ein neuer Impuls aus dem Norden

Das Baltic Sea Philharmonic tourt mit "Midnight Sun" und "Nordic Pulse" im Jahr 2020 im Geiste der diesjährigen Tourneen, auf denen das Orchester neben mitreißenden zeitgenössischen Werken auch beeindruckende Neuarrangements klassischer Meisterwerke uraufführte, zusammen mit Ton- und Lichtdesignern immersive Konzerterlebnisse schuf oder mit Singer-Songwritern zusammenarbeitete. Das Ensemble veränderte dabei aber auch die Kommunikation zwischen Musikern und Publikum, indem es die Bühne von Notenständern befreit und ganze Konzerte auswendig aufführt. Kristjan Järvi erklärt: "Alle unsere Touren basieren konzeptionell darauf, eine besondere Konzerterfahrung zu kreieren. Wir konzentrieren uns nicht nur auf das Repertoire oder die Solisten, sondern vor allem auch auf die Stücke, die als Setliste zusammen eine Idee verkörpern. 'Nordic Pulse' und 'Midnight Sun' handeln vom neuen Impuls des Nordens, den wir vermitteln wollen. Dieser Impuls wird durch das Orchester übertragen, das klassische Konzertkonventionen über Bord wirft und herausfordert, sich von Traditionen und überkommenen Vorbildern zu lösen."

"Midnight Sun" ist inspiriert von der Sonne, die in der Nacht nie untergeht, ein Phänomen, das die nordischen Gemeinschaften verbindet. Die "Midnight Sun"-Tour durch Polen, Deutschland und Russland im Juni und Juli 2020 vereint das Baltic Sea Philharmonic wieder mit der norwegischen Violinistin Mari Samuelsen in einem Programm mit Musik von Rautavaara, Pärt, Max Richter, Kristjan Järvi, Tschaikowsky und Strawinsky.

Im September bereist das Baltic Sea Philharmonic Deutschland und Italien mit "Nordic Pulse", ein Programm, das sich von der Natur und nordischen Landschaften inspirieren lässt. Ein Höhepunkt der Tournee sind zwei Konzerte beim Beethovenfest Bonn, bei denen das Orchester an den Feierlichkeiten zu Beethovens 250. Geburtstag teilnimmt. "Nordic Pulse" präsentiert auch eines der charakteristischsten Stücke des Ensembles, Kristjan Järvis Neufassung von Tschaikowskys Ballett "Dornröschen" als dramatische Symphonie.

Kristjan Järvi fasst das bevorstehende Jahr 2020 des Baltic Sea Philharmonic folgendermaßen zusammen: "Mehr frisches Denken, fantasievollere Kooperationen, mehr Neuinterpretationen großer Klassiker wie Tschaikowsky, Grieg, Beethoven und anderen sowie spannendere zeitgenössische Musik, die das Baltic Sea Philharmonic mit seiner einzigartigen Energie und Botschaft an ein neues Publikum weitergibt."

Auswendig spielen

Seit das Baltic Sea Philharmonic im August 2017 auf der Ostseeinsel Gotland Strawinskys "Der Feuervogel" als erstes Orchester überhaupt auswendig lernte, machte es sich schnell für seine unvergesslichen Aufführungen einen Namen. Im Jahr 2020 wird das Ensemble jedes Konzert auswendig spielen, wobei die meisten Programme auch ohne Unterbrechung aufgeführt werden und so einen kontinuierlichen Musikfluss erzeugen. Ohne Notenständer auf der Bühne, der größte Teil des Orchesters stehend, können sich die Musiker frei bewegen und direkter miteinander, mit dem Dirigenten und dem Publikum kommunizieren. Kristjan Järvi: "Auswendig zu spielen ist nicht dazu da, um zu beeindrucken oder zu zeigen, dass wir die Fähigkeit haben, uns komplexe Partituren zu merken. Es geht darum das Orchester als Kunstform weiterzuentwickeln, einen lebendigen, atmenden Organismus zu schaffen, in dem die Hauptsensation nicht das Lesen von Musik ist, sondern der intuitive Ausdruck und der Aufbau kollektiven Vertrauens in unsere natürliche Intelligenz."

