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27.03.2007 – 10:00

WELT

Karasek: "Denglish" gefährdet deutsche Sprache nicht
Zitat aus "Was erlauben Strunz" am 26.03.07, 23:30 Uhr, auf N24

Berlin (ots)

Literaturpapst Hellmuth Karasek sieht die deutsche
Sprache durch ausländische Einflüsse nicht bedroht: "Sprache drückt 
immer etwas aus, was Wirklichkeit ist", sagte er am Montagabend in 
der N24-Talksendung "Was erlauben Strunz". Man könne "den Sack nicht 
für den Esel schlagen.". So sei Englisch die Sprache, die in 
verschiedenen Bereichen verwendet wird - bei Computern, bei 
Jugendlichen, in der Rock- und Popmusik sowie im Service.
"So wie es im 19. Jahrhundert schick war, für den Bahnsteig Perron
zu sagen, für das Abteil Coupé und für den Bürgersteig Trottoir, so 
wollen Leute immer zu einem Leitmedium Zugang haben", meinte Karasek 
weiter. So werde dokumentiert, man sei "etwas Besseres". Jugendliche 
wollten beispielsweise mit der Verwendung englischer Begriffe 
beweisen, dass "sie besser in der Zeit drin" seien. Durch das 
Verständnis dieser Worte erlange man auch "eine Zugehörigkeit zu 
einem Zeittrend". Und wenn der Zeittrend vorüber sei, würden alle 
Begriffe von der Sprache "ohne Mühe" wieder ausgeschieden, begründete
er in der N24-Sendung seine Meinung.
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