Das könnte Sie auch interessieren:

Tierquälerei:Drei Jahre Gefängnis für Gütesiegel-Schweinemäster / Historisches Urteil gegen den rechtsfreien Raum in der Massentierhaltung

Ulm (ots) - Am Freitag den 15.03.2019 verurteilte das Amtsgericht Ulm einen Massentierhalter aus Merklingen ...

Hackerbay schließt Büros in Silicon Valley und Singapur - Deutsche Weltkonzerne erfordern volle Aufmerksamkeit

Berlin (ots) - Das Berliner Vorzeige-Startup Hackerbay schließt seine Standorte in Palo Alto und Singapur mit ...

Glanzvolles DRM-Comeback: SKODA Ex-Champion Fabian Kreim triumphiert beim Saisonauftakt mit neuem Copiloten Tobias Braun

St. Wendel (ots) - - SKODA AUTO Deutschland kehrt bei der ADAC Saarland-Pfalz-Rallye mit einem ...

11.02.2019 – 09:20

Wildtierschutz Deutschland e.V.

In Luxemburg funktioniert die Natur auch ohne Fuchsjagd
Jagdverbot geht in das fünfte Jahr

In Luxemburg funktioniert die Natur auch ohne Fuchsjagd / Jagdverbot geht in das fünfte Jahr
  • Bild-Infos
  • Download

Gau-Algesheim (ots)

In Luxemburg ist der Fuchs seit 2015 keine jagdbare Art mehr. Zu Beginn des Fuchsjagdverbots wurde der inzwischen verstorbene Staatssekretär Camille Gira (Die Grünen /Dei Greng), der sich maßgeblich für das Verbot der Fuchsjagd eingesetzt hat, auch durch Wildtierschutz Deutschland mit einer Petition unterstützt. Im April geht das Jagdverbot in Luxemburg in das fünfte Jagdjahr.

Ausufernde Fuchsbestände, die Übertragung von Wildkrankheiten - nichts von dem, was der örtliche Jagdverband FSHCL prophezeit hat, ist eingetreten. Auch nicht die Befürchtungen deutscher Jagdlobby-Organisationen, das Fuchsjagdverbot würde mit einem Anstieg der Zahl der Füchse im benachbarten Rheinland-Pfalz einhergehen.

Seit 2015 wurden im gleich großen Saarland etwa 12.000 Rotfüchse erschossen. Unter dem Strich gibt es sowohl in Luxemburg, als auch im Saarland heute so viele Füchse wie vor vier Jahren. Der Unterschied zu Luxemburg ist, dass dieses Ergebnis im Saarland mit erheblicher Tierquälerei einhergegangen ist. Wie etliche wissenschaftliche Forschungsarbeiten belegen, kann selbst durch sehr intensive jagdliche Maßnahmen die Zahl der Füchse mittelfristig nicht reduziert werden. Die Tiere bekommen mehr Nachwuchs und leer geschossene Fuchsreviere finden durch Zuwanderung schnell neue Revierinhaber.

Natur- und Forstverwaltung im Großherzogtum Luxemburg haben keine Probleme durch das Fuchsjagdverbot festgestellt; es gibt keine Indizien für eine Zunahme der Fuchspopulation, und die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm hat sich seit dem Jagdverbot verringert. War sie erst im Jahr 2014 bei anhaltender Bejagung auf 39,7% gestiegen, so lag sie 2017 nur noch bei 24,6%. Es gibt ganz offenkundig keine stichhaltigen Argumente, die für die Fuchsjagd und somit für ein Ende des Fuchsjagdverbots sprechen. Das hatte in Luxemburg seinerzeit auch schon das Verwaltungsgericht bestätigt, indem es das Ansinnen des FSHCL, das Jagdverbot zu kippen, abwies.

Die Grünen (Dei Greng) hatten - ebenso wie Claude Turmes, Staatssekretär für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, persönlich - bereits vor den Wahlen im Oktober 2018 angekündigt, ohne Wenn und Aber am Fuchsjagdverbot festzuhalten und sich für eine Verlängerung einzusetzen, denn: Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die bisherigen Erfahrungen in Luxemburg sprächen klar für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots.

   +++ 
Hintergrundinformationen Fuchsjagd / Wissenschaftliche Literatur: 
https://tinyurl.com/wildtierschutz2 

Pressekontakt:

Lovis Kauertz | Wildtierschutz Deutschland e.V.
T. 0177 72 300 86 | lk@wildtierschutz-deutschland.de
www.wildtierschutz-deutschland.de
www.facebook.com/wildtierschutz

Original-Content von: Wildtierschutz Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Wildtierschutz Deutschland e.V.
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung