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23.10.2019 – 09:14

diagnose:funk

Ärzte warnen vor 5G-Mobilfunk - Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium in Stuttgart

Ärzte warnen vor 5G-Mobilfunk - Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium in Stuttgart
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Pressemitteilung von diagnose:funk vom 23.10.2019

Ärzte warnen vor 5G-Mobilfunk - Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium in Stuttgart

70 Ärzte aus Baden-Württemberg schreiben offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann, fordern 5G-Moratorium

Stuttgart, 23.10.2019: Eine Ärzte-Delegation von über 20 Medizinern in weißen Arztkitteln zieht heute um 13 Uhr mit einem 3 Meter breiten Banner vor den Amtssitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart. Dort übergeben sie einen in DIN A1-Größe gedruckten offenen Brief (siehe Anhang unten) inkl. ausrollbarer Unterzeichner-Liste an die Landesregierung von Baden-Württemberg. Der Brief trägt den Titel "Ärzte warnen vor 5G-Mobilfunk".

70 Ärzte aus Baden-Württemberg haben diesen offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann unterschrieben. Darin verweisen die Mediziner auf das Krankheitsbild Elektrohypersensibilität (EHS), das Studien zufolge bereits 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung betrifft und das von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung verursacht wird. Außerdem werden im offenen Brief mehrere relevante internationale Studien zur krebsfördernden und -auslösenden Wirkung zitiert. Die Forderung der Ärzte an Ministerpräsident Kretschmann lautet, die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern - dem sogenannten Elektrosmog - zu minimieren. Daher warnen sie Kretschmann vor der Einführung von 5G-Mobilfunk.

Die Ärzte-Aktion vor dem Staatsministerium und der offene Brief werden getragen von der "Ärztegruppe Mobilfunk" und vom "Ärzte-Arbeitskreis digitale Medien". Dabei handelt es sich um unabhängige Ärzte-Gruppierungen, die die internationale Studienlage zu Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung ernst nehmen und politische Konsequenzen fordern.

Dr. med. Cornelia Mästle, Initiatorin des offenen Ärztebriefs: "Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Mobilfunkstrahlung bereits seit 2011 als 'möglicherweise krebserregend'. Die tumorpromovierende, also wachstumsfördernde Wirkung auf Krebsgeschwüre durch Mobilfunkstrahlung gilt als gesichert, wie das Bundesamt für Strahlenschutz auch durch eigene Studien belegt hat. Dies alles begründet dringend Präventionsstrategien zum Schutz der Bevölkerung, weiteren Forschungsbedarf und ein Moratorium für 5G-Mobilfunk. Ministerpräsident Kretschmann darf hier nicht die Augen und Ohren verschließen vor unseren berechtigten Sorgen."

Dr. med. Jörg Schmid, einer der Erstunterzeichner des offenen Briefs: "Die wissenschaftlichen Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Mobilfunk- und WLAN-Strahlung sind klar und deutlich. Der Experten-Ausschuss der WHO zu elektromagnetischen Feldern forderte deshalb am 22.4.2019 aufgrund neuer brisanter Studienergebnisse die Höherstufung in 'wahrscheinlich krebserregend' oder gar 'krebserregend'. Ministerpräsident Kretschmann muss daher seinen einseitigen 5G-Durchsetzungskurs aufgeben. Zum Schutz der Bevölkerung brauchen wir WLAN-freie Schulen und ein 5G-Moratorium!"

"Die Studien zu Fruchtbarkeitsschäden bei Männern durchs Smartphone in der Hosentasche sowie zur elektromagnetischen Hypersensibilität (EHS) müssen im Staatsministerium dringend auf den Tisch", fordert Dr. med. Susanne Richter, ebenfalls Erstunterzeichnerin des offenen Ärztebriefs. "Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung muss an erster Stelle stehen. Ministerpräsident Kretschmann muss sich mit diesem Thema ausführlich befassen statt den Diener der Mobilfunkbranche zu spielen. Ich wiederhole die Forderung meiner Kollegen: Wir brauchen ein Moratorium beim 5G-Mobilfunk und wir brauchen WLAN-freie Schulen!"

"Wenn 70 Ärzte vor 5G-Mobilfunk warnen, muss die Landesregierung das sehr ernst nehmen", sagt Peter Hensinger, zweiter Vorsitzender von diagnose:funk. "Die Studienlage ist eindeutig zu Lasten von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung Das bestätigt auch der brandaktuelle, seit vorgestern auf deutsch verfügbare Studienüberblick führender internationaler Experten. Jetzt muss Ministerpräsident Kretschmann handeln!"

Der Studienüberblick (Review) "Auswirkungen hochfrequenter Strahlung von Mobiltelefonen und drahtlosen Geräten auf Gesundheit & Wohlbefinden" in deutscher Übersetzung ist auf der Webseite von diagnose:funk als PDF-download verfügbar: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1465

Pressetreffpunkt:

- Mittwoch, 23.10.2019
- 12:45 Uhr
- Albrecht-Goes-Platz am Bubenbad, Stuttgart
- google maps: https://bit.ly/2VErSfz 
- Ende der Aktion voraussichtlich gegen 13:30 Uhr 

Achtung Foto-Redaktionen:

- Die Ärzte-Aktion bietet Motive zur wissenschaftlichen / medizinischen 
  Auseinandersetzung um 5G-Mobilfunk.
- diagnose:funk stellt auf Nachfrage gerne ab Donnerstag, 24.10. Profi-Fotos der
  Aktion zur Verfügung. (Wir wollen der tagesaktuellen Berichterstattung keine 
  Konkurrenz machen.) 

Kontakt vor Ort:

- Dr. med. Jörg Schmid, Erstunterzeichner des offenen Briefs, Tel. 0160-937 44 
  908
- Matthias von Herrmann, Pressereferent von diagnose:funk, Tel. 0174-74 97 868 

diagnose:funk ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich für den Schutz vor elektromagnetischer Strahlung einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die gesundheitsschädigenden Wirkungen u.a. von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation.

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Vertreten durch Jörn Gutbier und Peter Hensinger.
https://www.diagnose-funk.org