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15.11.2018 – 15:27

Stiftung Topographie des Terrors

22.11.18 Ausstellungseröffnung "Philibert und Fifi. Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters"

22.11.18 Ausstellungseröffnung "Philibert und Fifi. Karikaturen  und Zeichnungen  eines französischen Zwangsarbeiters"
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Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit lädt am 22. November um 19 Uhr zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung "Philibert und Fifi" ein. Die Ausstellung zeigt rund 80 Karikaturen und Zeichnungen des französischen Künstlers und Zwangsarbeiters Philibert Charrin.

Philibert Charrin (1920-2007) wurde im April 1943 zum Arbeitseinsatz bei Graz in Österreich, das seit 1938 zum Deutschen Reich gehörte, verpflichtet. Dort musste er Erdarbeiten für den Bau eines Stahlwerks leisten und während der letzten Kriegsmonate auch Schutt von Bombenangriffen beseitigen.

In seinen Karikaturen setzt sich der Künstler satirisch mit dem Alltag der Zwangsarbeit, den entbehrungsreichen Lebensumständen und seinen Zeitgenossen auseinander. Leitmotiv dieser Schaffensperiode ist das Strichmännchen "Fifi", das auf fast allen Zeichnungen zu sehen ist. Viele der Karikaturen verspotten die deutschen "Herrenmenschen" oder deuten auf Sabotage durch die Zwangsarbeiter hin. Die Arbeiten von Charrin sind selten offen politisch, enthalten aber zahlreiche Anspielungen auf widerständisches Verhalten - verschlüsselt durch ironische Darstellung und feinen Sprachwitz.

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit, sagt: "Zum ersten Mal stellen wir künstlerische Arbeiten in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Die Zeichnungen von Philibert Charrin geben tiefe Einblicke in den Alltag der Zwangsarbeit und eröffnen einen ungewohnten, auch humorvollen Zugang zum Thema." In Berlin mussten während des Zweiten Weltkriegs ebenfalls Hundertausende Männer, Frauen und Kinder Zwangsarbeit leisten, rund ein Fünftel der zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter kam aus Frankreich.

Nach dem Krieg gerieten die Zeichnungen des französischen Künstlers in Vergessenheit. 2016 konnten sie im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln gezeigt werden. Nun sind sie erstmals in Berlin zu sehen.

Die dreisprachige Ausstellung (Deutsch, Französisch, Englisch) gastiert vom 23. November 2018 bis zum 28. April 2019 im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Ergänzend zu den Karikaturen werden auch Plakate, Originaldokumente aus dem Nachlass von Philibert Charrin und ein Film über den Künstler präsentiert.

Medienvertreter*innen sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am 22. November 2018 um 19 Uhr eingeladen. Vorab findet ein Presserundgang statt.

Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit (Baracke 5)

Britzer Str. 5, 12439 Berlin-Schöneweide

18 Uhr: Presserundgang mit Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide, und Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

19 Uhr: Eröffnung in Anwesenheit des ehemaligen NS-Zwangsarbeiters Robert Liberge

Begrüßung:

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Grußworte:

Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin

Maria Bering, Leiterin der Gruppe Geschichte und Erinnerung, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Julien Acquatella, Leiter der Außenstelle der Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen, Französische Botschaft

Einführung:

Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Musikalische Begleitung:

Corinne Douarre

Corinne Douarre ist Tochter eines französischen Zwangsarbeiters. Sie singt Lieder, die Georges Brassens, ebenfalls Zwangsarbeiter, während des Kriegs geschrieben hat.

Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Rückmeldung: Wenn Sie an der Eröffnung teilnehmen möchten, wären wir Ihnen für eine kurze Rückmeldung dankbar: veranstaltung-sw@topographie.de

Weitere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie unter

www.ns-zwangsarbeit.de/ausstellungen/philibert-fifi/ sowie Bildmaterial (honorarfrei) unter www.ns-zwangsarbeit.de/medien/fotos/

Das Begleitprogramm zur Ausstellung entnehmen Sie bitte dem Ausstellungsflyer

www.ns-zwangsarbeit.de/fileadmin/dateien/home/Philibert___Fifi/Philibert___Fifi_Flyer.pdf

Öffnungszeiten der Sonderausstellung

23. November 2018 bis 28. April 2019

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintritt frei

Pressekontakt:

Juliane Grossmann, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Tel: 030-6390 288-18, grossmann@topographie.de

www.ns-zwangsarbeit.de

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Stiftung Topographie des Terrors
Britzer Str. 5 | 12439 Berlin
Tel: +49 30 6390 288 0 | Fax: +49 30 3690288 29
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