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Diözese Rottenburg-Stuttgart

Interview zum Start der Sanierungsarbeiten am Kloster Binsdorf

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„Für uns alle geht ein Traum in Erfüllung“

Interview zum Start der Sanierungsarbeiten am Kloster Binsdorf

Geislingen-Binsdorf. Beim ersten Bauabschnitt der Sanierung des Klosters Binsdorf sollen das Dach und die Fassade instandgesetzt werden. Regina Günzel, gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats St. Markus Binsdorf, und Dekan Pater Augusty äußern sich über die nächsten Schritte abseits der Bauarbeiten an dem früheren Dominikanerinnenkloster.

Nach mehr als zehn Jahre Vorlauf beginnen nun die Arbeiten zum ersten Bauabschnitt. Wie fühlen Sie sich dabei?

Pater Augusty: Für uns alle geht so ein Traum in Erfüllung. Dafür, dass es so weit kommen konnte, sind wir dankbar für die Fördergelder und die vielen Unterstützungen. Ohne diese ganze Hilfe, egal in welcher Form, wäre das Projekt nicht machbar gewesen.

Frau Günzel: Ich bin sehr glücklich, dieses Ereignis miterleben und in gewisser Weise mitgestalten zu dürfen. Schön, dass das Kloster nun aus seinem Dornröschenschlaf, wie einige es genannt haben, erwachen darf und ich hoffe sehr, dass es zu einem Wahrzeichen für Binsdorf wird, mit dem sich alle als einem Ort, den man gerne besucht, an dem man sich gerne aufhält, identifizieren können.

Wie geht es nun vor Ort weiter, brauchen Sie weitere Unterstützung?

Regina Günzel: Ja und dabei ist jeder willkommen, ganz gleich ob klein oder groß, ob er seine Muskelkraft oder seine Gehirnleistung einbringen möchte.

Pater Augusty: Wir freuen uns über jede Unterstützung durch Interessierte und bitten auch um das Gebet für einen guten und zügigen Verlauf der Restaurierung von Kloster und Klostergarten.

Gibt es denn schon konkrete Punkte, an denen nach Unterstützung gesucht wird?

Regina Günzel: In den nächsten Monaten müssten der Dachboden, das Markusheim, der Jugendraum und die angrenzenden Räume ausgeräumt werden. Ansonsten werden sich immer wieder Beteiligungsmöglichkeiten ergeben und wir wären froh, wir hätten dann einige Personen, auf die wir zugehen können oder aber die sich bei uns melden. Ein herzlicher Aufruf geht von uns auch an alle, die vielleicht noch Fotos haben von alten Hochzeiten, Kommunions- oder Firmfeiern und von Geburtstagsfeiern, auf denen das Kloster oder der Klostergarten im Hintergrund zu sehen sind. Es wäre schön, wenn wir diese Fotos zum Einscannen ausleihen dürften. Sie kommen auch sicher wieder zu den Besitzern zurück. Begleitend zur Renovierung immer wieder mal einige alte Ansichten zu sehen, fände ich sehr spannend und würde mich über viele Fotos freuen.

Und an wen sollte man sich wenden, wenn man helfen möchte?

Pater Augusty: Ende Juni wollen wir die weiteren Schritte festlegen und auch die Beteiligungsmöglichkeiten für Interessierte. Wer heute bereits interessiert ist, der kann sich sehr gerne schon bei Regina Günzel, Kirchenpflegerin Brigitte Wolpert oder bei mir melden.

Frau Günzel, welche Bedeutung kommt der Kirchengemeinde vor Ort bei der Sanierung zu?

Regina Günzel: Unser Wunsch ist es, dass die gesamte Gemeinde in dieser Zeit mitgenommen wird und die Restaurierung ein Projekt von allen ist. Wir möchten, dass sich die Gemeinde mit dem Projekt identifizieren kann und stets informiert ist, was gerade geht.

Wie genau wird das aussehen?

Regina Günzel: Wir planen unter anderem, auf einem ‚Zeitstrahl‘ den Fortschritt der Renovierungsarbeiten durch aktuelle Fotos und Informationen deutlich zu machen. Dieser ‚Zeitstrahl‘ soll möglichst allen zugänglich sein und daher in der St. Markuskirche seinen Platz finden

Pater Augusty: Das Klostergebäude ist das Wahrzeichen des Städtles Binsdorf. Darum gehen wir davon aus, dass sich viele daran beteiligen wollen, dürfen und können. Egal wie. Zum Beispiel könnte das erfolgen durch Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit und bei Social Media, mit Spenden, Gebet oder auch einfach mit Unterstützung, wenn Not am Mann ist.

Zur Person:

Regina Günzel wurde am Niederrhein geboren und ist dort aufgewachsen. Seit 1998 ist sie im Schwabenland heimisch geworden. Die 57-jährige Krankenschwester ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Seit 1999 ist sie in der häuslichen Pflege der kirchlichen Sozialstation in Balingen tätig. Ihre Freizeit verbringt sie gerne beim Basteln mit verschiedensten Materialien, bei der Gartenarbeit, beim Laufen und Fahrradfahren in der Natur und beim Lesen.

Pater Augusty Kollamkunnel O. Praem ist Dekan des katholischen Dekanats Balingen. Der 47-Jährige stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala und kam nach dem Philosophie- und Theologiestudium im Jahr 2004 in die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Seit Ende 2011 leitet er die Seelsorgeeinheit „Am Kleinen Heuberg“, zu der St. Markus Binsdorf gehört. In seiner Freizeit geht er gerne schwimmen, liest, hört Musik und schaut sich Filme an.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart umfasst mit ihren 1020 Kirchengemeinden und 1,8 Millionen Mitgliedern den württembergischen Landesteil Baden-Württembergs, und ist bundesweit die viertgrößte Diözese. Seit dem Jahr 2000 steht ihr Dr. Gebhard Fürst als Bischof vor. Unter ihrem Dach leisten 24.000 Haupt- und 170.000 Ehrenamtliche ihren Dienst für die Menschen und legen so Zeugnis ab vom lebendigen Gott. Auf dem Gebiet der Diözese stehen rund 890 Kindergärten in katholischer Trägerschaft und bieten rund 46.600 Kindern eine Betreuung; 98 katholische Schulen werden von 25.500 Schülern besucht, und in 980  karitativen Einrichtungen finden rund 495.000 Menschen eine Betreuung. Im Rahmen des weltkirchlichen Engagements gibt es Partnerschaften mit Diözesen in über 80 Ländern weltweit. Aktuelles sowie Hintergründe bietet die Homepage  www.drs.de 
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