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14.08.2020 – 12:19

AOK Rheinland/Hamburg

AOK-Auswertung: Nachbarschaften in Corona-Zeiten besonders wertvoll

AOK-Auswertung: Nachbarschaften in Corona-Zeiten besonders wertvoll
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AOK-Auswertung zeigt: Nie war eine gesunde Nachbarschaft so wertvoll wie in Corona-Zeiten

Nach einer repräsentativen Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg sind 85 Prozent der Menschen überzeugt, dass eine gute Nachbarschaft vor Einsamkeit schützt. Auffallend ist, dass vor allem Jüngere den direkten Draht nach nebenan schätzen. Die AOK Rheinland/Hamburg zeichnet beispielhafte Nachbarschaftsprojekte aus

HAMBURG, 14.08.2020 - Sie kaufen füreinander ein, sie haben ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen ihrer Mitmenschen, sie bieten nebenan ihre Hilfe an und machen schwere Zeit erträglicher: In der Corona-Krise ist eine gesunde Nachbarschaft besonders wertvoll. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg hat ergeben, dass eine große Mehrheit der Menschen das Miteinander im Wohnumfeld während der Pandemie mehr denn je zu schätzen gelernt hat. 85 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass eine gute Nachbarschaft vor Einsamkeit schützt. 73 Prozent haben die Erfahrung gesammelt, dass in Corona-Zeiten auf die Nachbarn immer Verlass ist.

Gute Nachbarschaft schützt vor Einsamkeit

Auffallend ist, dass vor allem jüngere Menschen die Nähe nach nebenan als besonders positiv empfinden: So erleben 78 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in diesen Zeiten Verlässlichkeit in der Nachbarschaft, und sogar 91 Prozent der 30- bis 39-Jährigen stimmen zu, dass eine gute Nachbarschaft vor Einsamkeit schützt. Bei den Senioren sind es 82 Prozent, bei Alleinstehenden quer durch alle Altersgruppen vier von fünf (80 Prozent).

Das Bewusstsein um die gesundheitlichen Risiken von Vereinsamung ist also bereits in der jüngeren Generation angekommen. Schon 20- oder 30-Jährige schätzen den guten Draht nach nebenan, pflegen das Miteinander oder gestalten es sogar aktiv mit. "Ob und wie wir in die Gemeinschaft eingebunden sind, hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebensqualität. Gelebte Nachbarschaften bieten Rückhalt, fördern Teilhabe und wirken sich positiv auf die Gesundheit aller Beteiligten aus", sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Eine knappe Mehrheit der Befragten (52 Prozent) beobachtet, dass die Corona-Krise die Qualität des Miteinanders sogar verbessert und die Nachbarschaft gestärkt hat. Wie sollte dieser Zusammenhalt dann künftig bewahrt werden? 63 Prozent der Menschen wollen sich von Haustür zu Haustür austauschen und das Gespräch pflegen. Jeder Zweite (50 Prozent) sieht Vorteile in Einkaufsgemeinschaften, rund jeder Dritte (34 Prozent) findet es gut, mit Nachbarn spazieren zu gehen oder Sport zu treiben. Etwa jeder Vierte (24 Prozent) hält Kulturangebote im Wohnumfeld für besonders wichtig in Zeiten ausfallender Schützenfeste, Trödelmärkte oder Konzerte.

Die Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg zeigt: Der Anruf nebenan, der Dialog im Treppenhaus oder die gemeinsame Runde durch den Park - alles natürlich unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen - ist unter Nachbarn seit Beginn der Corona-Krise besonders in den Fokus gerückt. Die Bereitschaft, den Nachbarn zu unterstützen, steigt. Das sind ganz wichtige Aspekte für die gesellschaftliche Entwicklung und Gesundheit. "Nachbarschaftliches Engagement kann viel bewirken - zum Beispiel kann es Menschen vor Einsamkeit bewahren oder aus der Isolation zurück in soziales Miteinander helfen", sagt Günter Wältermann. Klar müsse aber auch sein, dass Nachbarschaftshilfe kein Ersatz für professionelle Hilfe sein könne. "Wenn man diese Grenze nicht erkennt, überfordert man nachbarschaftliches Engagement."

Förderpreis "Gesunde Nachbarschaften" mit 10.000 Euro dotiert

Wohnortnahe Netzwerke auch in schwierigen Zeiten zu stärken, ist das Ziel des Förderpreises "Gesunde Nachbarschaften", bei dem die AOK Rheinland/Hamburg mit dem Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft kooperiert. Der Preis richtet sich an Nachbarinitiativen, die innovative Projekte für ein gesundes Miteinander auf- oder ausbauen. "Entscheidend für viele Nachbarschaften ist jetzt die Frage, wie sie sich als Gemeinschaft neu vernetzen und sich nachhaltig helfen können", sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft.

Der Förderpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an zehn nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte im Rheinland und in Hamburg, die jeweils mit 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen für den Förderpreis sind bis Mittwoch, 30. September 2020, möglich. Infos und Anmeldung unter:

aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net

Bildmaterial

5 Infografiken "Gesunde Nachbarschaft in der Corona-Krise", abrufbar unter: https://we.tl/t-8V6d9bHkT0

Antje Kusalik
Pressesprecherin
AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse
Unternehmenssteuerung
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