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01.12.2020 – 15:02

Baumschule Horstmann GmbH & Co. KG

Botanischer Exkurs: nützliche Pflanzennamen für Hobbygärtner

Botanischer Exkurs: nützliche Pflanzennamen für Hobbygärtner
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Viele botanische Pflanzennamen geben Hinweise auf typische Merkmale der Art. Wer sie kennt, kann ohne viel Recherche auf die wichtigsten Eigenschaften der Pflanze schließen. Die Baumschule Horstmann bietet wissbegierigen Hobbygärtnern einen Überblick über die am häufigsten vorkommenden botanischen Bezeichnungen.

Neben dem deutschen Pflanzennamen findet sich in Gärtnereien und Baumschulen stets auch die botanische Bezeichnung auf dem Pflanzenetikett. Diese ist in Fachkreisen sogar wichtiger und wird unter Gärtnern ausschließlich verwendet. Denn die botanische Nomenklatur aus Gattungs- und Artnamen gibt eindeutig und unverwechselbar Aufschluss darüber, welche Pflanze konkret gemeint ist. Im Gegensatz zu den deutschen Namen, die viel mehr Verwechslungen zulassen. Schon allein, weil sich die landläufigen Bezeichnungen je nach Region unterscheiden können: Was für den Norddeutschen die Fliederbeere ist, kennt der Süddeutsche als Hollderbusch. Gemeint ist der Schwarze Holunder. Gärtner beider Regionen verstehen sich dagegen zuverlässig, weil sie den botanischen Namen Sambucus nigra verwenden.

Der botanische Name einer Pflanze setzt sich stets aus dem Gattungsnamen und dem kleingeschriebenen Artnamen, fachlich Artepitheton, zusammen. So sieht es die Nomenklatur vor, auf die sich Botaniker geeinigt haben. In Hochzeichen folgen bei Sorten, also gezüchteten Varianten der Art, die Namen, mit denen sie ihre Züchter bedenken.

In den meisten Fällen ist es das Artepitheton, das über bestimmte Eigenschaften informiert. Im wörtlichen Sinne nützlich ist beispielsweise der Artname utilis, gibt er doch Aufschluss über den besonderen Nutzen einer Pflanze. Viele Namen ehren auch den Entdecker der Pflanzenart oder bekannte Botaniker und Pflanzensammler. Dies ist meist an dem i oder ii am Ende des Artnamens zu erkennen. Die Magnolia sieboldii ehrt zum Beispiel Philipp Franz von Siebold, einen berühmten Pflanzensammler und anerkannten Botaniker.

Für den interessierten Hobbygärtner ist vor allem bei Stauden der Namensteil officinalis aufschlussreich. Diese Pflanzen wurden und werden als Heilpflanzen, beziehungsweise zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Auch tinctorius gibt einen wichtigen Hinweis: Diese Pflanzen liefern Farbstoffe. Wer also Flecken auf seiner Kleidung vermeiden will, sieht sich beim Schneiden und umpflanzen vor. Gleiches gilt bei Pflanzen, die den Zusatz lacteus im Namen tragen. Sie führen Milchsaft, der teilweise hautreizend wirken kann.

Wer eine Pflanze findet, die sich ornata nennen darf, kann sich sicher sein, ein echtes Schmuckstück gefunden zu haben! Denn der Namensteil steht für geschmückt. Auch mit einer Pflanze, die sich fragrans nennt, trifft der Gartenbesitzer eine gute Wahl! Denn dieses Artepitheton kennzeichnet besonders duftende Stauden und Gehölze.

Für die Bestimmung von Pflanzen besonders wertvoll, sind Hinweise auf die Blattform und den charakteristischen Wuchs. Viele Artnamen verraten die Blütenform und -farbe, ohne auf die Blütezeit warten zu müssen. Farbnamen können sich jedoch ebenso auf Blätter, Früchte oder das Holz beziehen. Auch für geografisch weniger interessierte Gartenbesitzer sind doch einige Artnamen interessant, die auf die natürliche Herkunft hinweisen. Diese geben beispielsweise Aufschluss über einen geeigneten Standort im Garten.

WUCHSFORM

altissimus : sehr hoch

arborescens : baumartig

columnaris : säulenartig

compactus : dicht

depressus : niedergedrückt

elatus : hoch, erhaben

elegans : fein, zierlich

fastigiatus : spitz in die Höhe wachsend

gracilis : schlank

helix : windend

humilis : niedrig

pendulus : hängend

procumbens : niederliegend

pyramidalis : pyramidenförmig

repens : kriechend

strictus : steif, straff aufrecht

BLÄTTER

acerifolius : ahornblättrig

angustifolius : schmalblättrig

betulus : birkenähnlich

cordatus : herzförmig

digitatus : gefingert

dissectus : feingeschlitzt

glaucus : blaugrün

incisus : eingeschnitten

latifolius : breitblättrig

macrophyllus : großblättrig

mollis : weich

pubescens : flaumig

rotundifolius : rundblättrig

sempervirens : immergrünend

serratus : gesägt

tremulus : zitternd

variegatus : bunt gefleckt, panaschiert

BLÜTE

campanulatus : glockenartig

autumnalis : herbstlich

floribundus : reichblühend

grandiflorus : großblütig

inodorus : geruchlos

micranthus : kleinblütig

plenus : gefüllt

praecox : frühzeitig

terminalis : endständig

FARBE (Blüte, Blätter, Holz)

albus : weiß

argenteus : silberweiß

atrovirens : dunkelgrün

aureus : goldgelb

coccineus : scharlachrot

Iuteus : gelb

niger, nigrum : schwarz

nivalis, niveus : schneeweiß

pallidus : bleich, blass

FRÜCHTE

delicatus, deliciosus : köstlich

edulis : essbar

melanocarpus : schwarzfrüchtig

N ATÜRLICHES VORKOMMEN

aquaticus : am oder im Wasser wachsend

alpinus : wächst in den Alpen

borealis : aus dem Norden stammend

campestris, campestre : auf Feldern wachsend

domesticus : häuslich, heimisch

palustris : im Sumpf wachsend

silvaticus, silvestris : im Wald wachsend

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Pressekontakt:
Nicole Davila / Public Relations / Telefon: +49 (0) 4892 / 8993-284
nicole.davila@liebt-pflanzen.de / www.baumschule-horstmann.de
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