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16.06.2020 – 07:52

diagnose:funk

Mobilfunkgipfel: diagnose:funk fordert weniger Mobilfunkbelastung und mehr Glasfaser

Pressemitteilung von diagnose:funk vom 16.6.2020

Mobilfunkgipfel: diagnose:funk fordert weniger Mobilfunkbelastung und mehr Glasfaser

„Verkehrsminister Scheuer, Schluss mit der Verharmlosung von Mobilfunkstrahlung!“

Stuttgart, 16.6.2020: Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert die Beteiligten des zweiten Mobilfunkgipfels und besonders Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, die Mobilfunkbelastung der Bürger zu senken statt mit Steuergeldern die Strahlenbelastung weiter zu erhöhen. Internationale wissenschaftliche Studien finden in den letzten Jahren immer mehr klare Hinweise auf vielfältige Gesundheitsschäden durch Mobilfunkstrahlung. Auf diese Erkenntnis muss der Mobilfunkgipfel reagieren, denn beim Thema Gesundheitsschutz steht das Vorsorgeprinzip an erster Stelle. Statt immer mehr Mobilfunk empfiehlt diagnose:funk den massiven Ausbau der breitbandigen Glasfaserversorgung, um die Menschen an der Digitalisierung teilhaben zu lassen.

„Verkehrsminister Scheuer, machen Sie Schluss mit der Verharmlosung von Mobilfunkstrahlung“, fordert Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk. „Wenn Minister Scheuer trotz der klaren und sehr umfangreichen wissenschaftlichen Studienlage weiterhin den Mythos in die Welt setzt, von Mobilfunkstrahlung gehe keine Gefahr aus, handelt er unverantwortlich! Wenn dieser Mythos dann auch noch mittels einer teuren Werbekampagne verbreitet werden soll, stellt sich der Minister sogar gegen die Wissenschaft. Er wird zum Erfüllungsgehilfen der Mobilfunkindustrie. Der Mobilfunkgipfel sollte lieber das Minimierungsgebot bei Mobilfunkstrahlung befolgen und den Ausbau des breitbandigen Glasfasernetzes regeln, denn darin liegt die digitale Zukunft.“

In der Studiendatenbank EMFdata.org sind über 500 Studien namhafter internationaler Wissenschaftler und Forschergruppen eingestellt, die biologische Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern aufzeigen. Die Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk- und WLAN-Strahlung reichen von der Schwächung des Immunsystems über Fruchtbarkeitsstörung, Beeinflussung der Gehirnfunktionen bis hin zur Auslösung von Krebs. Der zugrunde liegende Wirkmechanismus, der von sehr vielen Studien als relevant identifiziert und beschrieben wird, ist oxidativer Zellstress. Dabei entstehen, durch Mobilfunkstrahlung indirekt ausgelöst, freie Radikale, die Auslöser vieler entzündlicher Krankheiten sind.

- Studienüberblick: https://www.emfdata.org/de/studienueberblick?&studycategory=2
- Forschungslage zu oxidativem Zellstress: https://www.diagnose-funk.org/1550
- Review von 85 relevanten Studien: Auswirkungen hochfrequenter Strahlung von Mobiltelefonen und anderen drahtlosen Geräten auf die Gesundheit und das Wohlbefinden https://www.diagnose-funk.de/1465 

diagnose:funk hatte zuletzt in einem offenen Brief an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sowie im Brennpunkt „Der Kausalitäts-Betrug“ dargestellt, warum die Argumentation des BfS unwissenschaftlich ist.

- Offener Brief ans BfS: https://www.diagnose-funk.org/1566
- Brennpunkt „Der Kausalitäts-Betrug“: https://www.diagnose-funk.org/1539 

Kontakt für Rückfragen:

- Jörn Gutbier, erster Vorsitzender von diagnose:funk, Fachbereich Verbraucherschutz, Tel. 0711-250869-1
- Peter Hensinger, zweiter Vorsitzender von diagnose:funk, Fachbereich Wissenschaft, Tel. 0711-250869-2 oder 0711-638108
- Matthias von Herrmann, Pressereferent, Tel. 0711-250869-4 oder 0174-7497868 

diagnose:funk ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich für den Schutz vor elektromagnetischer Strahlung einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die gesundheitsschädigenden Wirkungen u.a. von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation.

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diagnose:funk / Bismarckstr. 63 / 70197 Stuttgart
Vertreten durch Jörn Gutbier und Peter Hensinger.
https://www.diagnose-funk.org