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Henkel erwartet von großer Koalition keine Liberalisierung des Arbeitsmarktes Der ehemalige BDI-Chef Hans-Olaf Henkel zu Gast bei "Studio Friedman" - am Donnerstag, 13.10.05, um 23:20 Uhr auf N24.

    Berlin (ots) - Der ehemalige BDI-Chef Hans-Olaf Henkel erwartet von einer großen Koalition keine Verbesserung der Standortbedingungen in Deutschland. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf dem Arbeitsmarkt zu keiner Liberalisierung kommt", betonte er am Donnerstag in der N24-Sendung "Studio Friedman". Zu entsprechenden Plänen von CDU-Chefin Angela Merkel sagte Henkel: "Nichts wird übrig bleiben. Das wird alles in der Schublade verschwinden."

    Eine große Koalition könne allerdings Strukturreformen wie eine Neuordnung des Föderalismus zu Wege bringen, hoffte Henkel und forderte zugleich eine Änderung des Wahlrechts. "Es gibt keine Demokratie in der Welt, in der die Parteien so mächtig sind und die Bürger so ohnmächtig", kritisierte der Ex-BDI-Chef.

    Zu dem für ihn "enttäuschenden" Wahlausgang sagte Henkel, Merkel sei "zu ehrlich" gewesen. Das höre man auch aus CDU-Reihen. Die CDU-Chefin habe verloren, "weil sie die Wahrheit gesagt hat." Die Aufklärungsbemühungen der deutschen Wirtschaft seien umsonst gewesen. "Die Aktion neue soziale Marktwirtschaft, die kann man nach meiner Meinung auch in der Pfeife rauchen", sagte Henkel.

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