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18.01.2019 – 11:14

Stiftung Topographie des Terrors

Veranstaltung: Vorstellung eines Fotofundes zu Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland 24. Januar, 19 Uhr

Veranstaltung: Vorstellung eines Fotofundes zu Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland 24. Januar, 19 Uhr
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Andreas Assael, Sohn überlebender Juden aus Saloniki, erwarb vor vielen Jahren auf einem Münchner Flohmarkt eine Sammlung von Fotos. Ein Ingenieur der nationalsozialistischen "Organisation Todt" hatte sie im besetzten Griechenland aufgenommen. Darunter befinden sich 80 Aufnahmen, die nach Recherchen Assaels die Zwangsarbeit von Juden aus Saloniki in der Nähe des Ortes Karya im Jahr 1943 zeigen.

Die Verbrechen der Nationalsozialisten im besetzten Griechenland sind noch heute eine der Leerstellen in der Geschichtsschreibung. Der Zufallsfund von Fotorafien auf einem Münchner Flohmarkt durch Andreas Assael füllt nun eine dieser Leerstellen. Unter den Fotos befinden sich 80 Aufnahmen, die nach Recherchen Assaels die Zwangsarbeit von Juden aus Saloniki in der Nähe des Ortes Karya im Jahr 1943 zeigen. Im März 1943 begann der deutsche SS-Apparat mit den Deportationen von 48.000 Menschen der jüdischen Gemeinde Saloniki in Vernichtungslager im besetzten Polen. 3.000 unverheiratete jüdische Männer wurden zur Zwangsarbeit innerhalb

Griechenlands verschleppt. 300 mussten für eine Eisenbahnstrecke in Karya einen Felshang abtragen, um Platz für ein Ausweichgleis zu schaffen. Wer diesen Einsatz überlebte, wurde erschossen. Andreas Assael gelang es mit Hilfe von Zeitzeugen, dieses unbekannte

Kapitel griechischer, deutscher und jüdischer Geschichte zu erforschen.

Am 24. Januar um 19 Uhr präsentiert Andreas Assael diesen Fotofund der Öffentlichkeit mit einer Einführung durch Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die Moderation wird Prof. Dr. Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, selbst Nachfahre griechischer Juden, übernehmen.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und stehen Ihnen gern für Rückfragen zur Verfügung.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Stiftung Topographie des Terrors
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