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10.12.2020 – 11:56

AOK Rheinland/Hamburg

Wegen Corona: 30 Prozent weniger Kopflaus-Befall

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Corona-Pandemie macht Kopfläusen das Leben schwer

Eine erfreuliche Folge der Kontaktbeschränkungen: In diesem Jahr werden rund 30 Prozent weniger Anti-Läuse-Mittel verordnet. Das zeigen Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg

Düsseldorf, 10.12.2020 - Strenge Abstandsregeln während der Corona-Pandemie machen den Kopfläusen das Leben schwer. Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zeigen, dass es in diesem Jahr weit weniger Übertragungen gibt als im Vorjahr: Die Nachfrage nach Arzneimitteln gegen Läusebefall ist 2020 erheblich gesunken.

Für diese Analyse hat die Gesundheitskasse die Daten Tausender Versicherter aus dem Rheinland und aus großen Teilen des Ruhrgebiets verarbeitet. Demnach wurden zwischen Januar und September 2020 von niedergelassenen Ärzten in diesen Regionen rund 30 Prozent weniger Läusemittel verordnet als zwischen Januar und September 2019.

Gefährlich sind die Kopfläuse zwar nicht, dafür aber ausgesprochen lästig. Meistens lassen sich die wenige Millimeter kleinen Parasiten in Kinderhaaren nieder. Dort vermehren sie sich und sorgen für einen unangenehmen Juckreiz. Experten gehen davon aus, dass die Kopflaus niemals ganz den Rückzug antreten wird, aber immerhin wird ihre Ausbreitung in Corona-Zeiten offensichtlich deutlich gebremst.

Auch Kinder halten mehr Abstand, den Läusen wird so der Weg abgeschnitten

"Mit ziemlicher Sicherheit führen die Kontaktbeschränkungen zu diesem starken Rückgang. Die Übertragungswege werden unterbrochen, weil auch Kinder mehr Abstand halten müssen und nicht mehr so häufig ihre Köpfe zusammenstecken wie vor der Corona-Pandemie", sagt Rolf Plum, der den Geschäftsbereich Arzneimittel/Apotheken bei der AOK Rheinland/Hamburg leitet.

Den Läusen wird sozusagen der Weg abgeschnitten. "Während der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr, als auch die meisten Kindergärten und Schulen geschlossen waren, wurde es den Läusen besonders schwer gemacht", sagt Dr. Renate Quarg, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin aus dem AOK-Clarimedis ServiceCenter.

Dass die Kopflaus eines Tages komplett verschwinden wird, davon geht auch Quarg nicht aus. Aber sie kann Betroffene und Eltern grundsätzlich beruhigen: "Läuse sind harmlos. Nur in wenigen Fällen kann es passieren, dass Bakterien in Kratzwunden gelangen und Entzündungen verursachen."

Kopfläuse sollten jedoch auf jeden Fall behandelt werden. Ist ein Kind betroffen, ist es wichtig, den Befall umgehend in der Schule oder Kita melden. Denn störend sind die winzigen Insekten allemal und zudem sind sie sehr zügig unterwegs. "Sie gelangen bei engem Kontakt unglaublich schnell von Kopf zu Kopf", sagt Dr. Renate Quarg.

In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, um Läuse erfolgreich zu bekämpfen. Die Behandlung sollte nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden.

Keine Frage von mangelnder Hygiene

Läusebefall ist übrigens keine Frage von mangelnder Hygiene. Theoretisch kann es jeden treffen. Daten der AOK Rheinland/Hamburg sowie des Instituts für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg belegen allerdings, dass in den meisten Fällen Kinder betroffen sind, und zwar vor allem die Gruppe der Sieben- bis Zwölfjährigen. Hier haben in den vergangenen beiden Jahren jeweils ungefähr sechs von einhundert Kindern beim Arzt die Diagnose Läusebefall bekommen. Die Zahl der Betroffenen könnte allerdings noch höher liegen, denn Arzneimittel gegen Kopfläuse sind auch ohne vorherigen Arztbesuch in der Apotheke erhältlich.

Erwachsene werden dagegen nur selten von Kopfläusen heimgesucht. Hier trifft es dann am häufigsten die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen und Frauen rund fünf Mal häufiger als Männer.

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