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23.09.2019 – 10:30

Baumschule Horstmann GmbH & Co. KG

Bäume pflanzen beim #Einheitsbuddeln - darauf kommt es an

Bäume pflanzen beim #Einheitsbuddeln - darauf kommt es an
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Viele Menschen greifen bei der Aktion Einheitsbuddeln am Tag der Deutschen Einheit zum ersten Mal zu Spaten und Schaufel. Hier erfahren Neugärtner, auf was es beim Einpflanzen ankommt und wie der neue Baum am besten in die Erde kommt. In sechs Schritten Gutes für das Klima tun!

Egal, welcher Baum es für das Einheitsbuddeln sein soll, die Pflanzung von Gehölzen ist eine einfache Sache. Den einzigen Unterschied macht die Lieferform und die Lieferhöhe der Bäume.

Zu unterscheiden sind Containerpflanzen, Topfpflanzen, Wurzelware und Ballenware. Die ersten beiden kommen in verschieden großen Pflanzgefäßen, in denen sie von Anfang an gezüchtet wurden. Bei sogenannter Wurzelware handelt es sich um Pflanzen, die ohne festen Erdballen geliefert werden. Ballenware wächst ganz natürlich im Boden heran und wird für den Verkauf ausgestochen. Die Wurzeln sind zum Schutz vor dem Austrocknen in ein Ballentuch gewickelt und große Ballen mit einem Drahtkorb gefestigt.

Die Lieferhöhe spielt eine Rolle, da höhere Gehölze auf jeden Fall eine stabile Stütze brauchen. Diese hält sie auch bei starkem Herbstwind an der gewünschten Position, denn die Wurzeln verankern sich erst nach und nach im Boden. Das ist gerade bei immergrünen Pflanzen wichtig, da sie mit ihrem Nadelkleid oder Blättern dem Wind mehr Angriffsfläche bieten.

Für das Anpflanzen eines Baumes gilt es, folgende Schritte zu beachten:

1. Gute Startbedingungen schaffen

Ist ein schöner Platz im Garten gefunden, der den Vorlieben der Pflanzen entspricht, geht es daran, den Standort vorzubereiten. Das ist wichtig, damit der Baum gut anwächst.

Zunächst wird der Boden umgegraben und aufgelockert. Das kann vor allem in Neubaugebieten wichtig sein, wo der Boden durch Baumaschinen verdichtet wurde. Eventuell muss der Boden verbessert werden: Schwere Tonböden oder lehmige Erde lassen sich mit einem Anteil an Sand oder sehr feinem Kies auflockern. Es ist ratsam, zusätzlich etwas Pflanzerde unterzuheben. Leichte Sandböden erhalten hingegen eine gute Portion Humus und einen großen Anteil Gartenerde. Auch hier kann man auf den Klimaschutz achten und greift idealerweise zu torffreier Erde.

2. Die Pflanzen vorbereiten

Ganz ohne Vorbereitung kommt Ballenware in den Boden. Bei Bäumen, die im Container gekauft wurden, muss der Gärtner den Wurzelballen herausziehen und leicht anritzen. Mit einem sauberen und scharfen Messer "verletzt" er die Wurzeln an vier Stellen. So können sich schneller neue Feinwurzeln bilden, die für die Nährstoffaufnahme wichtig sind.

Bei Wurzelware, die ohne Erde um den Wurzelbereich verkauft wird, ist ein wenig mehr zu tun. Erst werden alle Bruch- und Knickstellen aus dem Wurzelgeflecht herausgeschnitten. Dann kürzt der Gärtner die Wurzeln beherzt auf circa 25-30 cm in Summe ein. Zusätzlich hilft es dem Gehölz, die Äste auf etwa 2/3 zurückzuschneiden. So kann die Pflanze mehr Energie in das Einwurzeln stecken und wächst besser an.

