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08.12.2020 – 11:23

diagnose:funk

diagnose:funk: Weihnachtsgeschenke funk- und strahlungsfrei - den Kindern zuliebe!

diagnose:funk: Weihnachtsgeschenke funk- und strahlungsfrei - den Kindern zuliebe!
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Pressemitteilung von diagnose:funk vom 8.12.2020

Weihnachtsgeschenke funk- und strahlungsfrei - den Kindern zuliebe!

Studie warnt: 17 Minuten Handy am Tag erhöht Krebsrisiko /

Neue Studien zu oxidativem Zellstress, DNA-Schädigungen und verminderter Gehirnleistung

Stuttgart, 8.12.2020: Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk empfiehlt Eltern und Großeltern: Schenken Sie zu Weihnachten funkfreie und damit strahlungsfreie Geschenke - zum Wohl der Gesundheit Ihrer Kinder und Enkel!

"Weihnachtsgeschenke müssen gesundheitlich unbedenklich sein, das werden alle Eltern und Großeltern sofort bestätigen", sagt Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk und zuständig für Verbraucherschutz. "Aus Gesundheitsgründen gehören daher funkende Spielzeuge, Smartphones, Tablets und 'smarte' Technik mit WLAN-Funktion nicht ins Kinderzimmer. Mobilfunk- und WLAN-Strahlung ist gesundheitsschädlich, das bestätigen die neuen Studien. Oxidativer Zellstress, den die Strahlung im Körper verursacht, ist Auslöser vieler entzündlicher Erkrankungen bis hin zu Krebs. Hinzu kommt verminderte Lernleistung. Diese Nebenwirkungen will niemand verschenken, diesen Risiken sollten wir unsere Kinder nicht aussetzen!"

Funkende und strahlende Geschenke sind neben Smartphones auch SmartWatches, Tablets, Bluetooth-Kopfhörer, per App ferngesteuerte Spielzeuge und generell jegliche "smarte" Technik, die sich ins WLAN integrieren lässt oder eine SIM-Karte benötigt. Alternative: Tablets und Smartphones lassen sich per LAN-Adapter am heimischen Netzwerkkabel strahlungsfrei betreiben (siehe Fotos unten im Anhang, zur Verwendung freigegeben, © diagnose:funk).

Hintergrund der Empfehlung ist die wissenschaftliche Studienlage zu Gesundheit und Mobilfunkstrahlung:

  • Die neueste Metaanalyse und Review zum Krebsrisiko durch Handystrahlung bestätigt: Für Vielnutzer - über 1.000 Stunden bzw. 17 Minuten täglich in 10 Jahren - liegen signifikante Beweise für ein um 60% erhöhtes Hirntumorrisiko vor. Metastudie von Choi et al. (2020) siehe https://www.diagnose-funk.org/1635.
  • Neueste Einzelstudien zeigen ebenfalls deutliche Hinweise auf Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung, von Leberschäden über DNA-Strangbrüche bis hin zu beeinträchtigter Gehirn- und Lernleistung. Einzelstudien siehe Auflistung unten und auf https://www.diagnose-funk.org/1636

Im aktuellen ElektrosmogReport 3/4-2020 werden sechs neue Einzelstudien zu Mobilfunkstrahlung und Gesundheit besprochen:

  1. Alkis et al. (2019) kamen zu dem Ergebnis, dass 900, 1800 und 2100 MHz zu DNA-Schädigungen (bei 1800 und 2100 MHz) und oxidativem Stress in den Hoden von Ratten führen und damit Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben.
  2. Fahmy/Mohammed (2020) untersuchten die WLAN-Frequenz 2450 MHz. Durch die Bestrahlung waren die Antioxidantien (Glutathione (GSH) und Superoxiddismutase (SOD)) vermindert, die Überproduktion an freien Radikalen führte zu Leberschäden.
  3. Kumar et al. (2020) untersuchten die epigenetische Modulation der DNA-Histon-Methylierung. Die Bedeutung der Methylierung wurde bisher nicht untersucht. Sie bestrahlten mit 900, 1800 und 2450 MHz-(WLAN-)Signalen. Die größten Auswirkungen hatten die WLAN-Signale. Auswirkungen auf die Hirnleistungen, Krebsentstehung und Fortpflanzung werden vermutet.
  4. Yang et al. (2020) bestrahlten mit 1800 MHz das Innenohr. Bei einem SAR-Wert von 4 W/kg wurde eine erhöhte ROS-Konzentration festgestellt.
  5. Boileau et al. (2020) gingen der Frage nach, ob sich die Mobilfunknutzung auf das Wachstum von Embryos auswirken könnte. Das Ergebnis: häufiger Gebrauch kann zu einem geringeren Geburtsgewicht führen.
  6. Die Studie von Tohidi et al. (2020) weist nach, dass die Strahlung von 900 und 1800 MHz die Genexpression verändert (Prozess der Umsetzung genetischer Information in Proteine) und zu einer verminderten Funktion des Hippocampus (Teil des Gehirns, der vor allem für das Gedächtnis wichtig ist) führen kann. Das kann zu einer Beeinträchtigung des Lernens führen.

Kontakt für Rückfragen:

  • Jörn Gutbier, erster Vorsitzender von diagnose:funk, Fachbereich Verbraucherschutz, Tel. 0711-250869-1
  • Peter Hensinger, erster Vorsitzender von diagnose:funk, Fachbereich Wissenschaft, Tel. 0711-250869-2
  • Matthias von Herrmann, Pressereferent, Tel. 0711-250869-4 oder 0174-7497868

diagnose:funk ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich für den Schutz vor elektromagnetischer Strahlung einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die gesundheitsschädigenden Wirkungen u.a. von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation.

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diagnose:funk / Bismarckstr. 63 / 70197 Stuttgart
Vertreten durch Jörn Gutbier und Peter Hensinger.
https://www.diagnose-funk.org