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27.08.2019 – 11:15

Goldenstein & Partner - Rechtsanwälte & Steuerberater

Bundesweite Analyse: An diesen Gerichten dauern die Diesel-Prozesse besonders lang

Potsdam (ots)

   - rightnow.eu analysiert Dauer von Dieselskandal-Verfahren an 42 
     deutschen Landgerichten
   - Im Schnitt dauern Prozesse von Einreichung bis Urteil rund 9 
     Monate und acht Tage
   - Landgericht Heilbronn ist am schnellsten, Landgericht Hamburg am
     langsamsten 

Über 430.000 Menschen sind im Rahmen des Dieselskandals Teil der Musterfeststellungsklage, die ab dem 30. September verhandelt wird. Ein abschließendes Urteil wird jedoch frühestens in vier Jahren erwartet. Doch wie lange dauert es eigentlich, wenn Fahrzeughalter über den Individualweg klagen? Dieser Frage ist das Verbraucherportal rightnow.eu auf den Grund gegangen und hat dafür mehr als 1.000 Prozesse ausgewertet. Dabei stellte das Portal, das in der Sache über 11.000 Mandanten vertritt, erhebliche Unterschiede je nach Standort des zuständigen Gerichts fest.

Demnach dauert ein Prozess von der Einreichung der Klage bis zum Urteil durchschnittlich 278 Tage. Das sind etwa neun Monate und acht Tage. Am schnellsten urteilen die Richter am Landgericht Heilbronn. Hier dauern die Prozesse im Schnitt 157 Tage. Auch in Frankenthal (Pfalz) entscheiden die Richter vergleichsweise schnell: 168 Tage dauert es in Frankenthal bis zur Urteilsfällung. In Paderborn und Potsdam können Kläger nach etwa 187 beziehungsweise 211 Tagen mit einem Urteil rechnen.

An diesen Gerichten ziehen sich die Prozesse in die Länge

Vergleichsweise lang müssen Dieselfahrer hingegen in Hamburg auf ein Urteil warten. Rund 418 Tage und somit fast ein Jahr und zwei Monate dauert es am Landgericht der Hansestadt durchschnittlich bis zur Verkündung. Auch an den Landgerichten in Siegen (392 Tage), Dortmund (385 Tage), Gießen (381 Tage), Koblenz (370 Tage) und Nürnberg-Fürth (366 Tage) müssen Kläger länger als ein Jahr auf eine Entscheidung der zuständigen Richter warten.

Die durchschnittliche Prozessdauer am Landgericht Bochum entspricht mit 279 Tagen hingegen genau dem Durchschnittswert der Analyse. Damit landet das Gericht im Ruhrpott auf Platz 24 der Analyse. Vor Bochum platziert sich das Landgericht Köln (267 Tage) und dahinter das Landgericht Darmstadt (289 Tage).

Alexander Voigt, Rechtsanwalt von rightnow.eu, kommentiert die Analyse:

"Die Dauer der Prozesse im Dieselskandal kann sich je nach Standort des zuständigen Gerichts um bis zu acht Monate unterscheiden. Das liegt unter anderem daran, dass es in Deutschland einen großen Richtermangel gibt. Obwohl sich die Prozesse im Dieselskandal teilweise mehr als ein Jahr hinziehen können, nimmt die Musterfeststellungsklage mindestens vier Jahre in Anspruch, was mit einem enormen Wertverfall der jeweiligen Fahrzeuge und somit einer geringeren Entschädigungssumme der Kläger einhergeht. Daher raten wir jedem, der Teil des Musterfeststellungsverfahrens ist, noch vor dem 30. September aus der Sammelklage auszutreten, denn danach gibt es kein zurück!

Wir von rightnow.eu schaffen es aktuell, die Ansprüche unserer Mandanten gegenüber VW in durchschnittlich sechs bis acht Monaten durchzusetzen. Das liegt daran, dass wir nicht nur Gerichtsurteile erwirken, sondern häufig auch Vergleiche mit dem jeweiligen Autohersteller aushandeln. Um selbst klagen zu können, benötigten betroffene Autobesitzer bislang eine Rechtsschutzversicherung oder eigene Mittel, um die Prozesskosten zu stemmen. Ab sofort übernehmen wir diese Kosten und das Risiko mit unserem Partner der ROLAND ProzessFinanz AG und helfen VW-Kunden dabei, deutlich schneller zu ihrem Anspruch zu kommen und das ohne, dass sie das unsichere Musterfeststellungsverfahren durchlaufen müssen."

Diese Rechte haben Abgasskandal-Opfer

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf rightnow.eu können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.

rightnow.eu ist ein Angebot der Potsdamer Rechtsanwaltskanzlei Goldenstein & Partner. Diese kooperiert dabei mit dem deutschen Prozessfinanzierer ROLAND ProzessFinanz AG. Letzterer ermöglicht es VW-Kunden ohne Rechtschutzversicherung, risikofrei gegen den Konzern vorzugehen. Im Erfolgsfall sichert sich ROLAND dafür lediglich eine Provision in Höhe von 20 Prozent der durchgesetzten Entschädigungssumme.

Das ist die Analysegrundlage

rightnow.eu hat im Rahmen des Dieselskandals bereits über 1.000 Urteile erwirkt und ist unter anderem für den deutschlandweit ersten Abgasskandal-Prozesssieg vor einem Oberlandesgericht verantwortlich. Für die Analyse hat das Verbraucherportal nur Prozesse von Gerichten, an denen das Portal mindestens drei Urteile erwirkt hat, ausgewertet.

Sämtliche Ergebnisse der Analyse stehen unter dem folgenden Link als PDF-Datei zum Download zur Verfügung: http://ots.de/PS6C12

Über rightnow.eu

rightnow.eu ist ein Verbraucherportal, das sich auf die Durchsetzung von Entschädigungsforderungen von Abgasskandal-Opfern spezialisiert hat. Auf der Plattform können geschädigte Kunden deutscher Autobauer kostenfrei prüfen, ob sie Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben und das Portal mit der Durchsetzung ihrer Rechte beauftragen. Rightnow wurde 2017 gegründet, hat seinen Sitz in Potsdam und beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter. Das Verbraucherportal ist ein Angebot der Potsdamer Rechtsanwaltskanzlei Goldenstein & Partner.

Pressekontakt:

Nils Leidloff | nils.leidloff@tonka-pr.com |
+49.30.4036476.07

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