Rückblick auf 2019

Aufbauend auf das erfolgreiche Jahr 2018, zum zehnjährigen Bestehen des Orchesters, war 2019 ein weiteres Jahr der Innovation für das Baltic Sea Philharmonic. Erstmals spielte es ein ganzes Programm nicht nur auswendig, sondern auch ohne Unterbrechungen, und schuf so einen kontinuierlichen Musikfluss, der auch improvisierte Übergänge enthielt. Zu den neuen Kooperationen mit Gastsolisten gehörte die erste Zusammenarbeit des Orchesters mit einem Singer-Songwriter. Und das Baltic Sea Philharmonic gab sein Debüt in Budapest, einem der großen europäischen Musikzentren. Drei große Tourneen im Jahr 2019 - "Nordic Pulse", "Midnight Sun" und "Divine Geometry" - führten die Musiker nach Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Russland, Deutschland, Österreich, Italien und Ungarn. Das Orchester gab zwölf Konzerte vor insgesamt 13.000 Zuschauern.

Zu "Nordic Pulse" durch die baltischen Staaten, Finnland und Russland im März begleitete der estnische Singer-Songwriter Mick Pedaja das Orchester, mit seinen fließenden, elektronisch gefärbten Liedern, die Mystik und Schönheit nordischer Landschaften aufgriffen. Zudem trat der Schweizer Violinist David Nebel mit dem Baltic Sea Philharmonic auf.

"Midnight Sun" im Juni und Juli führte nach Österreich und Deutschland, in die Berliner Philharmonie und die Elbphilharmonie Hamburg, mit Mari Samuelsen als Solistin und Mick und Angeelia Pedaja als besondere Gäste. Zu den musikalischen Höhepunkten dieser, von der Presse gefeierten Tournee, gehörten Rautavaaras magischer "Cantus Arcticus" und Strawinskys "Der Feuervogel". Das Orchester führte das gesamte zweistündige Programm auswendig, als einzigen, ununterbrochenen "Track" auf. Das Hamburger Abendblatt schrieb über das Baltic Sea Philharmonic: "Deutlich andere Liga."

Während der "Nordic Pulse"- und "Midnight Sun"-Touren veranstaltete das Baltic Sea Philharmonic gleichzeitig eine "Talent Tour", um neue Musiker für das Orchester zu entdecken. Rund 100 Musiker nahmen an diesen Probespielen in Palanga, Riga, Tallinn, Helsinki, St. Petersburg und Berlin teil.

Im September kombinierte "Divine Geometry" fantasievoll Arrangements barocker Meisterwerke mit bedeutenden neuen Werken der amerikanischen Minimalisten Philip Glass und Steve Reich. Beim Musikfestival Meran und beim Usedomer Musikfestival war Simone Dinnerstein Solistin im dritten Klavierkonzert von Glass, und im Usedomer Konzert gab das Orchester die Deutschland-Premiere von Reichs "Music for Ensemble and Orchestra". Beide Konzerte waren ausverkauft und wurden aufgezeichnet.

Das Baltic Sea Philharmonic beendete 2019 mit einem "Midnight Sun"-Konzert am 19. November in Budapest. Das Ungarndebüt des Orchesters begleitete der in Budapest geborene Pianist József Balog für ein Programm mit Griegs Klavierkonzert und Peer Gynt Suite Nr. 1. Abseits des Konzertsaals gab es im November ein weiteres besonderes Ereignis, die Weltpremiere von "Nordic Pulse" in Tallinn, einem neuen Dokumentarfilm über das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi. Das faszinierende Porträt des Orchesters wurde beim Black Nights Film Festival am 28. November begeistert aufgenommen und soll 2020 international ausgestrahlt werden.

Baltic Sea Philharmonic - eine Revolution in Musik und Kultur

Seit seiner Gründung 2008, initiiert durch das Usedomer Musikfestival, realisierte das Baltic Sea Philharmonic über 100 Konzerte vor mehr als 115.000 Konzertgängern in 15 Ländern - von Europa bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dabei tritt das Baltic Sea Philharmonic an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi strahlen die Aufführungen ansteckende Leidenschaft und Energie aus und sind Spektakel, die Klang-, Licht- und Projektionskunst, aber auch Choreografien zu einzigartigen Konzerterfahrungen verschmelzen. Mehr als das, ist das Baltic Sea Philharmonic eine Bewegung, die Menschen zusammenbringt und eine Gemeinschaft von Musikern aus zehn Ländern, die ebenso mühelos geographische, wie historische Grenzen überwindet. Indem das Ensemble die ganze innovative und progressive Kraft des Nordens verkörpert, führt es dabei das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor.

Pressekontakt: Alexander Datz, Pressesprecher, Baltic Sea Music Education Foundation e.V., Mobil: +49 176 741 61 157, alexander.datz@bmef.eu, www.bmef.eu