3. Wasser ist schon vor dem Einpflanzen wichtig

Vor dem Einsetzen muss die neue Pflanze kräftig gewässert werden. Das erleichtert ihr den Start. Pflanzen, die im Container oder Topf wachsen, taucht man am besten mit dem Gefäß in eine Regentonne. So lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Gleiches gilt bei Ballenware, die mit Ballentuch getaucht wird. Wurzelnackte Pflanzen stellt man einfach für circa 10 Minuten in einen Eimer mit Wasser.

4. Jetzt geht es ans Buddeln!

Nach den Vorbereitungen kommt der "Hauptakt". Mit einem Spaten hebt man ein Loch für den Baum aus. Aber wie groß muss das Pflanzloch sein? Das orientiert sich an der Größe des Wurzelballens oder Topfs. Eine gute Faustregel besagt: Doppelt so groß wie der Umfang, und ca. 1,5-mal so tief. Das erleichtert den Wurzeln das Ausbreiten und die Pflanze nimmt Nährstoffe und Feuchtigkeit besser auf. Bei stark verdichteten Böden hilft es, die Pflanzgrube großzügiger zu bemessen und Boden und Ränder zusätzlich mit der Forke oder Grabegabel aufzulockern.

5. Den Baum richtig einsetzen

Ganz wichtig: Der Wurzelballen oder der Beginn des Wurzelbereichs muss bündig mit dem Oberboden abschließen. Der Stamm darf nicht in der Erde verschwinden! Daher muss zunächst etwas von dem Aushub oder Gartenerde ins Pflanzloch zurück. Bei Containerpflanzen entfernt man dann den Pflanztopf und stellt die Pflanze gerade in das Loch. Bei Ballenware bleibt das Tuch dran, da es verrottet; lediglich muss der Gärtner das Ballentuch aufknoten und die Stammumwicklung lösen. Anschließend wird das Pflanzloch mit dem restlichen Aushub aufgefüllt. Bei Wurzelware hilft mehrmaliges Hochziehen der Pflanze, damit sie nicht in der Pflanzgrube verschwindet. Leichtes Andrücken (bei großen Pflanzen auch Antreten) sorgt dafür, dass die Pflanze nicht durch Wind umkippt. Große Bäume bekommen ein bis zwei stabile Stützen zur Seite, die sie an Ort und Stelle halten.

6. Angießen

Ist der Baum in Position gebracht, gießt man ihn reichlich. Das hat weniger mit dem Durst der Pflanze zu tun. Vielmehr schwemmt man die Erde rings um die Wurzeln ein. So ist sichergestellt, dass sich beim Einpflanzen keine Luftlöcher im Wurzelbereich bilden. Hier fehlt es der Pflanze später an Nährstoffen und Wasser. Ist der Boden sehr trocken, füllt man die Pflanzgrube zunächst zu 3/4 mit Erde auf, gießt dann reichlich und schlämmt so den Boden ein. Anschließend kommt der Rest des Aushubs dazu und bildet den Abschluss der Pflanzgrube. Was bei Neupflanzungen immer hilft, ist ein Gießrand. Ein kleiner Wall rings um die Pflanzstelle hält das Gießwasser dort, wo es gebraucht wird.

Im Herbst reicht in der Regel ein einmaliges Angießen. Bei wenig Niederschlag darf der Gärtner seinen neuen Schützling nicht vergessen. Junge Pflanzen freuen sich regelmäßig über -nicht zu viel!- Wasser. Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Feuchtigkeit, da ihre Blätter weiterhin Wasser verdunsten. An frostfreien Tagen greift der Gärtner zur Gießkanne.

In sechs Schritten ist der erste eigene Baum gepflanzt! Mit diesen Tipps wird das Einheitsbuddeln am 3. Oktober garantiert ein großer Spaß auch für Neugärtner.

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Dank!

Pressekontakt:
Nicole Davila / Public Relations / Telefon: +49 (0) 4892 / 8993-284
nicole.davila@liebt-pflanzen.de / www.baumschule-horstmann.de
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