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10.11.2020 – 10:23

AOK Rheinland/Hamburg

Ältere Hamburger leiden häufiger unter Asthma als jüngere

Ältere Hamburger leiden häufiger unter Asthma als jüngere

3,8 Prozent der Menschen in der Hansestadt sind Asthmatiker. Senioren ab 80 Jahren und Seniorinnen zwischen 70 und 79 Jahren sind besonders betroffen.

Hamburg, 10.11.2020 - In Hamburg liegt der Anteil der Asthma-Patienten an der Bevölkerung mit 3,8 Prozent leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 4,2 Prozent. Das zeigt der neue "Gesundheitsatlas Hamburg" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Der Gesundheitsatlas stellt die Häufigkeit von Asthma bronchiale für die Bevölkerung der Hansestadt auf Basis von Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2018 dar. "Zur Vermeidung von Neuerkrankungen sollten die verschiedenen beeinflussbaren Risikofaktoren für Asthma in den Blick genommen werden. Dazu zählen eingeatmete Stoffe, die die Lunge schädigen - auch das Tabakrauchen", sagt Thomas Bott, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg in Hamburg. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören unter anderem Allergien und genetische Veranlagungen.

Insgesamt leben laut Gesundheitsatlas 71.000 Menschen mit Asthma bronchiale in Hamburg, bundesweit sind es 3,5 Millionen. Im Vergleich zu anderen Großstädten mit über 500.000 Einwohnern liegt die Hansestadt im unteren Mittelfeld. Während der Anteil der Asthmatiker an der Gesamtbevölkerung in Dortmund mit 5,0 Prozent am höchsten ist, liegt der Anteil in Stuttgart bei nur 3,7 Prozent und somit nur 0,1 Prozent niedriger als in Hamburg.

Ältere Männer und Frauen besonders betroffen

Bei der Krankheitshäufigkeit zeigt der Gesundheitsatlas zudem deutliche Unterschiede nach Alter und Geschlecht. Am häufigsten wird die Diagnose Asthma in Hamburg bei Männern ab 80 Jahren mit 6,2 Prozent und bei Frauen von 70 bis 79 Jahren mit 8,0 Prozent gestellt. Ältere Männer und Frauen in Hamburg sind somit häufiger von Asthma betroffen als ihre Altersgenossen im Bundesdurchschnitt, wohingegen jüngere Hamburger seltener an Asthma erkranken.

Strukturierte Behandlung für eine bessere Kontrolle der Erkrankung

Die AOK Rheinland/Hamburg engagiert sich seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung ihrer Versicherten mit Asthma bronchiale. So ist das Disease-Management-Programm (DMP) "AOK-Curaplan" für Asthma-Patienten seit 15 Jahren ein fester Bestandteil der Versorgung. Das Ziel, die Asthma-Erkrankung gut unter Kontrolle zu haben, steht hierbei im Vordergrund. Asthma-Anfälle sollen möglichst komplett vermieden werden, sodass das Alltagsleben der Patienten nicht durch die Erkrankung eingeschränkt wird.

Schwere Covid-19-Verläufe werden durch Asthma nicht begünstigt

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie sei ein gutes Management in der Asthma-Therapie besonders wichtig, betont Dr. Thomas Wollersheim, Arzt und Leiter des ServiceCenters Medizin der AOK Rheinland/Hamburg: "Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgegangen werden kann."

Der "Gesundheitsatlas Hamburg" zu Asthma bronchiale steht unter diesem Link zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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