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27.02.2019 – 13:42

JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Pressemitteilung: Vorstellung neuer Eltern-Informationsbroschüren zu Computerspielen

Pressemitteilung: Vorstellung neuer Eltern-Informationsbroschüren zu Computerspielen
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Im Rahmen des heutigen Fachtags "Digitale Spielkultur" des vom Bayerischen Familienministerium geförderten Projekts "Game Life!" wurden Eltern-Informationsbroschüren zu Computerspielen vorgestellt.

27.02.2019. Nürnberg. Im Mittelpunkt der acht Broschüren stehen konkrete Alltagsprobleme von Familien mit Computerspielen. Diese werden anhand der Sichtweisen von Eltern und Jugendlichen erklärt, pädagogisch erläutert und durch weitere Informationsquellen und Anlaufstellen bei Problemen ergänzt. Die Broschüren geben Eltern praktische Informationen und einen alltagstauglichen Rat für ihr Erziehungshandeln und stehen in deutscher, englischer und türkischer Sprache zur Verfügung.

Für Bayerns Familienstaatssekretärin Carolina Trautner steht fest: "Digitale Spiele sind heute Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Damit die Balance zwischen Spaß und Kindeswohl stimmt, dürfen wir die jungen Menschen dabei nicht alleine lassen. Die neuen Broschüren des JFF geben Eltern wertvolle Orientierung und alltagstaugliche Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuesten Gaming-Trends." Die Broschüren können kostenfrei online unter games.jff.de heruntergeladen oder per E-Mail an medienzentrum@jff.de bestellt werden.

Themeninhalte der Broschüren:

1. Sag mir deinen Nickname und ich sage dir, wer du bist! (Thema Daten)

2. Money Money Money! (Thema Geld)

3. Gameboys und Gamegirls! (Thema Geschlecht)

4. Und Kopfschuss! (Thema Gewalt)

5. Du Opfer! (Thema Kontaktrisiken)

6. Die Stars der Generation "Gaming" (Thema Medienkultur)

7. Let's Play! (Thema Recht auf Spielen)

8. Mach' die Kiste aus! (Thema Zeit)

Auf dem ausgebuchten Fachtag "Digitale Spielkultur" des Projekts "Game Life!" wurden pädagogischen Fachkräften und Interessierten durch Inputs von Expertinnen und Experten und in vertiefenden Workshops, wie "Computerspiele selber machen" oder " Daten- und Verbraucherschutz bei Games und Apps", umfassende Informationen zu aktuellen Entwicklungen und erzieherischen Herausforderungen im Bereich der digitalen Spielkultur sowie praktisches Handlungswissen vermittelt.

Egal ob Gelegenheitszocken, e-Sport oder Online-Rollenspiel, die Begeisterung für digitale Spiele ist unter Jugendlichen weit verbreitet. Games sind - je nach Perspektive - vieles: Freizeitvergnügen und Kulturgut, virtuelle Wettkampfarena und Milliardengeschäft. Games sind aufregende Welten, erzählen Geschichten, schaffen Spielspaß und Gemeinschaft. Sie können Kreativität fördern, zum Nachdenken anregen und es kann auch Spaß machen, anderen beim Spielen zuzusehen, ob auf der Couch, im eSport oder beim Let's Play. Klaus Lutz, Leiter des Medienzentrums Parabol Nürnberg und Mitveranstalter des Fachtags, betonte die vielen Chancen für vielseitige Bildungsprozesse durch das Spielen von Games, insbesondere e-Sport, und konstatiert, dass Kinder neben einer Begleitung im Umgang mit Medien auch Freiräume benötigen, in denen sie eigenständig Erfahrungen sammeln können, um Medienkompetenz auszubilden.

Aus Sicht von Erwachsenen und vielen Gamerinnen und Gamern werfen die digitalen Spiele aber auch Fragen auf: Stumpfen drastische Gewaltdarstellungen populärer Games die Spielenden ab? Was tun, wenn Jugendliche immerzu am Smartphone, der Konsole oder am PC hängen und kein Ende finden? Wie kann man mit Konflikten und Hetze in Online-Games umgehen? Für welches Alter sind welche Spiele geeignet und warum? Wie gelingt es, Spielspaß und einen souveränen Umgang mit Games zu vereinen, in Hinblick auf Spielzeiten, Kostenfragen und Fairplay? Wie gelingt generell eine gute Balance zwischen Game Life und Real Life? Kathrin Demmler, Direktorin des JFF, freut sich über die große Resonanz bezüglich des Fachtags und der neuen Elternbroschüren: "Das JFF beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Computerspiele. Im Zentrum unserer Angebote steht immer das Interesse der jungen Menschen an Spielen, der Austausch verschiedener Generationen und Gruppen zu Spielen, die Vermittlung von Wissen über Funktionsmechanismen von digitalen Spielen sowie die Auseinandersetzung mit kulturellen, sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Spielens. "

Weitere Informationen zum Projekt "Game Life!"

Das Projekt "Game Life! mit und über Games lernen" fördert einen souveränen Umgang mit digitalen Spielwelten bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren. In Workshops für gamingbegeisterte Heranwachsende, in generationenübergreifenden Gaming-Events sowie in Informations- und Fachveranstaltungen für Eltern und pädagogische Fachkräfte, werden aktuelle kulturelle Fragestellungen behandelt und eine Sensibilisierung für Risikobereiche geleistet. Mit den modellhaften Aktivitäten schaffen das JFF - Institut für Medienpädagogik und das Medienzentrum Parabol in Nürnberg im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales Lern- und Erfahrungsräume rund um Computerspiele.

JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
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