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08.12.2020 – 11:11

AOK Rheinland/Hamburg

Jeder Zweite in NRW hat Probleme, Gesundheitsinformationen im Netz zu bewerten

AOK-Studie: Gesundheitsinformationen im Netz zu bewerten,

fällt jedem Zweiten in Nordrhein-Westfalen schwer

Sucht man Informationen rund um die eigene Gesundheit, ist das Internet meist der erste Ansprechpartner. Aber der Umgang mit den dort gefundenen Gesundheitsinformationen fällt vielen Bürgern in Nordrhein-Westfalen schwer. Das zeigt eine Studie der AOK. Danach haben 51,4 Prozent der Bewohner Nordrhein-Westfalens Probleme, digitale Gesundheitsinformationen etwa zu finden, einzuordnen oder anzuwenden. Sie haben somit eine eingeschränkte digitale Gesundheitskompetenz. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 52,4 Prozent.

Diese Ergebnisse stammen aus der ersten bundesweit repräsentativen Studie zur digitalen Gesundheitskompetenz in Deutschland. Sie wurde heute von der AOK Rheinland/Hamburg und vom AOK-Bundesverband in Berlin vorgestellt. Das Institut Skopos befragte online deutschlandweit 8.500 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren, wie gut sie digitale Gesundheitsinformationen im Netz finden, verstehen, bewerten und für sich nutzen können.

Mehr als die Hälfte der Befragten in NRW (51,4 Prozent) verfügt demnach nur über eine eingeschränkte digitale Gesundheitskompetenz. Knapp der Hälfte (49,5 Prozent) fällt es schwer zu beurteilen, ob die Informationen zuverlässig sind oder nicht. 41,6 Prozent finden es zudem "schwierig" oder "sehr schwierig", herauszufinden, ob hinter den Gesundheitsinformationen kommerzielle Interessen stehen.

Bundesweit zeigen Frauen sowie Personen mit höherem Einkommen und höherer Bildung tendenziell eine höhere digitale Kompetenz. Personen mit sehr gutem oder gutem Gesundheitszustand haben eine höhere digitale Gesundheitskompetenz als Personen mit mittelmäßigem bis sehr schlechtem Gesundheitszustand.

"Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass bei der digitalen Gesundheitskompetenz der Menschen dringender Handlungsbedarf besteht", sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. "Gerade in Corona-Zeiten sollten Menschen in der Lage sein, zu erkennen, welche Angebote im Netz zuverlässig sind, damit sie nicht falsch informiert und dadurch gesundheitlich vielleicht sogar gefährdet werden."

Die AOK Rheinland/Hamburg unterstützt ihre Versicherten durch passgenaue Versorgungsangebote und Projekte dabei, ihre digitale und allgemeine Gesundheitskompetenz zu entwickeln und auszubauen. Zu diesen Angeboten zählen zum Beispiel Videosprechstunden zu verschiedenen gesundheitlichen Themen, eine Service-Hotline zu Fragen rund um Corona sowie lokale Projekte wie etwa "Die Kümmerei" in Köln-Chorweiler. Das Projekt fördert durch niedrigschwellige Angebote vor Ort unter anderem die Gesundheitskompetenz der sozial benachteiligten Bewohner.

"Der AOK Rheinland/Hamburg ist wichtig, Angebote zielgruppenspezifisch zu gestalten und sie auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen auszurichten", betont Matthias Mohrmann. "Die Angebote müssen leicht verständlich und einfach zugänglich sein." So könnten Menschen dabei unterstützt werden, richtige Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen. Eine fundierte Gesundheitskompetenz könne helfen, eine Spaltung der Gesellschaft in Informierte und Uninformierte zu verhindern und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Die Studie "Digitale Gesundheitskompetenz in Deutschland finden Sie hier, zu einer Kurzzusammenfassung der Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen gelangen Sie über diesen Link.

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