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17.09.2019 – 10:28

Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

Trees for Future - Lasst uns gemeinsam den Wald der Zukunft pflanzen!

Der Schleswig-Holsteinische Waldbesitzerverband begrüßt die Initiative der CDU für eine Erhöhung des Waldanteils in Schleswig-Holstein auf 12 Prozent.

Hans-Caspar Graf zu Rantzau: "Einen klimafesten Wald der Zukunft zu pflanzen, ist die effektivste Art, CO2 zu binden und den Klimawandel aktiv zu bekämpfen. Dafür braucht es Flächen und standort- und klimagerechte Baumarten."

Das Land verfügt über die durch Steuermittel finanzierte Stiftung Naturschutz als mit über 36.000 Hektar größte Flächeneigentümerin in Schleswig-Holstein.

"Warum nutzen wir diese schon vorhandenen Flächen nicht im Sinne der Allgemeinheit, um den Herausforderungen des größten Umweltproblems unserer Zeit, dem Klimawandel, zeitnah aktiv etwas entgegenzusetzen? Die Flächen sind schon da und müssen nicht erst teuer erworben werden", so der Vorsitzende Graf zu Rantzau. "Pflanzen können dann alle interessierten Mitbürger. Die Waldbesitzer unterstützen tatkräftig mit Know-how und vor Ort."

Um das 12-Prozent-Ziel zu erreichen, fehlen knapp 15.000 Hektar Wald. Das sind bei 5000 Bäumen pro Hektar rund 75 Millionen Bäume. Die Kosten lägen bei 15 Millionen Euro im Jahr für 10 Jahre. Die Mittel müssen im Landeshaushalt festgeschrieben werden.

Die Studie der ETH Zürich von diesem Sommer kommt zu dem Schluss, dass mit einer weltweiten Aufforstung gut 2/3 der gesamten C02 Emissionen im Wald gespeichert werden können. Wald bindet Kohlendioxid langfristig und das nicht nur in der Baummasse, sondern auch in Holzprodukten wie zum Beispiel Möbeln und im Hausbau. Ein Hektar Waldzuwachs bindet rund 5 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Der Schleswig-Holsteinische Waldbesitzerverband weist darauf hin, dass besonders junge, nachwachsende Wälder mehr CO2 aufnehmen. Nach einer Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern (https://www.pnas.org/content/116/10/4382) macht der "Alterseffekt" rund 25 Prozent der weltweiten CO2 Aufnahme im Wald aus.

Gerade die aktive, nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes führt zu vermehrtem Wachstum und damit zu mehr CO2 Bindung. Abgestorbene Bäume dagegen setzten im Laufe des Zersetzungsprozesses das CO2 wieder frei. Ziel muss es also sein, einen gesunden nachwachsenden Baumbestand zu schaffen, der in seiner Zusammensetzung den Anforderungen der Zukunft gewachsen ist. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, eine gemeinsame Einrichtung der Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt erarbeitet derzeit einen "Baumatlas" standortgerechter und klimafester Baumarten, der als Grundlage für zukünftige Aufforstungen dienen sollte.

Klima- und standortgerechte Bäume zu pflanzen ist aktiver Klimaschutz und das schließt eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes ausdrücklich mit ein.

Der Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unser Anliegen, die Flächen der vom Land Schleswig-Holstein gegründeten Stiftung Naturschutz für eine zeitnahe Aufstockung des Waldanteils auf 12 Prozent zu nutzen, findet zahlreiche Unterstützer:

- Unternehmerverband Nord
- Familienbetriebe Land und Forst
- Bauernverband Schleswig-Holstein
- Industrie und Handelskammer Schleswig-Holstein
- Schleswig-Holsteinische Landesforsten
- ANW - Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft Schleswig-Holstein
- Bund Deutscher Forstleute Schleswig-Holstein
- IG-Bau SH
- Landwirtschaftlicher Buchführungsverband
- Landjugendverband Schleswig-Holstein
- Landesbeirat Forst- und Holzwirtschaft 
- Landesjagdverband Schleswig-Holstein 
Dipl. Ing. Marcus Börner
Geschäftsführer
Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
Böhnhusener Weg 6
24220 Flintbek
 
Tel.: 04347-9087-0
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