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12.11.2020 – 09:18

Bio Green

Sicher durch den Winter

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Rückschnitt und Kälteschutz in heimischen Gärten

Mit dem Spätherbst kommt der erste Frost. Dank Stutzung und Winterschutz überstehen Pflanzen nicht nur die kalte Jahreszeit, sondern gedeihen im Frühjahr noch prachtvoller. Doch nicht jedes Gewächs dürfen Gärtner im gleichen Maße beschneiden. Welche Arten vor Einzug der Minustemperaturen unbedingt Kürzung benötigen und wie man eingepflanzte Sträucher und Bäume fit für den Winter macht, weiß Garten-Experte BioGreen.

Tabula Rasa im Gartenparadies

Pflanzenfreunde halten sich die Spätherbstwochenenden frei: Viele Schnittmaßnahmen erfolgen zwischen Mitte Oktober und Ende November. Dabei darf die Außentemperatur nicht über fünf Grad Celsius liegen, um das erneute Austreiben nach dem Rückschnitt zu vermeiden. Wie intensiv man Pflanzen kürzen kann, unterscheidet sich von Rose zu Apfelbaum.

Ich und mein Holz

Bei Obstbäumen gilt: Je früher man in der kalten Jahreszeit stutzt, desto stärker treiben sie im Frühjahr aus. Freizeitbotaniker sollten daher bei stark wachsenden Fruchtträgern, wie Apfel- oder Birnbäumen, bis zum Spätwinter zwischen Januar und März warten. Ein zu später Schnitt führt dazu, dass Bäume nicht richtig austreiben und weniger Blüten bilden. Gartenfreunde achten darauf, ihre Obstbäume so in Form zu bringen, dass jeder Teil ausreichend Sonne bekommt. Danach entfernen sie nach innen quertreibende Verzweigungen. Zusätzlich schneiden sie dünne oder zu lang gewachsene Äste in Stammnähe, sogenannte Wassertriebe, ab.

Hobbygärtner stutzen Beerensträucher im Spätwinter. Himbeeren vertragen einen einfachen Rückschnitt in Bodennähe. Das anschließende Bedecken des Wurzelwerks mit Laub und Erde schützt Pflanzen gegen Minusgrade. Die Lichtung der kälteempfindlichen Brombeeren hingegen findet im März statt. Beerenliebhaber entfernen ausschließlich die alten Triebe, um dem Strauch genug Platz zu geben sich neu zu entfalten.

Flowerpower für den Winter

Verblühte Stauden vertragen im Herbst ein Einkürzen auf circa zehn Zentimeter über dem Boden - besonders wichtig bei Pflanzen wie Stockrose oder Kokardenblume, die in der Blütezeit viel Energie aufwenden. Immergrüne Golderdbeere oder Storchschnabel erfahren nur bei starker Wucherung Rückschnitt. Bei Gräsern wie dem Chinaschilf ist ebenfalls kein Stutzen erforderlich.

Nicht alle Freiland-Hortensien reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Rispen- und Ball-Hortensien benötigen keinen aktiven Kälteschutz. Erst im Frühjahr schneiden Gärtner beide Sorten zurück und bahnen den Weg für große Blütenpracht. Stehen die Pflanzen nicht im humusreichen und halbschattigen Bereich, reicht das Abdecken des Wurzelwerks mit Laub und Reisig. Bei strengem Frost legt sich ein Vlies schützend über die Pflanzenkrone.

Vom Rosengarten ...

Florafans schneiden Rosengewächse im Herbst. Sie achten darauf, den Rückschnitt zeitnah nach dem Verblühen und noch vor den ersten Nachfrösten vorzunehmen. Erfrierungen verhindern Rosenliebhaber, indem sie frische Erde um das Wurzelwerk verteilen. Anschließend bedecken sie den Bereich mit Laub, Reisig oder Tannengrün.

... in die Südsee

Mediterrane Gewächse wie Palmen oder Olivenbäume reagieren auf einstellige Temperaturen besonders kälteempfindlich. Nach dem Belegen der Wurzel mit Reisig oder einen speziellen Wurzelschutz bringen Gärtner zusätzlich einen Stammschutz an. Dieser vermeidet Eisschäden durch aufgesprungene Rinde. Um auch die Krone und das Blattwerk vor Kälte zu schützen, kommt ein Pflanzensack aus Vlies zum Einsatz. Wer auf Nummer sicher geht, wickelt einen Heizschlauch um Stamm und Krone. Ein Thermostat sichert vor frostigen Temperaturen ab. Der Beschnitt südlicher Gewächse erfolgt erst im Frühjahr.

Das perfekte Winterkleid

Hobbybotaniker hüllen ihre Lieblinge nicht zu früh ein; Pflanzen stellen sich langsam auf die sinkenden Temperaturen ein und härten für die kalte Jahreszeit ab. Der Gartenfachhändler liefert eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Pflanzen vor Frost zu schützen. Allerdings müssen Freizeitfloristen beachten, dass das Material atmungsaktiv und nicht komplett sonnendurchlässig ist. Andernfalls treiben Pflanzen ungewollt aus. Pflanzensäcke, Vlies oder Jute dämmen optimal.

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