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Erste Hilfe leisten: Jeder Zweite fühlt sich unsicher

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Erste Hilfe leisten: Jeder Zweite fühlt sich unsicher

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg zeigt, wie groß die Wissenslücken in Notfällen sind. Die Gesundheitskasse fördert zusammen mit Netzwerk Nachbarschaft Aktionen für ein gesundes Wohnumfeld.

Düsseldorf, 09.06.2021Viele Unfälle passieren im Haushalt. Mit dem Alter nimmt die Gefahr dafür deutlich zu. Es liegt nahe, dass schneller Beistand nach einem Unglück oft aus dem Umfeld kommt. Doch mindestens jeder Zweite zwischen Rhein und Ruhr traut es sich nicht zu, im Notfall angemessen helfen zu können. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg. Die Gesundheitskasse fördert jetzt zusammen mit Netzwerk Nachbarschaft Aktionen für ein gesundes Wohnumfeld.

Wie gut kennen Sie sich in Erster Hilfe aus? Danach gefragt, halten 52 Prozent der Menschen in großen Teilen Nordrhein-Westfalens ihre Erste-Hilfe-Kompetenz für weniger gut oder schlecht. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sagen dies sogar 57 Prozent. In Köln und Umgebung sind es 47 Prozent, die sich nicht fit in Erster Hilfe fühlen. Bei den Älteren ist die Verunsicherung besonders groß. Nur rund jeder Dritte der über 70-Jährigen (36%) glaubt, sicher Erste Hilfe leisten zu können.

Gemeinschaft schafft mehr Sicherheit

In Nachbarschaften nimmt die Frage nach Erste-Hilfe-Maßnahmen einen besonderen Stellenwert ein. Denn Nachbarn sind schnell vor Ort und können als vertraute Menschen Unterstützung leisten. „Je besser der soziale Zusammenhalt, desto leichter fällt es auch zu helfen und um Hilfe zu bitten“, sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin des bundesweiten Netzwerk Nachbarschaft. Nachbargemeinschaften wie die Kölner Wunschnachbarn, das Mehrgenerationenhaus Wir vom Gut in Düsseldorf, die Bonner Siedlungsgemeinschaft Karmeliterstraße oder der Gut!Branderhof in Aachen leisten Erste Hilfe schon dadurch, dass sie sich gut vernetzen, um für Notfälle besser gewappnet zu sein. Sie kümmern sich um erkrankte Nachbarn, tauschen Telefonnummern aus, informieren die Angehörigen und vereinbaren frühzeitig, welche Maßnahmen im Ernstfall zu ergreifen sind.

Miteinander zum Schutz der Gesundheit

Erste Hilfe beginnt damit, gemeinsam für mehr Sicherheit im Wohnumfeld zu sorgen. „Gesundheitsförderung und Prävention setzen dort an, wo Menschen leben“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Die Gesundheitskasse unterstützt Nachbarinitiativen, die sich aktiv für ein gesundes Miteinander einsetzen.

Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“

Gemeinsam mit Netzwerk Nachbarschaft lobt die AOK Rheinland/Hamburg den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ aus. Angesprochen sind Nachbarinitiativen im Rheinland und in Hamburg, die sich aktiv und nachhaltig für eine Verbesserung der Lebensqualität im Quartier einsetzen. Der Förderpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Unter den Bewerbungen wählt die prominent besetzte Jury zehn Projekte aus, die mit jeweils 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen für den Förderpreis sind online möglich, Stichwort „ Gesunde Nachbarschaften“.

Hinweise an die Redaktion

Hier finden Sie die ausführlichen Ergebnisse der repräsentativen Umfrage, die Forsa im April 2021 durchgeführt hat.

Bildmaterial

Infografik: Umfrage „Erste Hilfe in Nachbarschaften“, Rheinland

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg: Kirsten Simon, Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf, Telefon 0211 / 8791-28219,

E-Mail: presse@rh.aok.de

Netzwerk Nachbarschaft/AMG Hamburg: Karin Banduhn, Eppendorfer Landstraße 102a, 20249 Hamburg,

Telefon: 040 / 480 650 18, E-Mail: karin.banduhn@netzwerk-nachbarschaft.net

Pressestelle AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
Kasernenstraße 61
40213 Düsseldorf
Telefon 0211 8791- 1038 presse@rh.aok.de
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