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06.02.2020 – 09:15

compass private pflegeberatung GmbH

Sollte ich einen Pflegegrad beantragen?

Sollte ich einen Pflegegrad beantragen?
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Viel Resonanz auf unsere Telefonaktion: Die wichtigsten Antworten rund um das Thema Pflegebedürftigkeit, Organisation der Pflege und finanzielle Unterstützung.

Dass das Thema Pflege nicht nur ältere Menschen beschäftigt, zeigte sich in der compass Telefonaktion zum Thema Pflegebedürftigkeit. Die Pflegeberaterinnen von compass beantworteten ebenso Fragen von Menschen, die vorsorgen wollen oder sich um ältere Angehörige kümmern. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir hier zusammengefasst.

Mein Mann hat im Krankenhaus vorläufig den Pflegegrad 2 erhalten. Dann kam er nach Hause und seitdem pflege ich ihn. Wir haben auch noch keine Hilfe organisiert, weil wir auch noch kein Pflegegeld bekommen. Einige Zeit später war dann der Gutachter da und jetzt warten wir auf das Ergebnis der richtigen Einstufung. Ab welchem Zeitpunkt steht meinem Mann denn aber nun Pflegegeld zu?

Antwort: Das Pflegegeld ist für die eigenständige Versorgung gedacht. Prinzipiell hat man Anspruch auf Pflegegeld ab der Antragstellung, sofern man dann einen Pflegegrad erhält. In vielen Fällen zählt der Anspruch sogar schon ab Monatsanfang des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde. Allerdings gilt bei einem Krankenhausaufenthalt, dass der Pflegegeldanspruch bei einem Erstantrag erst ab dem Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus besteht. In Ihrem Fall steht Ihrem Mann also das Pflegegeld ab der Entlassung aus dem Krankenhaus zu. Es wird rückwirkend von der Pflegeversicherung gezahlt.

Ich bin krebskrank und meine Situation verschlechtert sich unaufhaltsam. Meine Schwester versorgt mich so gut sie kann, aber es wäre schön, noch jemanden zu haben, der mit mir einkaufen oder zum Arzt geht. Sollte ich einen Pflegegrad beantragen?

Antwort: Als "pflegebedürftig" gelten Sie dann, wenn Sie in der Form beeinträchtigt sind, dass Sie Hilfe von anderen Menschen benötigen. Dieser Hilfebedarf muss auf Dauer bestehen. Wenn Sie sich entschließen, einen Antrag auf einen Pflegegrad zu stellen, wird Sie ein Gutachter besuchen. Die Einschätzung des Gutachters bildet die Grundlage für die Entscheidung der Pflegeversicherung über Ihre Einstufung. Sofern der Gutachter des medizinischen Dienstes eine Pflegebedürftigkeit bestätigt, steht Ihnen der sogenannte Entlastungsbetrag zu, der auch für die Kosten einer Begleitperson eingesetzt werden kann.

Meine Mutter wohnt weiter weg und ist zum Glück noch geschäftsfähig, aber eben körperlich pflegebedürftig. Wir nutzen die Kombinationsleistung, also Pflegegeld und Pflegedienst. Nun hat der Pflegedienst eine Rechnung geschickt, in der Leistungen abgerechnet werden, die er in den letzten Monaten erbracht hat, die aber nicht vorher abgesprochen waren. Meine Mutter ist schon 85 Jahre alt und hat alle Leistungsnachweise unterschrieben. Müssen wir die Rechnung des Pflegedienstes bezahlen?

Antwort: Weil Ihre Mutter die Leistungsnachweise unterschrieben hat, hat sie diese anerkannt und sich damit auch zur Zahlung verpflichtet. Da der Pflegedienst mehr Leistungen erbracht hat, als vereinbart war, sollte Ihre Mutter neu mit dem Pflegedienst in Verhandlungen treten. Zusätzliche Leistungen sollten immer abgesprochen und über einen Kostenvoranschlag abgestimmt werden. Wichtig ist auch, dass Ihre Mutter Bevollmächtigte bestimmt, die sie bei Verhandlungen mit dem Pflegedienst unterstützen können. Das können auch Sie sein, auch wenn Sie nicht vor Ort wohnen. Wenn Sie bereits eine Vollmacht haben, können Sie auch mit dem Pflegedienst vereinbaren, dass Sie Leistungsnachweise unterschreiben und Kostenvoranschläge freigeben.

Meine Frau und ich bekommen schon viele Jahre Pflegegeld. Ich bin privat versichert und beihilfeberechtigt, meine Frau ist gesetzlich versichert. Für manche Leistungen gehen wir in Vorkasse. In letzter Zeit fällt mir das mit den Rechnungen etwas schwer und ich komme in der Bearbeitung nicht hinterher. Wie sind denn nun genau die Verjährungsfristen?

Antwort: In der privaten Pflegeversicherung beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre. Hier beginnt die Verjährungsfrist mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Versicherungsnehmer die Rechnung erhalten hat. Bei Ihrer Beihilfestelle müssten Sie nachfragen, denn hier können die Fristen unterschiedlich sein. Je nach Dienstherr variieren diese zwischen 12 und 24 Monaten, ab dem Monat der Inanspruchnahme der Leistung. In der gesetzlichen Pflegeversicherung beträgt die Frist vier Jahre nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres.

Sie haben auch Fragen rund um das Thema Pflege? Die Pflegeberaterinnen von compass geben Ihnen gerne die Antworten auf Ihre Fragen! Sie erreichen sie montags bis samstags über kostenfreie Rufnummer 0800 - 101 88 00.

compass private pflegeberatung
Abteilung Politik und Kommunikation
Mareike Schiffels
Telefon: 0221 933 32-111
kommunikation@compass-pflegeberatung.de