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24.02.2020 – 16:13

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Capitation statt DRG: Finanzierung durch regionale Budgets kann Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern

Capitation statt DRG: Finanzierung durch regionale Budgets kann Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern
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Capitation statt DRG: Finanzierung durch regionale Budgets kann Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern

Die Studie der Stiftung Münch analysiert Capitation-Modelle in verschiedenen Ländern und leitet daraus Implikationen für Deutschland ab.

Internationale Analysen und operative Erfahrungen zeigen, dass Capitation-Modelle Sektorengrenzen überwinden, die Koordination der Patientenversorgung verbessern und zu einer spürbaren Kostenreduktion führen können. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren der von der Stiftung Münch beauftragten Studie "Prospektive regionale Gesundheitsbudgets: Internationale Erfahrungen und Implikationen für Deutschland". Für die Studie wurden verschiedene Capitation-Modelle in Spanien, der Schweiz, den USA und Peru untersucht. Zwar kann keines der Modelle als "die" Ideallösung direkt auf Deutschland übertragen werden, dennoch zeichnen sich daraus Lehren ab, die als Vorlage zur Implementierung geeignet sind.

Als wesentliche Erfolgsfaktoren für die Etablierung von regionalen Gesundheitsbudgets in Deutschland sehen die Autoren eine schrittweise Einführung anhand von Pilotprojekten, die Steuerung über Qualität, die Einbeziehung regionaler Stakeholder, passende ökonomische Anreize, einen adäquaten Umgang mit ökonomischen Risiken und eine individuell ausgehandelte vertragliche Umsetzung. Von besonderer Bedeutung ist eine transparente Darstellung der Ziele und Ergebnisse von Regionalbudgets, die unabhängig evaluiert werden müssen. Zudem sei eine digitale Infrastruktur zur Koordination notwendig.

Boris Augurzky, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch: "Die Studie zeigt, dass Capitation-Modelle eine gute Alternative sein können, um Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten, ohne dass dabei die Versorgungsqualität leidet. Damit das gelingt, ist Mut gefordert, neue Dinge auszuprobieren, statt nur bestehende Systeme in kleinen Schritten hier und da ein wenig zu verändern. Diesen Mut sehen wir in den untersuchten Ländern."

Die Studie ist als Buch mit dem Titel "Prospektive regionale Gesundheitsbudgets" im medhochzwei Verlag erschienen.

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